Ich bin gegen Studiengebühren, weil
- die soziale Herkunft keine größere Rolle spielen darf als Können und Fähigkeiten
- unsere sogenannten Eliten nachweislich kein Interesse haben an der Etablierung wirksamer, und von vielen sozial schwachen Studenten/Studentinnen nutzbaren, Fördermöglichkeiten
- die Gebühren die an den Hochschulen längst überfälligen Strukturreformen und Veränderungen weiter verhindern und bestehende Zustände zementieren, sofern die Gelder überhaupt den Hochschulen direkt zur Verfügung gestellt würden und nicht in irgendwelche Prestigeprojekte gehen
Besser wäre es
- die zum Teil in Jahrhunderten gewachsenen alten Strukturen und Hierarchien in Wissenschaft, Lehre und Verwaltung der Hochschulen aufzulösen und neu zu ordnen;
- Studien- und Prüfungsordnungen zu entmüllen
- striktere zeitliche Vorgaben der Studienziele einzuführen, die nur aus besonderen Gründen überschritten werden können: z.B. sozialen, wenn Studenten/Studentinnen neben dem Studium arbeiten müssen, aus Krankheitsgründen, Kinder, etc.;
oder im Angebot bzw. dem Zustand der Hochschule begründeten Fällen, daß z.B. ein Schein nicht gemacht werden konnte, da aus Personal- oder Raummangel eine Vorlesung oder Seminar nicht angeboten wurde, etc. etc.
- die Hochschulen grundsätzlich finanziell besser auszustatten; in BW könnte man z.B. die rd. 7.000.000.-, die die Image-Kampagne des Landes kostet, sinnvoller im Hochschulbereich unterbringen
- ein Hochschulentwicklungkonzept zu erarbeiten, das diese Bezeichnung auch verdient
