Herbert Grönemeyer Forum

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groenlandi 28.10.2004 23:07

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Das Lied vom Meer
Uraltes Wehn vom Meer,
Meerwind bei Nacht:
du kommst zu keinem her;
wenn einer wacht,
so muß er sehn, wie er
dich übersteht:
uraltes Wehn vom Meer
welches weht
nur wie für Ur-Gestein,
lauter Raum
reißend von weit herein...


O wie fühlt dich ein
treibender Feigenbaum
oben im Mondschein.

Rainer Maria Rilke



Laurel 01.11.2004 08:05

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
November

Frag nicht nach Morgen,
denn er bleibt Dir verborgen
Frag nicht was gestern war
Wir ziehen unsere Kreise
auf unserer Reise
wo eben noch Sonne war
Wir ertrinken zu zweit in unseren Worten
Wir ertrinken zu zweit in Einsamkeit

Irgendwann im November
Zu lang - zu weit
Zu viel passiert irgendwann im November

Wir verlieren uns im Regen
auf endlosen Wegen
Warum lässt Du mich im Stich ?
Wir ziehen immer weiter
Denn wir sind Schattenreiter
auf unserem Weg ins Licht

Egal was noch kommt
Egal was Du sagst
Auch wenn Du jetzt schweigst
Ich habe versagt
Denn es ist Juli

Irgendwann im November werden wir uns nicht mehr sehen.

(Juli - November)

SidMcCracken 22.11.2004 22:33

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Sanfte Grüße ;-),

erstmal: WOW. Ich find hier sind echt super Aph...ori...ach: Sprüche, Geschichten und Gedichte angeführt. Ich bin echt begeistert, Respekt!
Wir fallen leider nicht so intelligente oder gänsehautmachende Sachen ein, aber ich hab mal erstmal zwei Sachen, die mich zum Nachdenken gebracht haben:

"90 Prozent der Menschen sind damit zufrieden, jeden Tag demselben sinnlosen Job nachzugehen und sich alle 5 Jahre eine neue Waschmaschine zu kaufen. Aber es gibt mehr im Leben als Waschmaschinen." (Lemmy Kilmister, Motörhead)

"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten: "Wo kämen wir hin" und niemand ginge um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ginge." (Kurt Marti)

so...ach, noch einer ganz spontan:

"Und wer sagt: 'Ich liebe dich, aber...', hat sowieso nichts verstanden." Na, von wem kommt wohl der? ;)

Britta1807 13.12.2004 16:11

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Hab gestern 2 schöne Gedichte von Erich Fried bekommen:

Diese Leere

Wie leer ist es da
wo etwas war
wo w a s war?
Etwas nicht mehr da ist
Und ist es nicht mehr da?
Warum nicht?
und wirklich nicht?
Kann es nicht wieder da sein?
Darf es nicht wieder da sein?
Ist deshalb alles so leer?

Wie groß
muß gewesen sein
was da war
daß alles jetzt
wenn es vielleicht nicht da ist
oder vielleicht
nicht mehr da sein wird
so leer ist
daß Leere in Leere
übergeht
oder untergeht
oder ruht?

Müßte Ruhe
nicht eigentlich anders sein
als das
was leer ist
und doch
kalt ist
obwohl das Leere
nicht kalt sein kann

als das
was leer ist
und doch noch brennt
obwohl das Leere
nicht brennen kann

als das was leer ist
und doch
den Hals zuschnürt
obwohl das Leere
den Hals nicht zuschnüren kann

Was ist es also?

---------------------------------------------------

Aufhebung

Sein Unglück
ausatmen können
tief ausatmen
so daß man wieder
einatmen kann

Und vielleicht auch sein Unglück sagen können
in Worten
in wirklichen Worten
die zusammenhängen
und Sinn haben
und die man selbst noch
verstehen kann
und die vielleicht sogar
irgendwer sonst versteht
oder verstehen könnte
Und weinen können

Das wäre schon
fast wieder
Glück

Glanzstück 22.12.2004 22:05

Ich hab auch ein Schönes :-)
 
enstanden bei einem man "lese und staune" HERBERT Konzert :-))



