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seht ihr den mond da stehen, er ist nur halb zu sehn, und ist doch rund und schön, so sind wohl MANCHE sachen, die wir GETROST verlachen, weil unsere augen sie nicht sehn. ... ..kalt ist der abendhauch...und lass uns ruhig schlafen, UND unsern kranken nachbarn auch, und unsern kranken nachbarn auch. zu schön. |
hab heute "was schönes" gehört:
In der Kindheit frühen Tagen Hört ich oft von Engeln sagen, Die des Himmels hehre Wonne Tauschen mit der Erdensonne, Daß, wo bang ein Herz in Sorgen Schmachtet vor der Welt verborgen, Daß, wo still es will verbluten, Und vergehn in Tränenfluten, Daß, wo brünstig sein Gebet Einzig um Erlösung fleht, Da der Engel niederschwebt, Und es sanft gen Himmel hebt. Ja, es stieg auch mir ein Engel nieder, Und auf leuchtendem Gefieder Führt er, ferne jedem Schmerz, Meinen Geist nun himmelwärts |
Life can only be understood backwards, but must be lived forwards.
Soren Kierkegaard |
Ich ging zu einer Party, Mami, und dachte an Deine Worte. Du hattest mich gebeten,
nicht zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol. Ich fühlte mich ganz stolz, Mami, genauso, wie Du es vorhergesagt hattest. Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mami, auch wenn die anderen sich mokierten. Ich weiß, dass es richtig war, Mami, und dass Du immer recht hast. Die Party geht langsam zu Ende, Mami, und alle fahren weg.Als ich in mein Auto stieg, Mami, wusste ich, dass ich heil nach Hause kommen würde: aufgrund Deiner Erziehung - so verantwortungsvoll und fein. Ich fuhr langsam an, Mami, und bog in die Strasse ein. Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht. Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mami, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken. Und nun bin ich diejenige, die dafür büßen muss. Ich liege hier im Sterben, Mami, ach bitte, komm' doch schnell. Wie konnte mir das passieren? Mein Leben zerplatzt wie ein Luftballon. Ringsherum ist alles voll Blut, Mami, das meiste ist von mir. Ich höre den Arzt sagen, Mami, dass es keine Hilfe mehr für mich gibt. Ich wollte Dir nur sagen, Mami, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken. Es waren die anderen, Mami, die haben einfach nicht nachgedacht. Er war wahrscheinlich auf der gleichen Party wie ich, Mami. Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben. Warum trinken die Menschen, Mami? Es kann das ganze Leben ruinieren. Ich habe jetzt starke Schmerzen, wie Messerstiche so scharf. Der Mann, der mich angefahren hat, Mami, läuft herum,und ich liege hier im Sterben. Er guckt nur dumm.Sag' meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mami. Und Papi soll tapfer sein. Und wenn ich dann im Himmel bin, Mami, schreibt "Papis Mädchen" auf meinen Grabstein. Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mami, nicht trinken und dann fahren. Wenn man ihm das gesagt hätte, Mami, würde ich noch leben. Mein Atem wird kürzer, Mami, ich habe große Angst. Bitte, weine nicht um mich, Mami. Du warst immer da, wenn ich Dich brauchte. Ich habe nur noch eine letzte Frage, Mami, bevor ich von hier fortgehe: Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich diejenige, die sterben muss? |
Sachliche Romanze
Als sie einander acht Jahre kannten (und man darf sagen sie kannten sich gut), kam ihre Liebe plötzlich abhanden. Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, und sahen sich an und wussten nicht weiter. Da weinte sie schliesslich. Und er stand dabei. Vom Fenster aus konnte man Schiffen winken. Er sagt, es wäre schon Viertel nach vier und Zeit, irgendwo Kaffee zu trinken. Nebenan übte ein Mensch Klavier. Sie gingen ins kleinste Café am Ort und rührten in ihren Tassen. Am Abend sassen sie immer noch dort. Sie sassen allein, und sie sprachen kein Wort und konnten es einfach nicht fassen. Erich Kästner Wenn ich dieses Gedicht lese, kommen immer wieder böse Erinnerungen durch. Wie oft habe ich das schon durchlebt........... Purple Schulz hat dieses Gedicht als Basis für "Vorbei" verwendet, ein schöner sentimentaler Song. |
Oh, Stine. Jetzt, wo ich das gelesen habe, kommt mir das alles wieder sehr bekannt vor. Ich glaube, darüber hab ich mal vier Stunden mit nem Lehrer gesprochen.
