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Alt 22.10.2002, 02:09   #9
alex
Gast
 
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ich bin selbst musiker und songschreiber und muss an dieser stelle herbert grönemeyer meinen tribut zollen. verstehen kann ich aber überhaupt nicht, wie man dieses lied als allerweltsbrei abtun kann. es gibt wirklich viel schund, der im radio auf und ab läuft, gerade deswegen freue ich mich immer über lieder, wie dieses. natürlich kann eine offensichtliche laiin (simone) nicht verstehen, dass einfachheit ein stilmittel ist. es herrscht eine große diskrepanz dazwischen, ob ein künstler musik macht, um sich selbst zu beweisen, oder um menschen zu erreichen und dinge aufzuarbeiten. ich habe selten so wunderschöne zeilen gelesen, die an einen geliebten verstorbenen menschen gerichtet waren. darin liegt auch der punkt: h.g. beschwert sich nicht über die unfairness des lebens ("das leben ist nicht fair") sondern lässt noch einmal die schönen erinnerungen revuepassieren, um dann im letzten absatz zu der conclusio zu kommen, dass er mit seiner anna im herzen dieses leben weiterleben kann. (es klingt also dankbarkeit durch.) du, liebe simone, hast natürlich überhaut nichts begriffen, hast dir ein textfragment herausgesucht, nach dem du urteilst, weißt nicht, was es heißt einen text zu verstehen und schimpfst grönemeyer einen dilettanten. du bist selbst die dilettantin, zumal du dich in caram publico selbst bloßgestellt hast. ich bin gespannt, wie gefasst du an deiner philosophie festhalten wirst, wenn dir jemand wegstirbt. dein mangeldes verständnis für die fehlbarkeit und hilflosigkeit des menschen gegenüber der endgültigkeit des schicksals ist absolut lächerlich und juvenil. vielleicht begreifst du das ja einmal...
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