Augenblick
Dein Konzert ist zu Ende
du stehst am Rand der Bühne
lächelst beseelt in die Menge
alles drängt zum Ausgang
Stimmengewirr
knisternde Luft
Drängeln
Stoßen
über Massen
zwischen Lärm
und Stille
treffen sich unsere Blicke
sekundenlang
siehst du in meine Augen
ich in deine
Unerreichbare Nähe
fremd vertraut
sagt mir dein Blick
du fühlst wie ich
Doch verschwunden
in der Menge
Sekunden später
suche ich nicht nach dir
genieße den Augenblick
der kurzen Liebe auf Distanz
von Lilli Morgenstern

Gummibärchen 25.12.2004 20:12

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
was man nicht so alles im netz findet :lol:


Christkind

Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen,
ich hab's überfahren, es war ein Versehn',
ich hatte gerade die Äuglein zu,
ich träumte beim Fahren in himmlischer Ruh'.
Das Christkindl hat in dieser heiligen Nacht,
Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.

Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann,
er feuerte gerad' seine Rentiere an,
ich überholte den langsamen Wicht,
doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,
ein kurzes Rumsen und er klebte am Manta!

Am Ende sah ich auch Nikolaus,
er stürmte gerad' aus dem Freudenhaus,
er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
wollte am Automaten neue Präser sich kaufen,
mein Auto und mich hatt‘ er wohl nich' gesehn',
jedenfalls blieben nur seine Stiefel stehen.

So ist die Moral von dem Gedicht,
fahr zu schnell Dein Auto nicht!
Denn als ich Zuhaus war, da musste ich heulen,
mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen
Vom Niklas, vom Christkind und vom Santa Claus,
tja, nächstes Jahr Weihnachten,
das fällt dann wohl aus

Danyflower 11.01.2005 16:35

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
"Das Hobellied"

Da streiten sich die Leut' herum
wohl um den Wert des Glücks;
der eine heißt den andern dumm;
am End' weiß keiner nix.
Da ist der allerärmste Mann
dem andern viel zu reich!
Das Schicksal setzt den Hobel an
und hobelt alles gleich.

Die Jugend will halt stets mit G'walt
in allem glücklich sein;
doch wird man nur a bisserl alt,
dann find't man sich schon drein.
Oft zankt mein Weib mit mir, oh Graus!
Das bringt mich nicht in Wut.
Da klopf' ich meinen Hobel aus
und denk: Du brummst mir gut!

Zeigt sich der Tod einst, mit Verlaub,
und zupft mich: Brüderl, kumm!
Da stell' ich mich im Anfang taub
und schau mich gar net um.
Doch sagt er: Lieber Valentin,
mach' keine Umständ', geh!
Da leg' ich meinen Hobel hin
und sag' der Welt Ade!

Ferdinand Raimund / Konradin Kreuzer


Gar nicht so blöd, dieses Lieblingsgedicht eines lieben Menschen, der heute morgen leider verstorben ist... :cry:

Bruno 21.01.2005 12:53

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Es war ein Sonntag, so wie immer
Ne diesmal wars ein bißchen schlimmer
Ich erwachte auf ganz unbequeme Art.
Ich hatt´s wohl grad mit letzter Kraft
hinter die Wohnungstür geschafft
und der Boden wurd mir jetzt langsam zu hart.
Ich wollte mich erheben
um mich in mein Bett zu legen,
denn mein Körper verlangte noch nach Ruh.
Doch als ich grad aufrecht sitze,
seh ich noch ein paar helle Blitze
und dann fiel der schwarze Vorhang wieder zu.


Als ich das zweite mal erwachte
dachte ich nur sachte, sachte.
Große Taten wollen vorbereitet sein.
Und wie ich erst einmal verharrte
und einfach an die Decke starrte
merkte ich plötzlich: Ich war nicht mehr allein.
Neben mir da saß ein Typ,
der sah aus wie ein Polyp
oder ´n Zöllner oder ´n Kartenkontrolleur.
Doch nicht wie einer meiner Leute
und was mich auch nicht grade freute:
das Gesicht, das kannte ich irgendwoher.


Hör mal du Chaot
ich sitz mit Dir im selben Boot
und ich weiß, Du wirst kein Wort von dem verstehen.
Doch hör zu, was ich erzähle:
ich bin ein Teil von Deiner Seele
und ich hab keinen Bock total unterzugehen.


Ich hab mich lange rausgehalten,
ließ Dich schalten, ließ Dich walten
ich dachte mir; Du kommst schon selber in die Spur
doch jetzt muss ich Dir mal stecken:
Das Leben ist kein Zuckerschlecken,
auch nicht für ´n Sonnenschein auf großer Party-Tour
immer lustig, dalli dalli
auf zur nächsten Halli Galli,
immer Angst, dass man mal was verpassen könnt.
Am Glas ´ ne große Nummer
doch ansonsten nur ein dummer
kleiner Spinner, der den Lauf der Zeit verpennt.


