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Also ich habs aus meiner tocher ihrem Liederbuch...
Der Mond ist aufgegangen,
die goldnen Sternlein prangen
am himmel hell und klar,
der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget der weisse Nebel wunderbar
Wie ist die Welt so stille
und in der Dämmrung Hülle
so traulich und so hold.
Als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
verschalfen und vergessel solt.
Sehr ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht sehn.
Wir stolzen Menschenkinder
sind eitel arme Sünder
und wissen gar nicht viel,
wir spinnen Luftgespinste
und suchen viele Künste
und kommen weiter von dem Ziel.
Gott lass dein heil uns schauen,
auf nichts Vergänglichs trauen,
nicht Eitelkeit uns freun,
lass uns einfältig werden
und vor dir hier auf Erden
wie Kinder fromm und fröhlich sein.
lg
Birgit
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