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Ich bin jetzt seit 15 Jahren absoluter Herbert-Fan. Mein erstes Konzert mit ihm hab ich 1994 auf der Chaos-Tour erlebt.
Ich weiss noch, als ich vor dem Tod seiner Frau und seines Bruders anderen Leuten erzählte habe, dass ich ein riesen Grönemeyer-Fan bin. Oftmals hörte man, wie hier schon erwähnt die typischen Sprüche wie "Den kann man doch garnicht verstehen" und ähnliches. Wenn jemand so kam, war das Gespräch zum Thema Herbert schnell beendet. Mir hat das nur gezeigt, dass diese Leute sich wohl nicht im geringsten mit seinen Liedern beschäftigt haben. Bestenfalls "Bochum, Alkohol, Vollmond..." kannten sie. Nach dem Tod der beiden wusste jeder wer Herbert Grönemeyer ist. Die Leute redeten positiver über ihn. Größtenteils war es jedoch nur Mitleid. Jetzt, nach Mensch, kann man eigentlich ansprechen wen man möchte, jeder findet Grönemeyer toll oder ganz ok. Mir kommt es irgendwie so vor, als wenn man damals das Gefühl hatte, dass man Herbert nicht toll finden sollte und sich lieber lächerlich über seine Aussprache macht und heute dumm darsteht, wenn man ihn nicht zumindest "ganz ok" findet. Ich weiss nicht, in wiefern die "neuen Fans" wirklich Fans sind oder nur mit der Welle schwimmen. Aber ich denke, dass sehr viele Leute seine Konzerten besucht haben, ohne die guten alten Lieder überhaupt mal gehört zu haben. Das find ich schon schade. Denn auch das macht Herbert aus. So sehr er seiner Art treu bleibt, so verändert er sich von Album zu Album. Ob Bochum, Sprünge, Ö, Luxus, Chaos, Bleibt alles anders, Mensch... Keines ist wie das andere - und das wissen viele 'neue Fans' nicht!
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