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mein unendlicher trost,
ich kann deine nähe spüren obgleich du nicht hier bei mir bist, ein großartiges, wundervolles gefühl, ich möchte weinen, schön tieftraurig. gestern ist eine welt untergegangen, heute der himmel bedeckt und regnerisch. fühle mich ein wenig so als ob ich an einem riesenhaften abgrund stehe und einer seltsamen eingebung folgend glaube ich meine flügel ausbreiten zu können um mich darüber zu erheben. ich irre mich, ungern, aber ich irre. oder ein ufer, stück treibgut, angespült? diese zeilen helfen meinen kopf nicht explodieren zu lassen. habe überlegt dich zu suchen aber wo soll ich dich finden, wenn du doch hier bei mir zu sein scheinst. höre getragene, langsame, mächtig melancholische lieder. für das was noch zu sagen wäre fehlt mir die stimme. wir hatten strahlende sommer. du bist jetzt ganz nah, und schaust über meine schulter während ich dies schreibe. willst du mir einen kaffee eingiessen? hier ist, wo er kalt wird. heimat ist wo wir uns, besinnungslos auseinandergeliebt haben. die neue, kein waghalsiges pleiteunternehmen, verzeiht, auch tag- und nächtelang zuhören, ein kleines restaurant nahe einem sicheren hafen an dessen befestigungen auch grosse wellen sanft brechen.
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