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Zitat von neuländerin
warum kann nicht mal ein kanzler und seine zugehörige partei (sinngemäß) sagen: "wir treffen jetzt entscheidungen, die zwar unpopulär und unliebsam sind, aber die probleme im land auf lange sicht verringern können. der erfolg dieser maßnahmen wird nicht in "unserer" legislaturperiode eintreten und wir werden deshalb eventuell nicht wieder gewählt, aber das ist uns wurscht, uns gehts ums voranbringen von sinnvollen reformen und nicht darum, um jeden preis unsere macht zu erhalten" ???
spätestens wenn die reformen anfangen zu greifen, werden die leute die unpopulären maßnahmen wieder in den hintergrund stellen und sich eine wiederwahl dieser partei überlegen...
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Aber genau das geschieht doch gerade. Die Bundesregierung hat mit der Einführung der Agenda 2010 eine der größten (wenn nicht die größte) Reformen des Sozialstaats Deutschland überhaupt begonnen.
Das Ergebnis davon sieht man ja dauernd, sei es in Wahlergebnissen oder Politbarometern: Das Volk schreit auf, geht sogar protestierend auf die Straße und die Zustimmungswerte für die Bundesregierung (insbesondere für die SPD) fallen immer weiter.
Klar, die Regierung hat Fehler gemacht, indem sie das Reformprogramm dem Bürger einfach vor den Kopf geknallt hat ohne ihn mal gründlich darüber aufzuklären. Das muß man aber nun so schnell wie möglich nachholen, dann ist es vielleicht noch nicht zu spät.
Reformen sind nötig, das dürfte unstrittig sein.
Ich wette, daß ein Großteil der zur Zeit auf der Straße protestierenden Bürger sich ganz schnell wieder zu Hause auf der Couch wiederfinden würde, wenn diese auch nur ansatzweise verstehen würden, worum es in den Reformen überhaupt geht
