ich darf mich seit gestern auch in die gruppe der grönemeyer-fans einreihen, die ein westernhagen-konzert besucht haben - und: ich habe es nicht bereut!
als wir allerdings gestern in der halle ankamen (wir hatten sitzplätze, bei mmw muss ich nicht in die erste reihe, wobei man auch das eine stunde vor konzertbeginn noch geschafft hätte) war ich erst mal etwas enttäuscht: eine relativ schlichte bühne und ein blauer vorhang. recht viel mehr war da nicht.
nach der vorband, die gar nicht mal so schlecht war, ging es dann gegen 20:30 uhr los... gleich am anfang mit einem schönen rockigen song ("jesus") und dann kamen auch schon die ersten klassiker ("es geht mir gut, "willenlos"...). er hat eigentlich alle songs gespielt, an die man so beim namen "marius müller-westernhagen" denkt.
obwohl nur 8000 zuschauer (10 000 karten hätte es gegeben) kamen, war die stimmung recht ordentlich. und im prinzip war jeder blöd, der seine karten nicht am schwarzmarkt vor der arena gekauft hat, denn dort wurden karten, die 70 euro gekostet hätten, für 25 euro angeboten... jaja, westernhagen und die preise, das ist so eine sache. die tickets kosten teilweise so viel wie bei U2, obwohl man, besonders bei der bühnenshow, weniger dafür geboten bekam.
jemand hat mir vor dem konzert gesagt "wenn du bei westernhagen sitzplatz hast, dann sitzt du auch. es ist nicht so wie bei herbert, bei dem die leute von den stühlen springen und party machen." und so war es auch: vereinzelt (ich z.B.) sprangen leute bei knallern auf, aber das war dann auch schon de ausnahme, wenn man einen sitzplatz hatte.
bemerkenswert fand ich, in welcher topform marius war. wenn ich mit fast 62 noch so fit bin wie der, dann kann ich mich glücklich schätzen. und rocken, das kann er immer noch wie mit 25.
fazit: insgesamt war es ein schöner abend mit toller musik, einer wahnsinnig guten band, einem westernhagen in topform, der aber trotzdem herbert NIE das wasser reichen kann.

aber es war gut, keine frage.
ein paar eindrücke: