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ja, gw.. ich stimme dir grösstenteils zu. wenn man den menschen sieht, wie er nach der gefangennahme aussah, wenn man sich vorzustellen versucht, wie das die letzten monate wohl war in diesem erdloch, dann kommt da eigenartigerweise vom herzen aus eine art mitgefühl hervor und man kann nachvollziehen, dass er verwirrt und um jahre gealtert ist.
aber dann hakt der verstand gleich wieder ein und man denkt an die abertausenden menschen, die er auf dem gewissen hat.
die usa wollen ihn als kriegsgefangenen behandeln. aber gerade das haben sie damit nicht getan, sondern gegen die genfer konventionen verstossen, indem sie ihn öffentlich gezeigt haben. aber das war notwendig, denn:
ich saß den ganzen sonntag vormittag vor dem fernseher und konnts nicht glauben, dass sie ihn haben, bis ich nicht die bilder gesehen hatte.
du hast jedoch recht und das darf man den amis vorwerfen: es war doch offensichtlich insziniert und mit sicherheit bewusst eine solch erniedrigende szene für die öffentlichkeit ausgewählt worden, wie eben diese "ärztliche untersuchung". man hätte ihn auch anders zeigen können.
und dennoch: man darf kein mitleid haben, sagt der verstand..
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