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Ich bin ich
sagt man häufig leise öffene ich die Tür zum wartezimmer meiner seele ..und erschrecke --SO VIELE.... ganz langsam fasse ich mich und spreche "Der nächste bitte" |
Ich habe geweint
und alle sahen Lachtränen in meinen Augen weil ich nach Aussenhin lachte ich habe geschwiegen und alle dachten ich habe nicht zu sagen Während es In Mir schrie ... Lachende Fratzen grauenvolle Monster Eisige Hände Ein kranker Verstand verlogene Sicherheit ... Und kinder sterben weiter |
Sorge Dich nicht um das,was kommen mag,
Weine nicht um das,was war.. Aber sorge --DICH Nicht selbst zu verlieren Und weine--wenn Du dahintreibst im Strome der Zeit ..OHNE den Himmel in Dir zu tragen. |
Zitat:
Was ist das Leben? An einem schönen Sommertag um die Mittagszeit war große Stille am Waldrand. Die Vögel hatten ihre Köpfe unter die Flügel gesteckt und alles ruhte. Da streckte der Buchfink sein Köpfchen hervor und fragte: " Was ist eigentlich das Leben?" Alle waren betroffen über diese schwere Frage. Im großen Bogen flog der Buchfink über die weite Wiese und kehrte zu seinem Ast im Schatten des Baumes zurück. Die Heckenrose entfaltete gerade ihre Knospe und schob behutsam ein Blatt ums andere heraus. Sie sprach:" das Leben ist eine Entwicklung." Weniger tief veranlagt war der Schmetterling. Er flog von einer Blume zur anderen, naschte da und dort und sagte:"Das Leben ist lauter Freude und Sonnenschein." Drunten im Gras mühte sich eine Ameise mit einem Strohhalm, zehnmal länger als sie selbst und meinte dazu:" Das Leben ist nichts anderes als Mühsal und Arbeit" Geschäftigt kam eine Biene von einer honighaltigen Blume auf der Wiese zurück und meinte dazu:" Nein, das Leben ist ein Wechsel von Arbeit und Vergnügen" Wo so weise Reden geführt wurden, steckte auch der Maulwurf seinen Kopf aus der Erde und brummte:"Das Leben?, es ist ein Kampf im dunkeln!" Nun hätte es fast Streit gegeben, wenn nicht ein feiner Regen eingesetzt hätte, der sagte:"Das Leben besteht aus Tränen, nichts als Tränen" Dann zog er weiter zum Meer. Dort brandeten die Wogen und warfen sich mit aller Gewalt gegen die Felsen und stöhnten:"Das Leben ist ein stets vergebliches Ringen nach Freiheit." Hoch über ihnen zog majestätisch der Adler seine Kreise. Er frohlockte:" Das Leben, das Leben ist ein Streben nach oben" Nicht weit vom Ufer entfernt stand eine Weide. Sie hatte der Sturm schon zur Seite gebogen. Sie sagte:" das Leben ist ein Sichneigen unter einer höheren Macht" Dann kam die Nacht. Mit lautlosen Flügeln glitt der Uhu über die Wiese den Wald zu und krächzte:"Das Leben heißt: die Gelegenheit nützen wenn andere schlafen" Und schließlich wurde es still in Wald und Wiese. Nach einer Weile kam ein junger Mann des Weges. Er setzte sich müde ins Gras, streckte alle viere von sich und meinte erschöpft vom vielen Trinken und Tanzen:" das Leben ist das ständige Suchen nach Glück und eine lange Kette von Enttäuschungen." Auf einmal stand die Morgenröte in ihrer vollen Pracht auf und sprach:" Wie ich die Morgenröte, der Beginn des neuen Tages bin, so ist das Leben der Anbruch der Ewigkeit" aus die Geschichte vom Korb mit den wunderbaren Sachen [Jürgen Schwarz] |
Zitat:
... :cry: .... |
Wer bin ich?
Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich träte aus meiner Zelle gelassen und heiter und fest wie ein Gutsherr aus seinem Schloß. Wer bin ich? Sie sagen mir oft, ich spräche mit meinen Bewachern frei und freundlich und klar, als hätte ich zu gebieten. Wer bin ich? Sie sagen mir auch, ich trüge die Tage des Unglücks gleichmütig, lächelnd und stolz, wie einer, der Siegen gewohnt ist. Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen? Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß? Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig, ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle, hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen, dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe, zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung, umgetrieben vom Warten auf große Dinge, ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne, müde und zu leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen, matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen? Wer bin ich? Der oder jener? Bin ich denn heute dieser und morgen ein anderer? Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling? Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer, das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg? Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott. Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott! (Dietrich Bonhoeffer in seiner Zelle eines Gestapogefängnisses) |
Ich traue mich ja kaum, hier zu unterbrechen... Sehr schöne Zeilen, TT!
Das Leben ohne Musik ist einfach ein Irrtum, eine Strapaze, ein Exil. ...Es gibt nichts, was mich eigentlich mehr anginge als das Schicksal der Musik. Friedrich Nietzsche ...das kleinste Geschehen entfaltet sich wie ein Schicksal und das Schicksal selbst ist wie ein wunderbares, weites Gewebe, darin jeder Faden von einer unendlich zärtlichen Hand geführt und neben einen anderen gelegt und von hundert anderen gehalten und getragen wird... Rainer Maria Rilke |
@TT, pianofreak
....so wunder...wunderschöne Worte hier... (werd mir einiges abschreiben wenn ich darf...schön) |
L I E B E
Wenn ich die Sprachen aller Menschen spreche und sogar die Sprache der Engel, aber ich habe keine Liebe - dann bin ich doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Trommel. Wenn ich prophetische Eingebungen habe und alle himmlischen Geheimnisse weiß und alle Erkenntnis besitze, wenn ich einen so starken Glauben habe, dass ich Berge versetzen kann, aber ich habe keine Liebe - dann bin ich nichts. Und wenn ich all meinen Besitz verteile und den Tod in den Flammen auf mich nehme, aber ich habe keine Liebe - dann nützt es mir nichts. Die Liebe ist geduldig und gütig. Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt, SIE prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus, SIE sucht nicht den eigenen Vorteil. SIE läßt sich nicht zum Zorn reizen und trägt das Böse nicht nach. SIE ist nicht schadenfroh, wenn anderen Unrecht geschieht, sondern freut sich mit, wenn jemand das Rechte tut. Die Liebe gibt nie jemand auf, in jeder Lage vertraut und hofft SIE für andere; alles erträgt SIE mit großer Geduld. Niemals wird die Liebe vergehen. Prophetische Eingebungen hören einmal auf, das Reden in Sprachen des Geistes verstummt, auch die Erkenntnis wird ein Ende nehmen. ... Auch wenn alles einmal aufhört - Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. |
okay, dann will ich auch mal einige meiner liebsten, gesammelten stücke hier schreiben .... viele werden das hier kennen ...