Bunt ist das Dasein und granatenstark. - Volle Kanne, Hoschis!!! |
das meer
es liegt da wie a see, wie a riesiger spiegel, und bewegt sich kaum merklich, aber ganz still stehts nie, es kennt tausend geschichten aus jahrmillionen, und die will i erfahrn, i weiss noch ned wie. und es glitzert und funkelt ganz sanft zu mir her, i sitz stundenlang da und starr auf s tiefblaue meer, i kann drin schwimmen, drauf segeln, hab aber immer das gfühl, dass es plötzlich mit mir machen könnt was es will.was mir dabei auch g schieht, bleibt für s meer nur a spiel, völlig egal. nur a paar stunden später kanns brodeln und kochen, tausend salzige zungen lecken drohend an land, nagn die stein aus den klippen und a grössere welle, dreht a schiff um, versenkts wia a riesige hand und was es einmal sich g holt hat, gibt s nur selten mehr her, i sitz stundenlang da und starr auf s tobende meer, i weiss ihm is es wurscht, was i denk, was i spür, wir sind a ungleiches paar, weil nur i kann verliern, und es bleibt trotzdem immer die gleiche sehnsuicht in mir, kann nix machen. wie i noch lang ned geborn war, wenn i schon lang ned mehr leb, spielt der wind mit den wellen, es wir ihm niemals zu blöd.und wenn wir wirklich alls hinmachen auf dieser welt-spielt keine rolle. all glühende liebesschwüre draussen am ufer, und die blutigsten schlachten, wo keiner wen schont.alles leben und sterben nimmts genauso gelassen, wie das tägliche gastspiel von der sonn und vom mond.und kein gott kann was ändern, s wogt hin und her, in sein uralten rhythmus, das ewige meer. (gert steinbäcker) |
knotiges stadtgetöse
zuviele böse am tag vorbeigelocht hitze mitgekocht welt genervt meerliche wogen abwärts gezogen benetzt aufgetaucht atem eingehaucht welt vergessen rücken gewählt wolken gezählt blaues daneben von blauem umgeben welt verlacht sterne erwartet firmament ver-arte-t glitterfunken für augen die zu schwarz sehr taugen welt geschrumpft nebel fortgefröstelt taugras genestelt morgenrot geküsst glutscheibe begrüsst welt geduldet. |
Zitat:
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dass man mit 21 noch was zum kinder :wink: tag bekommt.. 8) ..."nichts als gespenster"..judith hermann. trifft schon mit ihrer ersten geschichte mal wieder meine (grund)stimmung. will man gar nicht aus der hand legen. ihr stil, ihre art zu schreiben gefällt mir..
"..als wir noch zusammen gewohnt haben, hatten wir die angewohnheit, uns kleine briefe zu schreiben, wenn wir getrennt voneinander kamen oder gingen. wann immer ich ohne ruth nach hause kam, lag, wenn sie schon schlief, ein zettel mit einem gruß auf dem küchentisch, eine kurze, zärtliche nachricht, mal mehr, mal weniger worte, ruth vergaß es nie. heute habe ich einen dieser briefe wiedergefunden, ein lesezeichen in einem buch, ein wenig zerknittert, zusammengefaltet, ruths schön geschwungene schrift, "liebe, geht es dir gut? ich hatte einen langen tag und gehe jetzt schlafen - 22 uhr -, meine füße sind völlig zerschunden von den gottverdammten neuen schuhen. ich habe eingekauft, obst und milch und wein, mehr geld war nicht da. a. hat angerufen und gefragt, wo du wärst, und ich habe gesagt, die ist draußen und sucht mal wieder unter jedem pflasterstein nach einer botschaft, hätte ich das nicht sagen sollen? gute nacht und bis morgen, ich küsse dich, r." ..." ein verlust :( . immer noch. frag mich, wann das mal endet. bin oft nicht viel mehr als ein gespenst. fühl mich leblos und durchsichtig..und u n sichtbar. das prinzip KEIN VERLUST will nicht greifen. aber auch das gelingt mir noch :wink: .. :( ! |
so ehrlich kann ein mensch gar nicht sein, dass er sich nicht selbst belügt.
r.s. nichts als gespenster..als gespenster... |
Wenn ich mein Leben noch einmal leben dürfte, würde ich viel mehr Fehler machen.