Ich hörte das und dacht, ich spinne,
mich täuschen meine Sinne.
Ich hab von so was schon gelesen und gehört
weiße Mäuse, Elefanten
nackte Frauen hätt ich verstanden,
aber nicht so ´n Sheriff, der mich Sonntagmorgens stört.
Ne, beim allerbesten Willen
und 4,0 Promillen
so ´nen Horror dächt ich mir nie aus.
Also ganz neutral
war der Kerl real,
jetzt und hier, leibhaftig und bei mir zuhaus.


Ich sagte: Hör mal zu Du Spießer
Teetrinker, Blumengießer!
Was immer Dein Begehr heut morgen ist,
das ist mir völlig schnurz
also bitte fass Dich kurz
und dann verschwinde so wie Du gekommen bist


Er legte los und eine Stunde
hörte ich die frohe Kunde
was für´ ne riesen Pfeife ich doch sei.
Das war kein Kleckern, das war Klotzen
der hatte richtig was zu motzen,
nicht grad ne nette Sonntagsplauderei.
Werde doch endlich mal solider!
Ich sag: Okay komm morgen wieder!
Vielleicht erfüllt ja Dein Besuch dann seinen Zweck,
doch heut hab ich das nicht drauf
ich mach mir jetzt ne Pulle auf
Er schrie: Halt! Nicht!, und als es zischte war er weg.


Ihr freut Euch sicherlich
über das Happy End - wie ich
doch dafür war es leider noch zu früh.
Denn seit jenem Tage
hockt nach jedem Saufgelage
dieser ekelhafte Typ mir vis-a-vis.
Und ich kriege den Halunken
immer schwerer weggetrunken
ich hoffe nicht, dass der sich ein Zimmer nimmt
Jedenfalls hat sich bis jetzt
noch keiner richtig durchgesetzt,
doch er kommt wieder nächsten Sonntag ganz bestimmt!

GlitzerndesMeer 22.01.2005 00:51

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
I may not always love you
But long as there are stars above you
You never need to doubt it
I'll make you so sure about it

God only knows what I'd be without you

If you should ever leave me
Though life would still go on, believe me
The world could show nothing to me
So what good would living do me

God only knows what I'd be without you
God only knows what I'd be without you

If you should ever leave me
Though life would still go on, believe me
The world could show nothing to me
So what good would living do me

God only knows what I'd be without you.

The Beach Boys, 1969

:( :( :(

Laurel 22.01.2005 16:22

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Zitat:

Zitat von GlitzerndesMeer
I may not always love you
But long as there are stars above you
You never need to doubt it
I'll make you so sure about it

God only knows what I'd be without you

If you should ever leave me
Though life would still go on, believe me
The world could show nothing to me
So what good would living do me

God only knows what I'd be without you
God only knows what I'd be without you

If you should ever leave me
Though life would still go on, believe me
The world could show nothing to me
So what good would living do me

God only knows what I'd be without you.

The Beach Boys, 1969

:( :( :(

Wunderschön und auch traurig. :\')
Danke !

junimond 25.01.2005 11:38

god only knows.......
 
god only knows what i'd be without you.

das lied mag ich auch sehr gern. schön, den text hier zu lesen :-) . mit etwas anderen ohren höre ich den song, seit ich "mein leben ohne mich" gesehen habe. ann singt dies ihrem mann auf band als letzten gruß, weil er sie das so gern singen hörte...
es handelt sich wirklich um einen ganz außergewöhnlichen film, z.t. recht ulkig ("überall, wohin man hinschaut, milli vanilli.") traurig-bezaubernd, berührend..-er hat es jedenfalls in meine lieblingsfilmliste bis ganz nach oben geschafft.

"du weißt nicht, zu wem oder was du betest, aber du betest. du trauerst dem leben, das du nicht mehr erleben wirst, gar nicht nach, weil du dann nämlich schon tot bist ..und tote fühlen nichts-

nicht mal trauer."


http://www.tobis.de/home/files/image...en_140x255.jpg


...es war schön, mit dir zu tanzen.