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Ein Birnbaum in seinem Garten stand, Und kam die goldene Herbsteszeit Und die Birnen leuchteten weit und breit, Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl, Der von Ribbeck sich beide Taschen voll, Und kam in Pantinen ein Junge daher, So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?« Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.« So ging es viel Jahre, bis lobesam Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam. Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit, Wieder lachten die Birnen weit und breit; Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab. Legt mir eine Birne mit ins Grab.« Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus, Trugen von Ribbeck sie hinaus, Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht Sangen »Jesus meine Zuversicht«, Und die Kinder klagten, das Herze schwer: »He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?« So klagten die Kinder. Das war nicht recht - Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht; Der neue freilich, der knausert und spart, Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt. Aber der alte, vorahnend schon Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn, Der wußte genau, was damals er tat, Als um eine Birn' ins Grab er bat, Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus. Und die Jahre gingen wohl auf und ab, Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab, Und in der goldenen Herbsteszeit Leuchtet's wieder weit und breit. Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her, So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?« Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn, Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.« So spendet Segen noch immer die Hand Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland. Theodor Fontane |
und hier noch was zum schmunzeln ... ich hoffe es ist ok, wenn ich es hier poste :wink:
Grad aus dem Wirtshaus Grad aus dem Wirtshaus komm ich heraus, Straße- wie siehst du so wunderlich aus, Linkerhand, Rechterhand alles vertauscht, Straße, ich glaub' du bist ziemlich berauscht. Was für ein schief Gesicht - Mond machst denn Du, Ein Auge hast Du auf, eins hast Du zu, Du scheinst betrunken mir, das merk ich schnell, Schäme Dich, schäme Dich - alter Gesell. Und die Laternen erst, was muß ich sehn, Die können alle nicht grade mehr steh'n, Wackeln und fackeln die Kreuz und die Quer, Die sind geladen allesamt schwer. Alles im Sturme tanzt Großes und Klein, Und Ich mittenmang- nüchtern- allein, Mensch - welch ein Wagnis, bin ich denn verrückt, Da geh' ich doch lieber ins Wirtshaus zurück. |
Das Glück
Es huscht das Glück von Tür zu Tür, Klopft zaghaft an: - wer öffnet mir? Der Frohe lärmt im frohen Kreis Und hört nicht, wie es klopft so leis. Der Trübe seufzt: Ich lass nicht ein, Nur neue Trübsal wird es sein. Der Reiche wähnt, es pocht die Not, Der Kranke bangt, es sei der Tod. Schon will das Glück enteilen sacht; Denn nirgends wird ihm aufgemacht. Der Dümmste öffnet just die Tür - Da lacht das Glück: "Ich bleib bei dir!" (Richard Zoozmann) |
„Lieben heißt DU sagen zu können zu jemanden: lieben heißt aber nicht nur DU sagen können zu einem, sondern auch ein anderes:
JA sagen können zu ihm; also nicht nur den Menschen in seinem Wesen erfassen, in seiner Einmaligkeit und Einzigartigkeit, sondern auch in seinem Wert bejahen. Nicht nur also einen Menschen in seinem So-und-nicht-anders-Sein sehen, sondern zugleich auch mehr als das: sein Seinkönnen – sein Seinsollen mitsehen, das heißt, sehen nicht nur, wie er wirklich ist, sondern auch was alles er werden kann bzw. was er werden soll. Mit anderen Worten, nach einem schönen Wort von Dostojewskijs: Lieben heißt den anderen Menschen so sehen, wie Gott ihn gemeint hat.“ Viktor E. Frankl: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn |
wunderschön, conny022.."lieben heisst den anderen menschen so zu sehn wie gott ihn gemeint hat"..-gelegentlich..nicht übertreiben..;-)..das "gott" könnte man ggf weglassen.."wie er gemeint ist"..denn "wenn es gott nicht gibt, dann bin ich gott" (f.m. dostojewskij) :wink:
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.."lieben heisst den anderen menschen so zu sehn wie gott ihn gemeint hat"..-
