Warum Werbung für die BILD?
Apropos großer Auftritt: Noch immer bekommt "Theo" (Theo, gegen den Rest der Welt) Rollenangebote für Filme - die er regelmäßig ablehnt, aus drei Gründen: Erstens gebe es eine enorm hohe Erwartungshaltung nach der langen Pause (in "Der Madonna-Mann" spielte er zuletzt 1987, Anm. d. Red.), zweitens müsse er bei den Zuschauern vergessen machen, dass er Marius Müller-Westernhagen ist und drittens gebe es in Deutschland eine Freude am Scheitern, der er sich nicht aussetzen möchte.
Ein Thema war auch seine Werbung für die "Bild"-Zeitung, die ja für vieles steht, das er in seinen Songs kritisiert, findet
NDR 2 Hörer Hartmut Bothe aus Bassum. "Es reizt einen auszuprobieren, wie weit man gehen kann", antwortet Westernhagen. Zudem werde er ja auf dem Plakat mit den Worten zitiert: "Ist 'Bild' kritikfähig - oder ist das hier nur Werbung?" Nun wolle er sehen, ob diese Kritik etwas bringt. Schließlich müsse man nicht mit der BILD-Zeitung ins Bett gehen", sagt der Mann, der 1988 das Jil-Sander-Model Romney Williams heiratete, "aber wenn man die "Bild"-Zeitung gegen sich hat - sie können einem die Luft zum Atmen nehmen, gar keine Frage." Die Zeitung werde täglich von drei Millionen Menschen gekauft - man kann sie nicht ignorieren.
Bleibt nur noch abzuwarten, ob nun auch drei Millionen Menschen Westernhagens neues Album kaufen werden - "Williamsburg" erscheint am 23. Oktober 2009.