Easy 26.01.2005 01:26

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Ihr Gesicht, das immer strahlte
drückte Freude aus, man konnte die Wärme spüren.
Ihr Gesicht, das immer strahlte
die Augen, die funkelten.
Ihr Gesicht, das immer strahlte
wie die Sonne, die auf die Erde scheint.
Man mag denken, sie hat immer gute Laune,
nichts könnte sie erschüttern.

Wie leicht man sich irren kann.

Manchmal sitzt sie am Fenster
und schaut in den Regen.
Schaut, wie die Tropfen an den
Grashalmen hinunter laufen.
Manchmal denkt sie,
sie wäre selbst einer dieser Tropfen.
Einfach mal fallen lassen,
ihr Gesicht ist grau, blass.
Es ist nicht so wie draussen,
hier auf der Fensterbank.
Nicht so frei,
sie möchte wieder raus,
in die Sonne ... sie würde so gern.
Sie schläft ein.

Greenland 26.01.2005 07:33

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Roger McGough
Comeclose and Sleepnow

it is afterwards
and you talk on tiptoe
happy to be part
of the darkness
lips becoming limp
a prelude to tiredness.
Comeclose and Sleepnow
for in the morning
when a policeman
disguised as the sun
creeps into the room
and your mother
disguised as birds
calls from the trees
you will put on a dress of guilt
and shoes with broken high ideals
and refusing coffee
run
alltheway
home

Epikureer 31.01.2005 23:21

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Zitat:

Wenn Herr K. einen Menschen liebte


Zitat:

"Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch."
Zitat:

Abschied

Zitat:


"Wenn ein Freund weggeht, muß man die Türe schließen, sonst wird es kalt."

(Bertolt Brecht)

Laurel 01.02.2005 18:07

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Ich hör Dir zu - Kira

Ich hör Dir zu, wie sehr das weißt Du nicht.
Ich hör Dir zu, weil irgendwas an Deiner Stimme mein Herz anspricht.

Ich schau Dich an, wie lang schon weißt Du nicht
Und jede Regung Deiner Miene fällt zurück auf mein Gesicht.

Ich hör Dir zu, ich hör nur Dich.
Zieh Deinen Kreis um mich.

Ich hab mich ganz in Dir gefangen,
mir ist es nie so gut gegangen.

Ich hör Dir zu, ich hör nur Dich
Komm, zieh Deinen Kreis um mich.

Ich bin Dir nah, so nah das glaubst Du nicht.
Ich bin so nah und kann mir nicht vorstellen daß es jemals anders ist.

Du liegst in der Luft und ich atme tief ein.
In der Luft sagt irgendetwas es wird niemals anders sein.

PS: Ich persönlich glaube ja, daß dieses Lied entstanden ist während Kira Herberts Musik gehört hat. :)

groenlandi 05.02.2005 19:16

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Wenn Herr K. einen Mensch liebte sollten wir mal in Literatur durch einen kleinen Videofilm "darstellen". Unsere Gruppe war zu uneins, bezüglich der Darstellung. Wurde also nichts daraus. :-(



I'm sorry (von Monta)

As the rain starts pouring down
You're looking at the ground
Summer dust get's washed away
Lucky you, you've lost it all
Take the big part-go for all
I'm soaked to the bone and could easily call you now
I'm sorry-you got me
It's for you, erase my mind
Save me, catch me just in time
Cracking up is normal for you and me
Keep the secret safe and quiete.
there's a low-i´m on your side
Holding the gold, which is made of paper & stone
I'm sorry-you got me

(wunderschönes Lied)

junimond 16.02.2005 19:45

d.i.s.appear.
 
how to disappear completely

that there
that’s not me
i go
where I please
i walk through walls
i float down the liffey
i'm not here
this isn’t happening
i’m not here
i’m not here

in a little while
i’ll be gone
the moment’s already passed
yeah it’s gone
and i’m not here
this isn’t happening
i’m not here
i’m not here

strobe lights and blown speakers
fireworks and hurricanes
i’m not here
this isn’t happening
i’m not here
i’m not here

(radiohead)


das traurigste toll dieser welt für dieses wundervolle lied !

junimond 21.02.2005 20:59

:-)
 
wissenschaftler haben festgestellt, dass die hummel zu schwer ist und zu kurze flügel hat, um fliegen zu können. die hummel weiß das aber nicht - und fliegt !

:-)

Laurel 27.02.2005 11:30

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Gabriel Garcia Marquez - 13 Zeilen für das Leben

Ich mag Dich nicht, weil Du bist wer Du bist, sondern dafür wer ich bin, wenn ich mit Dir zusammen bin

Keine Person verdient Deine Tränen, und die, die sie verdienen, werden Dich nie zum Weinen bringen

Nur weil Dich jemand nicht so liebt wie Du es Dir wünscht, heißt das nicht, daß er Dich nicht mit ganzer Seele liebt

Ein wahrer Freund ist der, der Deine Hand nimmt, aber Dein Herz berührt

Die schlimmste Art jemanden zu vermissen ist die an seiner Seite zu sitzen und zu wissen, daß er nie zu einem gehören wird

Höre nie auf zu lächeln, auch dann nicht wenn Du sehr traurig bist, denn Du weißt nicht, wer sich vielleicht in Dein Lächeln verliebt

Du kannst für die Welt nur eine Person sein, aber für eine Person die ganze Welt bedeuten

Verbringe Deine Zeit nicht mit jemandem, der sie nicht mit Dir verbringen möchte

Vielleicht möchte Gott, daß Du im Laufe Deines Lebens viele falsche Menschen kennen lernst damit Du, wenn Du die richtigen triffst, sie auch zu schätzen weißt und dankbar für sie bist

Weine nicht, weil es vorbei ist, lache weil es überhaupt passiert ist

Es wird immer Menschen geben, die Dich verletzen, also mußt Du weiter vertrauen und nur in Zukunft vorsichtiger sein, wem Du ein zweites Mal vertraust

Werde ein besserer Mensch und vergewissere Dich zu wissen wer Du bist, bevor Du jemanden kennen lernst und darauf wartest, daß er weiß, wer Du bist

Strenge Dich nicht so an, denn die besten Dinge passieren, wenn Du sie am wenigsten erwartest

Filiala 27.02.2005 11:36

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
oh wie schön! :)
Ich bin ja ein absoluter Fan von G.G.M. :oops:

Easy 06.03.2005 02:02

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Franz Kafka: Kleine Fabel

"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass
ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der
Ferne Mauern sah, aber diese langen

Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort
im Winkel steht die Falle, in die ich laufe." - "Du musst nur die Laufrichtung ändern",
sagte die Katze und fraß sie.

verlorene 21.03.2005 17:52

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
du siehst so hübsch aus, wenn du neben mir liegst.Einblick und ich weiß ich bin die die du liebst .
du schenkst mir mehr als ich dir jemals wiedergeben kann.
halt mcih fest und mach das ich wieder leben kann.
wieder shen kann - ich bin so blind ohne dich
bitte deck mich zu - ich bin wie ein kleines mädchen ohne dich
wie ein kleines mädchen das mit licht einschläft
das licht anlässt, weil sie ohne nicht einschlafen kann
wie kann es sein, du bist ein engel auf erden
ich wollte niemals glauben, dass engel auch sterben:\') :\') :\') :\')

verlorene 21.03.2005 18:01

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
viel zu viel auf dieser welt macht mich zu krank.....

all die ganzen idioten, die meinen alles zu sein

all die idioten, die denken sie wärns!

all die idioten, die denken auf die die schwachen und kaputt vom leben gemacht worden sind, sie meinen echt auf die leute runterschauen zu könne.....

sind doch alles nur schweine!
machen uns von tag zu tag kaputt!
alles is einem!

wieder bin ich in diesem schwarzen dunklen loch,
indem diese schwarze klebrige angst wieder in mir hochkrabbelt un ich an dieser angst zu ertrinken drohe!
warum kommt niemand und hilft mir?
--- weil ich alleine auf dieser kack welt bin! ganz alleine!!!!!!!!!!
irgendwann werde ich morgens nimma aufwachen, weil ich dann an der angst ersticke!
und wer merkt es? niemand! weil ich alleien bin!
GANZ ALLEINE AUF DIESER KACK WELT!!!!!