genau das hab ich diese tage wieder gefunden. .. weiß gar nicht wo.. (ich steck einfach überall meine nase rein..udn find das hinterher nicht mehr wieder... -sonst hätt ich das hier schon reingeschrieben..wollte das hier reinschreiben).. die zeile sagt nämlich alles in ihrem kern aus, was es überhaupt nur je über liebe zu sagen gäbe. :( übrings:Viktor E. Frankl: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn die bücher von dem mann (jüdischer psychologe und arzt (?) ; erlebte konzentrationslager), verlor -soweit ich mich erinnre- seine frau, ..der er sich innerlich sehr verbunden udn liebend fühlte, ..-eben auch als sie körperlich-räumlich nciht mehr erreichbar war.. udn er erwähnte auch, wie unbedeutend dies auch wurde, als es auf das wesentliche ankam.. ich habe sein buch "trotzdem JA zum leben sagen" gelesen -udn cih kann es einfach nur empfehlen, sich mal die zeit zu nehmen udn das mal zu lesen.. (ist auch eher nicht so dick, taschenbuch udn dürfte auch nciht teuer sein, .. ich habs mal vor ein paar jahren gelesen.. so mit ~17/18 .. udn mcih hats unheimlich beeindruckt ... es geht darum, was menschen unter extrembedingungen (eben KZ-elebnisse) innerlich stark macht... udn -was mir innerlich so besonders gut zu lesen getan hat- warum es in seinen erinnerungen gerade die im sonstigen leben eher traurigen/schwermütigen menschen waren, die seelisch länger überlebten als die lebenshungrigen optimisten in ihrer pseudohülle an lebenssinn.. ... viele grüße von mir, .... |
... :) ...@grenzwertig
Aber vielleicht gibt es ihn ja doch, wer weiß?! :wink: |
Wie das Nike ohne Air,
wie der Teddy ohne Bär, wie die Sonne ohne Stich, ja so wär ich ohne Dich.... |
Schau nach vorn und nicht zurück,
hör nicht auf die bösen Stimmen. Fühlst Du es nicht, das Glück? Versuche den Berg zu erklimmen. Er ist nicht so hoch, wie er erscheint, auch wenn den Gipfel Du nicht siehst. Auf dem Weg wird manche Träne geweint, doch auch Schönes Du daraus ziehst. Gib Dir selber einen Tritt, fange an zu fliegen. Denn durch diesen großen Schritt, am Ende Du kannst vielleicht siegen. |
Land in Sicht
Land in Sicht, singt der Wind in mein Herz. Die lange Reise ist vorbei. Morgenlicht weckt meine Seele auf. Ich lebe wieder und bin frei. Und die Tränen von gestern wird die Sonne trocknen, die Spuren der Verzweiflung wird der Wind verweh'n. Die durstigen Lippen wird der Regen trösten und die längst verlor'n Geglaubten werden von den Toten aufersteh'n. Ich seh die Wälder meiner Sehnsucht, den weiten sonnengelben Strand. Der Himmel leuchtet wie Unendlichkeit, die bösen Träume sind verbannt. (vonTon.Steine.Scherben) |
..schön wärs.
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Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie da sind. Manche Menschen wissen nicht, wie gut es tut, sie nur zu sehen. Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt. Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre nähe ist. Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären. Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind. Sie wüßten es, würden wir es ihnen viel öfter sagen. (Paul Celan) |
Als der Tag begann,
jung und feucht, und der silberne Tau auf allen Blüten glänzte, schenktest du mir dein Lachen, deiner Liebe gabst du meinen Namen, und deine Hände küßten meine Hände. Und als der Mittag kam und die Luft weiß flimmerte und die Sonne sich selbst verbrannte, berührten mich deine heissen Lippen. Deine Haut verschmolz mit meiner Haut, und deine Hände küßten meinen Mund. Und als der Abend fiel und die Tiere auf den Feldern sich fürchteten und brüllten, blickten deine Augen an mir vorbei, traurig und fern. Und deine Hände zitterten auf meinem Leib. In der Nacht aber, als sich deine Hände von meinem Körper lösten und du mich mit deinem Abschied begrubst, da stieg der Fluß über die Ufer, und alle Wasser überfluteten die Erde. Seitdem weint meine Seele Blut unter dem schwarzen Mond. Christiane Schütze |
gesetzt den fall, du kannst nicht schlafen
weil regen klatscht ans fensterglas oder der sturm an türen rüttelt oder du hörst schritte im gras komm dann zu mir, um dich zu wärmen ich mach ein zimmer für dich klar ich werd dich wiegen in meinen armen und dir streicheln übers haar es wird schonmal an dunklen tagen das leben unerträglich schwer zuweilen kann man sich schon fragen ob man lieber nicht geboren wär komm dann zu mir, um dich zu wärmen ich mach ein zimmer für dich klar ich werd dich wiegen in meinen armen und dir streicheln übers haar sag doch nie: ich will nicht mehr leben wem dient es, wenn man einfach geht du hast mir dieses lied gegeben du, die es nur zu gut versteht komm dann zu mir, um dich zu wärmen ich mach ein zimmer für dich klar ich werd dich wiegen in meinen armen und dir streicheln übers haar wenn mein gesang nicht mehr gehört wird weil er kaum einem etwas sagt gesetzt den fall, ich kann nicht schlafen von tausend ängsten dann geplagt komm ich zu dir, um mich zu wärmen mach dann ein zimmer für mich klar wieg mich in deinen armen streichel mir übers haar herman van veen |
die liebe reißt die masken ab, von denen wir fürchten, dass wir ohne sie nicht leben können, und von denen wir wissen, dass wir mit ihnen nicht leben können.
