Thema: Haustiere
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Alt 27.10.2003, 23:42   #147
Conny022
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Zitat:
ich heul schon den ganzen tag um ihn.. ich weiß nicht, ob das je ein ende haben wird...es tut so weh. ich mach mir vorwürfe. er war so unglaublich lieb und zutraulich. er hat mir so vertraut. hat, als er schon viel zu schwach zum fressen war, mir erschöpft sein köpfchen in die hand gelegt, ..wollte immer noch, daß ich ihn kraule.. und ich feiges schwein, bring ihn zum tierarzt und laß ihn umbringen von menschen, die ihm angst gemacht haben (dabei hatte er vor kaum was angst. er war sogar so mutig und ist sogar auf den riesenhund von meiner schwester zugerannt..und die beiden haben sich immer näschen-an-näschen gegenübergestanden. ..er war so unglaublich lebensfroh .. ..)

das erinnert mich so sehr an letztes jahr....gleiche zeit....wochenlang gebangt....um jeden schluck trinken und jedes stück essen gekämpft....und bis zum schluss hat er sein köpfchen hochgehalten nach luft gerungen....furchtbar....nächtelang den kleinen im arm gehabt...das ging 2 monate … bis ich mir gewünscht hab...er würde endlich einschlafen...wollte ihn nicht mehr leiden sehn...weil es das liebste war was ich hatte...mir lieber war als viele menschen...obwohl es kaum einer verstehen konnte...ich wünschte mir heute noch...ich wäre nicht so feige gewesen, weil ich angst hatte ihn einschläfern zu lassen…das konnte ich nicht…ich wollte immer dass, wenn er schon sterben muss, dann bei mir...ich wünschte aber ich hätte es getan....zu sehen wie er jeden tag mehr leidet...bis man am schluss nur noch ein kleines abgmagertes knäul in der hand hält und sanft streichelt, es aber nicht einschlafen kann, weil es immer aufschreckt und nach luft ringt...und diese augen die einen angucken...und man kann nicht helfen....und er wollte nicht sterben…so lange hat es gedauert…wo es ganz schlimm war hatte ich ihn eine ganze nacht im arm und hab den kopf gehalten, dass er etwas luft bekommt…früh um halb fünf ist er dann gestorben…und es war furchtbar…er ist nicht eingeschlafen wie ich es mir gewünscht hab…so wie ich es gedacht habe, so würde es sein…er hat geschrien…ganz laut…und gezittert ganz lange...und ich kam mir so schlecht vor, weil ich zugucken musste wie er vor schmerzen schreit...ohne was zu machen...und ich konnte nicht helfen…

5 jahre war er da und dann nicht mehr…das letzte halbe jahr war es so schlimm, dass er nur noch gefressen hat, wenn ich da war…und ich alle 4 tage 90 km gefahrn bin, damit er frisst…und er hat sich so gefreut und kam angerannt, um meine beine gesprungen….das kommt mir so bekannt vor…und jetzt liegt er unter meinem fenster zusammen mit meinem anderen kleinen, der 1 monat zu vor gestorben war und es kommt mir immer noch unwirklich vor, dass sie nicht mehr da sind…seitdem hab ich gar kein tier mehr und es hat ganz lange gedauert bis ich mir die fotos wieder ansehen konnte…und ich vermisse die beiden immer noch…sehr…ich hab auch nächtelang geheult…und immer wenn ich nach hause gefahrn bin, wollte ich sie begrüßen, aber sie kamen mir nicht mehr entgegengerannt, die stelle war leer…kein käfig mehr und kein paulchen und kein mäxchen…das war schlimm…mir haben da auch keine worte geholfen, von keinem, da kann man nicht trösten, das geht nicht

aber jetzt hab ich die fotos an meiner pinnwand hängen und kann sie mir angucken ohne traurig zu sein, ohne dass mir die tränen kommen, das ging lange nicht...jetzt ertappe ich mich auch dabei, wie ich lächeln muss, wenn mein blick da vorbeigeht...weil mir ganz spontan lustige oder schöne situationen einfallen...und dann wird mir immer bewusst, wie schön das ist...denn ich hätte nie gedacht, wieder zuversichtlich auf die bilder zu blicken, dass das geht...ja es geht. jetzt
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Und wenn wir die ganze Welt durchreisen, um das Schöne zu finden: Wir mögen es in uns tragen, sonst finden wir es nicht. (R. W. Emerson)
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