Easy 23.03.2005 00:47

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Dein Herz schlägt einmal weniger mit jedem Schlag
ThomasD

... mit jedem Atemzug
krieg ich vom Leben nicht genug ...
ThomasD

NIN 23.03.2005 14:04

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
manchmal redest du im schlaf
meistens keine ganzen sätze
einzelne worte oder fetzen
die ich kaum verstehen kann
manchmal verdrehst du deine augen
unter den geschlossenen lidern
machst eine geste dann und wann
die ich nicht erwidern kann

was sich aus deinen träumen
in unser beider tage trägt
hat keinen ort in der erinnerung
nur ein stiller schmerz
bleibt zurück in deinem herz
im ersten licht des morgens

manchmal redest du im schlaf
von noch nie betretenen orten
mit noch unverwandten worten
in mir unbekannten sprachen
wenn wir bei tageslicht aufwachen
und bevor wir ganz aufstehn
redest du manchmal von sachen
von denen ich nicht viel versteh

nur ein stiller schmerz
bleibt zurück in meinem herz

wir reden manchmal wie im schlaf
von noch nie betretenen orten
von einer zeit in ferner zukunft
in einer sprache deren worte
wir noch lange kaum beherrschen
der wir uns blindlings anvertrauen
gegen die regeln der vernunft
reden wir manchmal wie im traum

was sich aus unseren träumen
in jeden unserer tage trägt
hat keinen ort in der erinnerung
nur ein stiller schmerz
bleibt zurück in meinem herz
im ersten licht des morgens

-Alexander- 09.04.2005 17:57

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Zitat:

Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch.
(Bertholt Brecht)

Purple 09.04.2005 18:23

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 

*sich*einschleicht*

Lebenskunst
besteht zu neunzig Prozent
aus der Fähigkeit,
mit Menschen auszukommen,
die man nicht leiden kann.

Samuel Goldwyn

Da mag was dran sein... ich frage mich nur gerade, was sind die anderen 10%?!
:confused:

Laurel 23.04.2005 10:06

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Schlaflied :\')


Hab´ Dich so lang nicht mehr geseh´n
Doch kommt es mir so
Genau so vor, als ob ich es gestern wär,
Als wir jung war´n, groß und stark
Und so verschwor´n.
Wann hat Dein Lotse Dich
Denn bloß verlor´n ?


Ich bin die Burg in Deiner Schlacht,
Ich bin Dein Leuchtturm in der Nacht
Der immer leuchtet, immer sendet...
Der Deine Spur sucht, egal woher,
Durch tiefe Täler bis ´raus auf´s Meer
Und niemals endet, bis er Dich findet...


Ich seh´ Dich an, Du bist so schwach
Und doch:
Irgendwo ist da noch etwas wach.
Die Würde dieser Welt wünsche ich mir
So sehr
Auf Deinem langen Weg zurück zu Dir


Lösche das Feuer, wache vor Deiner Tür
Über die Sterne über Dir und mir.
Und die, Die Du brauchst,
Bring´ ich Dir runter.

Ich teile die Wellen,
Ich bin Dein Visier,
wohin Du auch gehst, bleibst Du doch bei mir
Und ich warte mit Dir, auf das Wunder.


- Lotto King Karl und Melanie Stahlkopf -

sonnenblume11 29.04.2005 04:20

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
hier ein paar Zeilen zum Mai





An den Mai




Komm, lieber Mai, und mache

die Bäume wieder grün
und laß mir an dem Bache
die kleinen Veilchen blühn.
Wie möcht ich doch so gerne
ein Veilchen wieder sehen,
ach, lieber Mai, wie gerne
einmal spazierengehn!


Zwar Wintertage haben
wohl auch der Freuden viel,
man kann im Schnee frisch traben
und treibt manch Abendspiel;
baut Häuserchen von Karten,
spielt Blindekuh und Pfand,
auch gibt´s wohl Schlittenfahrten
aufs liebe, freie Land.

Doch wenn die Vöglein singen
Und wir dann froh und flink
Auf grünem Rasen springen
Das ist ein ander' Ding
D'rum komm und bring vor Allem
uns viele Veilchen mit
Bring auch viel Nachtigallen
Und viele Kuckucks Lied.

(vertont von Mozart und Schumann)
Christian Adolph Overbeck, (* 1775 - † 1821)









Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, daß Gott euch behüt´!
Wer weiß, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Straße, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ´ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing´ ich dazu.

Und find ich keine Herberg´, so lieg´ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh´ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!
Emanuel Geibel (1815-1884).
Melodie: Böhmische Volksweise





Gedichte über den Mai:

-----------------------------------
Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.
Heinrich Heine (1797-1856)





Maiglöckchen und die Blümelein

Maiglöckchen läutet in dem Tal, das klingt so hell und fein,
so kommt zum Reigen allzumal, ihr lieben Blümelein!

Die Blümchen, blau und gelb und weiß; Sie kommen all herbei,
Vergißmeinnicht und Ehrenpreis und Veilchen sind dabei.