j.baldwin [und daher nun die frage:] wie kannst du leben, wenn du nicht lieben kannst? und wie kannst du leben, w e n n du liebst? |
Was wäre bei mir mit 20, 30 Jahren anders gelaufen,
wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß? Ich hätte erstens mehr gelacht und mir weniger Sorgen gemacht. Ich hätte früher verstanden, dass nicht jeder Verlust endgültig ist und dass manches Verlorene das Aufheben nicht gelohnt hätte. Ich hätte mit mehr Muße den Wechsel der Jahreszeiten beobachtet. Ich wäre mutiger gewesen, im Sinn von beherzt, denn "der wahre Mut", sagt die Schriftstellerin Eudora Welty, "beginnt im Innern". Ich hätte früher verstanden, welche Befriedigung man in den kleinen Dingen des Alltags finden kann: die heiße Tasse Kaffee am Morgen; der Sohn, der mir aus seinem Zimmer "Gute Nacht!" zuruft; der Anblick des rotgetigerten Katers, der in einem Fleckchen Sonnenschein sein Nickerchen macht. Alice Steinbach |
ja sie wüssten es, würden wir es ihnen viel öfter sagen :)
doch.rotgetigerte kater z.b. weiss ich sehr zu schätzen :) und nu mal was bayerisches ;-) : zwischen uns zwoa du schaugst mi o und du sigst was in mir was i ned sein mag i red den ganzen tag nix mit dir aber du verstehst alles was i ned sag wenn ma mia beieinanderliegn dann steht gwiess koa wand zwischn uns zwoa höchstens a spiagl (harald grill) |
und des meeres wegenwiedermal ;-) :
ich möchte leuchtturm sein - in nacht und wind für dorsch und stint, für jedes boot- und bin doch selbst ein schiff in not. (wolfgang borchert) |
Hmmm, also gut... Mal schauen, was mir so einfällt...
There are things in life you can't describe... you can only live them Ich bin kein Dichter, doch es würde eines Dichters bedürfen um auszudrücken was ich für dich empfinde. N. Sparks Mein Leben war voll von Katastrophen, die niemals passiert sind |
Seit ich Musik höre, weiß ich, daß ich unsterblich bin. Wieso? Musik ist die Sprache der Seele. Und die wird man nie müde.
