Nachdem ich ja offensichtlich der letzte Mensch war, der "Das Leben der Anderen" noch nicht gesehen hatte, konnte ich natürlich nicht vorbeigehen, als es ihn neulich in der Bücherei gab
... jetzt hab ich ihn endlich gesehen und muß ehrlich sagen

ich hätte mir nach all dem Trubel den Film irgendwie außergewöhnlicher vorgestellt

und die Martina Gedeck, so gern ich die sonst mag, fand ich eine krasse Fehlbesetzung, irgendwie

und der Sebastian Koch ist irgendwie auch fad

also wahrscheinlich war ich nicht in guter Verfassung, denn in die ganzen kollektiven Lobeshymnen kann ich irgendwie nicht einfallen.
ABER (großes ABER!): was (bzw. wer) mich dazu bewogen hat, ihn doch unter die *besten* Filme einzureihen, war Ulrich Mühe.

Der Mann hat den ganzen Film von vorne bis Schluß GETRAGEN ... man hätte so gerne hinter dieses unbewegliche Gesicht geschaut und hat trotzdem alles gesehen, was in ihm vorgegangen ist ... und sein kaum sichtbares Lächeln in der Schlußszene, als er das ihm gewidmete Buch aufschlägt
...sehenswert, auf jeden Fall.