Maiglöckchen spielt zum Tanz im Nu und alle tanzen dann.
Der Mond sieht ihnen freundlich zu, hat seine Freude dran.

Den Junker Reif verdroß das sehr, Er kommt ins Tal hinein;
Maiglöckchen spielt zum Tanz nicht mehr. Fort sind die Blümelein.

Doch kaum der Rief das Tal verläßt, da rufet wieder schnell.
Maiglöckchen auf zum Frühlingsfest und leuchtet doppelt hell.

Nun hält's auch mich nicht mehr zu Haus; Maiglöckchen ruft auch mich.
Die Blümchen gehn zum Tanze aus, zum Tanzen geh auch ich!
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)




Süßer Mai


Süßer Mai, du Quell des Lebens,
bist so süßer Blumen voll.
Liebe sucht auch nicht vergebens,
wem sie Kränze winden soll
Clemens Brentano






Der Mai macht alles grün,
Nur meine Hoffnung nicht.
Er macht die Rosen blühn,
Wie euer Angesicht,
Und läßt die Sonne glühn,
Wie euer Freudenlicht.
Der Mai macht alles grün,
Nur meine Hoffnung nicht.
Der Mai macht alles grün,
Auch meiner Kinder Grab.
Mit seinem Thaue sprühn
Die Thränen mir hinab,
Und seine Lüfte mühn
Sich mit den Seufzern ab.
Der Mai macht alles grün,
Auch meiner Kinder Grab
Rückert Friedrich (* 1788- 1866)













Der Mai

Dieser Monat ist ein Kuß,
den der Himmel gibt der Erde,
Daß sie jetzund seine Braut,
künftig eine Mutter werde.
Friedrich von Logau (* 1604 - †1655)








Mailied

Wie herrlich leuchtet
Mir die Natur!
Wie glänzt die Sonne!
Wie lacht die Flur!

Es dringen Blüten
Aus jedem Zweig
Und tausend Stimmen
Aus dem Gesträuch

Und Freud' und Wonne
Aus jeder Brust.
O Erd', o Sonne!
O Glück, o Lust!

O Lieb', o Liebe!
So golden schön,
Wie Morgenwolken
Auf jenen Höhn!

Du segnest herrlich
Das frische Feld,
Im Blütendampfe
Die volle Welt.

O Mädchen, Mädchen,
Wie lieb' ich dich!
Wie blickt dein Auge!
Wie liebst du mich!

So liebt die Lerche
Gesang und Luft,
Und Morgenblumen
Den Himmelsduft,

Wie ich dich liebe
Mit warmem Blut,
Die du mir Jugend
Und Freud' und Mut

Zu neuen Liedern
Und Tänzen gibst.
Sei ewig glücklich,
Wie du mich liebst!
Johann Wolfgang von Goethe (* 1749 - † 1832), deutscher Dichter der Klassik,







Der Mai

im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.
Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh

Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt
Erich Kästner




Mai

Leichte Silberwolken schweben
durch die erst erwärmten Lüfte.
Mild, von Schimmer sanft umgeben
blickt die Sonne durch die Düfte.
Johann Wolfgang von Goethe (* 1749 - † 1832),
deutscher Dichter der Klassik,




Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.
Christian Friedrich Hebbel (1813 - 1863), deutscher Dramatiker





Im Mai sind alle Blätter grün,

im Mai sind alle Kater kühn.
Drum wer ein Herz hat, faßt sich eins,
und wer sich keins faßt, hat auch keins.
Otto Julius Bierbaum (1865 - 1910)





Der Mai lockt ins Frei’.

Volksmund


Der Mai ist der Mozart unter den Monaten.

Unbekannt





Gehen die Eisheiligen ohne Frost vorbei,
singen Bauer und Winzer Juchhei!
Bauernweisheit

Luxus 29.05.2005 16:41

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Geldgeschenke sind phantasielos. Vor allem kleine.
Werner Mitsch, dt. Schriftsetzer, Aphoristiker


Die Finanzminister und die Bankiers haben eines gemeinsam. Sie leben von anderer Leute Geld.
Die Bankiers haben nur die unangenehme Aufgabe es wieder zurückzuzahlen.
Hermann Josef Abs, dt. Bankier

groenlandi 25.07.2005 22:27

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Jealous guy


I was dreaming of the past
And my heart was beating fast
I began to lose control
I began to lose control
I didn´t mean to hurt you
I´m sorry that I made you cry
I didn´t mean to hurt you
I´m just a jealous guy
I was feeling insecure
You might not love me anymore
I was shivering inside
I was shivering inside
I didn´t mean to hurt you
I´m sorry that I made yoy to cry
I didn´t want to hurt you
I´m just a jealous guy
I was trying to catch your eyes
Thought that you were trying to hide
I was swallowing my pain
I was swallowing my pain
I didn´t mean to hurt you
I´m sorry that I made you cry
I didn´t mean to hurt you
I´m just a jealous guy