Peter Hille, dt. Dichter Ein Jnani (einer, der Gott kennt) und ein Premikä (einer, der Gott liebt) wanderten durch einen Wald. Plötzlich tauchte ein Tiger auf. Der, der Gott liebt, wollte fliehen, aber der andere hielt ihn zurück: "Ich kenne Gott", sagte er, "und ich weiß, dass er uns beschützen wird!" Da erwiderte der erste: "Ich kenne zwar Gott nicht so gut wie du, aber ich liebe ihn. Deswegen will ich es ihm leichter machen, mir zu helfen." |
In der Brandung ein klarer Stein,
erhoeht, von Gischt umschaeumt und maechtig. Die Wellen umspuelen ihn, schmeicheln und beruehren ihn. Nehmen den Stein in unendlich kleinen Teilchen in sich auf, ohne klein zu machen, was gross an ihm ist. Liebend streckt er sich dem Wasser entgegen, still und ruhig, wenn hoch die Wellen oder brennende Sonne ihn zu ueberspuelen und verbrennen drohen. Gelassen und kraftvoll steht er und erzaehlt die immer gleiche Geschichte von Liebe und Sehnsucht. Sehnsucht nach Versoehnung. Kraft erwachsen aus dem ersten Gestein. Zusammengeschmolzen aus tausend kleinen Sternen und ehern, allem zu trotzen, was sich ihm entgegenstellt. Finde den Stein und tauch dort deine Haende in das Wasser, aus dem du gekommen. Beruehre die Stille. Hoere auf sie. Denn der Stein singt das Lied mit immer gleicher Melodie, das Lied der Liebe. (aus: http://home.t-online.de/home/06387925028/taize.htm ) |
bevor ich sterbe
noch einmal sprechen von der wärme des lebens damit noch einige wissen: es ist nicht warm aber es könnte warm sein bevor ich sterbe noch einmal sprechen von liebe damit noch einige sagen: das gab es das muss es geben noch einmal sprechen vom glück der hoffnung auf glück damit noch einige fragen: was war das wann kommt es wieder? erich fried |
irrtum
wer seine angst anstarrt ohne sich abzuwenden von dem heißt es: "sein mut muss besonders groß sein" aber nicht sein mut muss so groß sein nur die angst die sein auge nicht loslässt erich fried |
wohin?
zur liebe aber die liebe führt zum grübeln zum grübeln? aber das grübeln führt zur trauer zur trauer? aber die trauer führt zum mitleid zum mitleid? aber das mitleid führt zur verzweiflung zur verzweiflung? aber verzweiflung führt zu den fragen zu den fragen? aber die fragen führen zu antworten zu antworten? aber die antworten führen zur auflehnung zur auflehnung? aber die auflehnung führt zum tod also zum tod? aber ohne die auflehnung ohne das mitleid ohne die liebe was wäre das leben? e.f. |
die drei steine
"wie lange kann ich noch leben wenn mir die hoffnung verlorengeht?" frage ich die drei steine der erste stein sagt: "soviel minuten du deinen atem anhalten kannst unter wasser noch soviel jahre" der zweite stein sagt: "ohne hoffnung kannst du noch leben solange du ohne hoffnung noch leben willst" der dritte stein lacht: "das hängt davon ab was du noch leben nennst wenn deine hoffnung tot ist" e.f. |
Zitat:
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träume
träume verweh'n, wenn sie nicht wissen, wo sie schlafen soll'n. und bevor der tag kommt, zieh'n sie mit dem wind davon. die welten dreh'n. wer von uns weiß, wer seine freunde sind? wenn ein neuer tag kommt, seh'n wir alle anders aus. die zeit vergeht, und so viel bleibt im straßenstaub, wird uns fremd wie ein bild von daheim. alles längst verschwunden, alles überwunden, und doch war da viel mehr als ein spiel. träume erfrier'n, wenn niemand da ist, der sie träumen will. und bevor der tag kommt, sind sie mit der nacht davon. jetzt steh'n wir hier. wer von uns weiß, welchen weg er geht? wenn ein neuer tag kommt, ist nichts, wie es einmal war. rio reiser. |
hat er also recht behalten, fragt sie sich, wenn er immer sagte: heutzutage ist liebe nicht möglich. keine freundschaft, keine hoffnung auf erfüllung. lächerlich, gegen die kräfte anzugehen, die zwischen uns und unseren wünschen stehen. ihre allmacht können wir uns nicht einmal vorstellen. gelingt uns die liebe trotzdem, dir und mir, dann müssen wir ganz stillhalten. dann müssen wir immer an das trotzdem denken. das schicksal ist neidisch.
