Genau EINE Formulierung ("bedingunglosem urvertraun") zeigt dem aufmerksamen Hörer exakt, daß es sich hierbei um einen Text über ein Kind handeln kann (ich sage ganz bewußt "kann", denn selbstverständlich gibt es dieses "bedingungslose Urvertraun" (sicherlich in veränderter Form) in Beziehungen, warum auch nicht?
Alle anderen Worte in diesem Songtext ...
die zeit steht still, wenn du's willst, vertreibst dumpfe gedanken
heile welt, unverfälscht, bringst die erde ins wanken
hab auf dich sehnsüchtig gewartet
haut aus samt, übermannt, könnte dich andauernd streicheln
augenglanz, unverwandt, härteste herzen erweichen
so was wie dich nenn ich glück
ich mache dir das leben zum himmel
halte dir die schatten vom leib
werd die sterne polieren
dreh die welt nur um dich
werd dich nie aus meinen augen verliern
wenn trauerwolken dich bedrohn, schieb ich sie beiseite
geh jeden schweren schritt mit dir, werd' dich immer begleiten
wisch staub auf deiner seele
will dich nur, sorglos pur, wünsche dir hochgefühle
streng mich an, tu was ich kann, darfst dein lachen nie verlieren
himmelhoch jauchzend niemals betrübt
werde dich so gut ich kann ein leben lang behüten
würde dir, wüßt ich wo, dafür einen schutzengel mieten
lasse dir so viele kometen fallen, wie du willst
damit sich jeder wunsch von dir erfüllt
... also ich kann da nichts weiter erkennen, was auf ein Kind deuten muss. Ich bin sogar der Meinung, daß Grönemeyer (wenn er denn Mißverständnisse ausschließen wollte) den Text viel deutlicher in Richtung Felix formuliert hätte ... aber er hat Interpretationsspielraum gelassen .... mich stört dies nicht im Geringsten