...sehr schön, dieses Lied mal live zu hören

bella 26.07.2005 10:46

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
...war das nicht John Lennon? Ein wunderschönes Lied, da läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken:oops:

groenlandi 26.07.2005 15:01

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Zitat:

Zitat von bella
...war das nicht John Lennon? Ein wunderschönes Lied, da läuft mir immer noch ein Schauer über den Rücken:oops:


Ja, das hat der geschrieben, aber auch Roxy Music/Bryan Ferry haben dieses Stück recht annehmbar vertont.

Filiala 30.07.2005 19:59

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Eigentlich keine Art

Eigenartig
wie das Wort eigenartig
es fast als fremdartig hinstellt
eine eigene Art zu haben

GlitzerndesMeer 04.08.2005 21:07

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Gesetzt ich verliere dich
und habe dann zu entscheiden
ob ich dich noch ein Mal sehe
und ich weiß:
Das nächste Mal
bringst du mir zehnmal mehr Unglück
und zehnmal weniger Glück

Was würde ich wählen?

Ich wäre sinnlos vor Glück
dich wiederzusehen.
(E.F.)

GlitzerndesMeer 04.08.2005 23:55

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Ich habe dich so lieb
daß ich nicht mehr weiß
ob ich dich so lieb habe
oder ob ich mich fürchte

ob ich mich fürchte zu sehen
was ohne dich
von meinem Leben bliebe

Wozu mich noch waschen
wozu noch gesund werden wollen
wozu noch neugierig sein
wozu noch schreiben

wozu noch helfen wollen
wozu aus den Strähnen von Lügen
und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
ohne dich

Vielleicht doch weil es dich gibt
und weil es noch Menschen
wie dich geben wird
und das auch ohne mich.

(E.F.)

idmud 05.08.2005 20:05

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
@GM

also, erst deine neue signatur und dann noch solche gedichte... mach doch bitte sowas nicht mit mir so ganz ohne vorwarnung... geht direkt in die magengrube :oops: :confused2

Filiala 05.08.2005 21:20

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
also vopn mir aus könnten wir auhc einen eigenen Erich Fried Gedichte-Thread haben.... :oops:
@idmud, jetzt biste ja vorgewarnt, also weiter so gm :) (wenn ich wieder mehr Zeit habe werd ch mich auch wieder mehr in E.F. Gedichten verkriechen....mhm... )

GlitzerndesMeer 05.08.2005 23:28

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
Zitat:

Zitat von idmud
@GM

also, erst deine neue signatur und dann noch solche gedichte... mach doch bitte sowas nicht mit mir so ganz ohne vorwarnung... geht direkt in die magengrube :oops: :confused2

Oje idmud ... aber mir ist zur Zeit so danach ... meine Signatur ist übrigens nicht Fried (auch wenn es danach klingt), aber ich sag lieber nicht, woher der Satz stammt, sonst haut mich die Fili. :´( Lieber noch ein Gedicht. :)

Deinen Briefumschlag
mit den zwei gelben und roten Marken
habe ich eingepflanzt
in den Blumentopf

Ich will ihn
täglich begießen
dann wachsen mir
deine Briefe

Schöne
und traurige Briefe
und Briefe
die nach dir riechen

Ich hätte das
früher tun sollen
nicht erst
so spät im Jahr

Filiala 06.08.2005 11:48

AW: Gedichte, Aphorismen, Geschichten
 
@gm:
  1. danke für das Gedicht :)
  2. hey, ich haue niemanden für seine Signaturen, und schon gar nicht, wenn sie so schön sind. Und ich finde sie auch schön, jetzt wo ich wieß von wem sie ist :) (hab nämlich schon gegrübelt), weil ich den jemanden gar nicht im allgemeinen nicht ausstehen kann, sondern nur für das was er eben gerade tut. (du siehst unsere Meinungen liegen da nicht so weit auseinander...nur würde ich mein letztes Hemd nicht für ihn geben ;) )
  3. außerdem haue ich eine gm sowieso nicht :)


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