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Alt 20.04.2003, 19:05   #111
magold
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Zitat:
Zitat von Mocca
wenn die einstellung wenigstens mal gewechselt hätte... ich meine, es ist selten, dass man in nem video die ganze zeit ein und dieselbe sache verfolgt.. selbst wenn in nem video einer durch die straße läuft, zwischendurch wird immer mal ein haus oder sowas eingeblendet.. aber hier? keine handlung, kein szenenwechsel.. von anfang bis ende das gleiche.. nur die ersten zeilen.. die sind ok ich würde sagen, das ist eins der langweiligsten videos, die ich kenne.. nicht von herbert, sondern überhaupt..
Auch wenn ich jetzt ziemlich spät dazu komme, möchte ich doch einem der ersten Einträge zu diesem Clip eine Antwort geben. Mich hat der Clip vom ersten Ansehen her begeistert. Das mag auch daran liegen, dass ich klassisches Ballett sehr ausdrucksstark finde, sehe jetzt aber nach mehrfachen Ansehen, dass der Clip unheimlich gut gemacht ist und möchte einige meiner Eindrücke auch in Hinblick auf das obige Zitat herausheben:

1. Einstellung wechselt: Die Einstellung wechselt sehr oft, variiert von Nahaufnahmen zu Totalen und auch mittlere Distanzen werden aufgenommen. Dabei ist vor allem interessant, dass es fast in jeder Sequenz zu langsamen Kamerafahrten kommt, so dass die Bewegung der Tänzerin und der gesamten Einstellung dem Bild eine hohe Dynamik verleiht.

2. Eine Handlung: Meines Erachtens ist eine sehr eindrucksvolle Spannungskurve in dem Video vorhanden, die sich der Musik sehr schön anpasst, und die nicht zu übersehen ist, wenn man sich dem Ausdruck des Tanzes öffnen möchte. Zu Beginn der instrumental fast unbegleiteten Zeilen sind die Bewegungen sehr langsam, melancholisch, zaghaft. MIt steigender Intensität von Herbert werden die Bewegungen immer leichter, sicherer, selbstbewusster und es kommt immer mehr Licht hinzu, was schließlich im Sprung seine Klimax findet. Von da an bestimmen schnelle Drehungen, schnelle Bewegungsabläufe und Sprünge das Bild, eine unheimliche Leichtigkeit und Sicherheit, etwas gefunden zu haben, was einem keiner mehr nehmen kann: Die Erkenntnis, dass etwas dort draußen ist, was genau das ist, was du suchst, egal ob du es je finden wirst oder nicht. Und mit dieser Zufriedenheit und Leichtigkeit, ja glücklichem Ausdruck, legt sie sich zu Boden. Man mag das Handlung nennen oder nicht, aber geht es in einem Videoclip darum, um ein Lied herum eine Handlung auf Film zu bannen oder nicht vielmehr dem Ausdruck von Melodie und Text eine passende visuelle Begleitung zu geben? Meines Erachtens ist der Song sehr eindruckvoll und ausdrucksstark visualisiert worden. Je öfter ich ihn mir ansehe, desto besser finde ich den Clip.

Wer es noch nicht gesehen haben sollte:
Es gibt zwei Quellen (beide etwa 2,5MB); zum einen eine recht ordentliche RealPlayer Version:
http://www.herbert-groenemeyer.de/Pl...7.4745/demo.rm

Und eine schlechtere Mediaplayer Version:
http://www.nach-mir.de/gronemeyer-po...ips/clips.html

Wer sich mal die Mühe macht, es aufzunehmen und es anschließend in anständiger Qualität in ein mpg oder divx-avi zu verpacken, kann sich dem Dank aller Fans sicher sein!
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