Gestern durfte ich in München mein erstes Rosenstolz-Konzert miterleben. Es gab einen Steg in der Mitte, ähnlich wie bei Herbert, nur bei weitem nicht so lang. Auch war das Publikum viel kleiner (14.000 Leute) und vom Altersdurchschnitt her subjektiv jünger.
Die Vorband (Panda aus Berlin) war so lange gut, bis ich angefangen habe, die Texte zu verstehen.
Naja, Opener von Rosenstolz war dann "Ich geh in Flammen auf". Die Stimmung war schon ziemlich gut (zumindest ganz vorne am Stegende und drumherum), wurde aber im Laufe des Abends noch viel besser. Teilweise war das Publikum lauter als die Band, vor allem bei "Schlampenfieber". Allerdings muss man auch dazu sagen, dass das Publikum extrem zum Mitmachen und Mitsingen angeregt wurde. Während AnNa eher zum Singen und Gutaussehen da war, hat Peter die Show geschmissen, die Ansagen gemacht und die Leute motiviert. Beide waren sichtlich gut gelaunt. Peter ist als Showmaster einfach klasse. Zum Beispiel bei "Die Zigarette danach": "Du ziehst dich aus" ... Publikum pfeift und schreit ... Peter macht ne künstlerische Pause ... Peter zieht sein Hemd aus ... Publikum kreischt ... Peter fängt von vorne an. Dieses doch eher mittelmäßige Lied wurde durch das Mitwirken vom Publikum und die Showeinlagen doch verdammt gut.
AnNa hat sich im Laufe des Abends zweimal versungen (also so oft wie Herbert in jedem Lied

), hat es aber beide Male sofort gemerkt und neu angefangen. Allerdings hat sie beide Male einfach eine schon gesungene Strophe neu angefangen und nicht gleich alles verpatzt.
Was ich klasse von Rosenstolz finde: Sie haben zwei Stücke von ihrem nächsten Album gespielt (8 Lieder sind übrigens schon fertig) und außerdem alte Hits wieder in die Setliste reingenommen, die eigentlich schon rausgeflogen waren (z. B. "Soubrette werd ich nie" und "Kassengift"). Davon kann sich Herbert mal eine Scheibe abschneiden.
Alles in allem kommt es nicht ganz an Herbert-Konzerte ran, was aber auch daran liegen kann, dass ich keinen von den Leuten da kannte. Aber dafür war Rosenstolz auch billiger, und ich habe es nicht bereut, dafür nach München gefahren zu sein.