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Ich werde im Sommer Physiotherapeutin, d.h. ich werde meinen Abschluß machen. Ich muß sagen, dass ich anfangs bei Schwerkranken auch eher so reagiert habe, so nach dem Motto:Ja, ja das wird schon wieder". Schließlich will man niemanden seiner Hoffnungen berauben. Denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt, wie man so schön sagt...
Inzwischen habe ich gemerkt, dass sich die Menschen dann teilweise nicht ernst genommen fühlen, denn selbst wenn es ihnen niemand sagt, was öfters vor kommt, spüren viele sowieso wie es um sie steht.
Ich denke für viele Kranke oder Trauernde ist es eine Erleichterung offen zu reden. Und wenn derjenige dann in Tränen ausbricht, muß dass ja nicht unbedingt das schlechteste sein. Was da dann ausgelöst wird, ist sowieso schon vorhanden und möchte auch irgendwann mal seinen Ausdruck finden.
Wichtig glaube ich ist, dass derjenige der helfen will, egal ob es sein Beruf ist, oder ob man einem Freund beisteht, für seine eigenen Gefühle dabei offen ist. Und das ist gar nicht so leicht manchmal finde ich.
Ich kann mich der Meinung nur anschließen, wir reden zu wenig über den Tod und über Krankheiten. Mich nervt dass, dass es nichts gewöhnliches hat darüber zu reden.
Wenn man sich an verstorbene erinnert z.B. dann geht es mir so, dass ich meistens zweierlei Reaktionen bekomme:
1. einen Blick mit der Aussage :mei die arme, die ist ja immer noch nicht drüber weg und
2. oh, jetzt muss ich schnell was sagen, denn sie will wohl eine Portion Mittleid haben.
Dabei sind es hauptsächlich die schönen Dinge die in Erinnerung bleiben und die teilt man halt auch mal gerne.
So, ich glaube ich könnt jetzt noch stundenlag zu diesem Thema weiterschreiben, höre jetzt aber glaub ich besser auf, sonst uferts noch aus mit mir hier.
Sonne
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