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habt ihr das thema evtl im physikunterricht gehabt? das klingt alles sehr naturwissenschaftlich, sehr nüchtern. ich kanns auch verstehen, dass sowas auf den ersten blick fasziniert, solche gedankenspielereien..
aber:
ich würd das mal nicht so verbissen auf irgendwelche quantenphysik-problemchen runterbrechen, sondern: gegenwart kann vieles sein, es ist aber vor allem keine "sekunde", kein moment, den ich vergeblich einzufangen, festzuhalten versuche.
gegenwart kann mal ein augenblick sein, mal einpaar stunden, mal mehrere tage sein, mehrere wochen, ist aber vor allem eine zeitspanne, die mir "real" vorkommt, in der ich mich noch sehr gut an alles mögliche in mir und um mich herum erinnern kann, nachfühlen kann.
vergangenheit ist hingegen so: ich schaue mir alte bilder an und denke: was? das war ich mal? so sah ich mal aus? solche briefe hab ich früher geschrieben? so hab ich damals über dies und jenes gedacht.. und derjenige, den ich da sehe auf den fotos kommt mir fremd vor.
gegenwart hingegen ist das, wie ich mich augenblicklich sehe, fühle, das bild, das ich täglich im spiegel sehe. und der alltagstrott, das ist gegenwart.
und zukunft ist all das, was noch kommen mag. zukunft ist zb die angst davor, dass jeden tag, jede stunde, jede sekunde irgendeine hiobsbotschaft eintreffen könnte, dass ein einem nahestehender mensch verstorben ist.
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