So, nachdem ich nun auch wieder zu Hause will ich mir noch die Zeit nehmen (die ich eigentlich so kurz vorm Urlaub nicht habe

) und meinen Senf zu gestern hinzugeben.
Vorne weg: mit meiner Kamera wurde ein Gruppenfoto geschossen, was ich dann gleich im Anschluss im Rendsburg-Album mit einstelle.
Nach dem grandiosen Loreley-Konzert war mir eigentlich klar, dass Rendsburg nicht sooo der Knaller würde, denn dieses Konzert war meiner Meinung nach bisher das beste der Schiffsverkehr-Tour 2012 - bis jetzt. Ich vergleiche das mal vom Stellenwert her mit Schalke vom letzten Jahr - dicht gefolgt im übrigen von Beverungen und Bochum. Aber das nur am Rande.
Das Konzert an sich war sehr schön, Herbert hat wie immer alles gegeben, die LV stand geschlossen in Reihe 1 am Stegende. An ihm und uns hat es mit Sicherheit nicht gelegen, dass die Rendsburger nur so gaaanz langsam in Wallung kamen. Habe mich immer selber am lautesten singen hören - entweder wollten oder konnten meine Hintermänner nicht mitsingen. Das war sehr gewöhnungsbedürftig und hab ich so lange nicht gehabt. Die Zuschauer auf vollbesetzten Tribünen rechts und links blieben lange auf ihren Plätzen sitzen, so wie ich es beobachtet habe, standen sie erst bei DEMO.

Und Herbert hat sich reichlich bemüht, die Norddeutschen "in Schweiß" zu bringen, er war witzig wie immer, hatte seine Texthänger über die er dann lachend hinweg "geluscht" ist und rauschte über die Bühne wie eh und je. Er hatte wie immer sichtlich Spaß.
Aber es gab kein "Oh wie ist das schön" - es wurde zwar kurz angesungen, verpuffte auber auch gleich wieder, es gab keine Mensch-Verlängerung und kaum jemand schwenkte die Arme zu "Zum Meer". Das Publikum war einfach schwer zu begeistern - vielleicht liegt es an der Mentalität, vielleicht aber auch daran, dass der Großteil einfach nicht Grönemeyer-Konzert-erfahren war. Mir haben alle 3 genannten Punkte tierisch gefehlt, gerade das Arme-Schwenken bei "Zum Meer" finde ich immer so unheimlich emotional.
Geärgert habe ich mich auch über meine Hintermänner und -frauen, als sie bei "Der Weg" nicht ihre Klappen halten konnten und dummes Zeug geschwätzt haben. Das Ende von der "Der Weg" war übrigens ziemlich abrupt, ich nehme an ein technisches Problem. Zwischendrin war auch mal kurz Herberts Stimme weg, aber da kann ich mir noch keinen Reim drauf machen.
Die Sache mit der "Currywurst" war dann wieder sehr witzig. Herbert hatte gleich zu Beginn des Konzerts einen Pommes-Wagen auf dem Gelände entdeckt und "orderte" für alle "da oben" Pommes. Die kamen aber nicht. Irgendwann kurz bevor er dann vorne am STeg am Klavier die "Currywurst" zum Besten gab, kam dann "seine" Tüte Pommes auf der Bühne an. Er aß auch gleich davon und auch Armin kam auf den Steg gestürmt, um sich darüber her zu machen. Ja, und dann schritt er zum Klavier - GLÜCK sollte kommen - und haute die Currywurst raus ! War bestimmt nicht so geplant !! Mit TExthänger zwar, aber das macht es ja immer besonders schön.
Alles in allem war es ein schönes Konzert, aber es reiht sich eher weiter hinten an in meinem Tour-Ranking. Damit ist die "Schiffsverkehr-Reise" für mich zu Ende - wenn nicht noch ein Wunder geschieht und im Herbst oder im nächsten Jahr noch was nachkommt. Entsprechend herzlich und emotional war auch der Abschied von einigen LVlern.

So ganz hab ich noch nicht realisiert, dass es jetzt erstmal "das Ende" für mich ist, aber ich denke, die Nachwehen und das tiefe Loch kommen noch.
Danke Herbert für 7 wunderschöne Konzerte und danke an alle LVler, die mir 7 x in die erste Reihe verholfen haben.