[...] du kennst das leben nicht. aber er kannte es, meinte er. er wusste, dass man eine schutzfarbe annehmen musste, um nicht erkannt und vernichtet zu werden. er wusste es, und das machte ihn einsam, auch hochmütig. manchmal bitter. ich dagegen hab nie angst gehabt, mich selbst zu verlieren. ~ __ ~ __ ~ __ ~ (sie spricht von einer ungünstigen zeit, in die sie hineingeboren worden sind. ist sicher auch dieser gedanke an ein "ungünstiges land".. frag mich, ob diese zeit soviel günstiger ist, dieses land. ihr euch auch?) noch teilen die beiden denselben himmel..- ungeteilt. (mich bedrückt, dass in den schönsten beschreibungen ihrer zweisamkeit der verlust so spürbar ist, erschreckend spürbar. dass es nicht von dauer ist..- man kann sich daran,..(auch an diesen wundervollen worten, die sie findet) einfach nicht erfreuen..~ |
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silentium schweige, verbirg dich und halte deine gefühle und träume geheim, lass sie in der tiefe deiner seele, lautlos auf- und untergehen wie sterne in der nacht; erfreue dich an ihnen -und schweige. wie soll das herz sich offenbaren ? wie soll ein anderer dich verstehen ? begreift er, wodurch du lebst ? ein ausgesprochener gedanke ist eine lüge.wenn du die quellen aufwühlst, trübst du sie; zehre von ihnen - und schweige. verstehe, nur in dir selbst zu leben:es gibt in deiner seele eine ganze welt geheimnisvoll-zauberhafter gedanken; sie betäubt der äussere lärm, die strahlen des tagesd vertreiben sie; lausche ihrem gesang - und schweige ! ... (r. pollach - deutsche fassung) -------------------------------------------------------------------------------------------------------- maritim wieder: :wink: möwen ich weiss nicht, wo die möwen die nester haben. ich bin wie sie, ewig im flug. das leben streife ich wie sie. das wasser, die nahrung zu greifen. und wie sie, vielleicht, liebe ich die ruhe, die meerene ruhe, aber mein schicksal ist leben taumelnd im sturm. (vincenzo cardelli) -------------------------------------------------------------------------------------------------------- frage eines lesenden arbeiters wer baute das siebentorige theben ? in den büchern stehen die namen von königen. haben die könige die felsbrocken herbeigeschleppt ? und das mehrmals zerstörte babylon- wer baute es so viele male auf ? in welchen häusern des goldstrahlenden lima wohnten die bauleute ? wohin gingen an dem abend, wo die chinesische mauer fertig war, die maurer ? das grosse rom ist voll von triumphbögen.wer errichtete sie ? über wen triumphierten die cäsaren? hatte das vielbesungene byzanz nur paläste für seine bewohner? selbst in dem sagenhaften atlantis brüllten in der nacht, wo das meer es verschlang, die ersaufenden nach ihren sklaven. der junge alexander eroberte indien.er allein? cäsar schlug die gallier. hatte er nicht wenigstens einen koch bei sich ? philipp von spanien weinte, als seine flotte untergegangen war. weinte sonst niemand ?`friedrich der zweite siegte im siebenjährigen krieg. wer siegte ausser ihm ? jede seite ein sieg.wer kochte den siegesschmaus? alle zehn jahre ein grosser mann. wer bezahlte die spesen? so viele berichte. so viele fragen. (brecht) ..und noch paar fragen hat er vergessen.. :wink: ..typisch.. |
Gib Dir selber einen Tritt,
fange an zu fliegen. Denn durch diesen großen Schritt, am Ende Du kannst vielleicht siegen. @Luxus, wie wahr, wenn es nur auch immer so einfach wäre, wie es klingt...wir sind alle Engel mit einem Flügel, wir müssen uns umarmen, um fliegen zu können |
How can I keep stability on such shaky grounds?
Ist zwar englisch, aber ich übersetze bei Bedarf gerne. Ist schon komisch, wenn man merkt, das einem langsam alles über den Kopf wächst. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:11 Uhr. |
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