Ich würde entspannen. Ich würde viel verrückter sein als in diesem Leben. Ich wüßte nur wenige Dinge, die ich wirklich sehr ernst nehmen würde. Ich würde mehr Risiko eingehen. Ich würde mehr reisen. Ich würde mehr Berge besteigen, mehr Flüsse durchschwimmen und mehr Sonnenuntergänge betrachten. Ich würde mehr Eis und weniger Salat essen. Ich hätte mehr echte Probleme und weniger eingebildete. Ich bin einer dieser Menschen, die immer vorausschauend und vernünftig leben, Stunde um Stunde, Tag für Tag. O ja, es gab schöne Momente, und wenn ich noch einmal leben dürfte, hätte ich mehr davon. Ich würde eigentlich nur noch welche haben. Nur schöne, einen nach dem anderen. Wenn ich mein Leben noch einmal leben dürfte, würde ich bei den ersten Frühlingsstrahlen barfuß gehen und vor dem Spätherbst nicht mehr aufhören. Ich würde vieles einfach schwänzen. Ich würde mehr Achterbahn fahren. Ich würde öfter in der Sonne liegen. ---- :wink: :) |
wann, wenn nicht jetzt?
wo, wenn nicht hier? wie, wenn o h n e liebe? wer, wenn nicht wir? |
Ausspruch vom Dalai Lama: Der Zweck unseres Lebens ist es, glücklich zu sein und auf das Glück zu hoffen.
(Wenn das mal immer so einfach wäre.) _______________________ gib mir mein Herz zurück, bevor es auseinanderbricht |
@junimond: freut mich, das meer lässt mich nicht los derzeit ;-)..hier kommts glaub ich auch irgendwo vor ;-):
leg nicht auf ich kann zuhör`n, bis die balken sich biegen, und die nacht vor müdigkeit, aus dem zifferblatt kippt, denn ich mag dich, und ich will bei dir liegen, doch für dich bin ich der mann, der nur schnee für dich schippt ich versteh dich, und ich könnt es dir beweisen, gib mir wenigstens die chance, deine schulter zu sein, was verlangst du, wir könnten gleich verreisen, und ich trag mich im hotel, als dein leibwächter ein leg nicht auf, hör mir zu, ich bin ganz genauso klein wie du, diese stelle die dir immer wehtut kenn ich gut, leg nicht auf, lass dir zeit, und ich schenk dir eine ewigkeit, glück gibts nicht im sommerschlussverkauf, leg nicht auf du bist einsam, dein mund ist schmal wie klingen, alle menschen sind allein, wenn ihr wunsch nicht mehr schlägt, ich hab sehnsucht, ich möchte für dich singen, dein verschwiegner fährmann sein, und das meer das dich trägt leg nicht auf, hab mich lieb, was du brauchst ist dieser tagedieb, ich will hören wenn du aufwachst dass du leise lachst, leg nicht auf, sei gescheit, wir verschwinden aus der dunkelheit, uns bleibt immer noch der hoffnungslauf, leg nicht auf leg nicht auf, hör mir zu, ich bin ganz genauso klein wie du, diese stelle die dir immer wehtut kenn ich gut, leg nicht uaf, lass dir zeit, und ich leih dir eine ewigkeit, glück gibts nicht im sommerschlussverkauf, leg nicht auf. (hrk) nur mal so: ich würd nicht auflegen 8) ..also, jungs.. :P |
kadaverstern
für euch bin ich gestorben, und muss in jedem käfig wieder auferstehn, mein auge hat geleuchtet, und keiner hat in den moment hineingesehn, für euch bin ich gestorben, ganz langsam, doch der schornstein hat nur kurz geraucht, kein mond um dran zu heulen, ich hab nur nackte neonröhren angefaucht für mich ist täglich treblinka, soweto und my lai, für mich ist täglich golgatha, und nie der krieg vorbei für euch bin ich gestorben, damit ihr euer krankes leben überlebt, wie könnt ihr bloss ertragen, dass ihr mir von geburt an keine chance gebt, für euch bin ich gestorben, und über euch hängt immer dieser brandgeruch, ihr nennt das weltgeschichte, ihr seid bis heute selber nur ein tierversuch jetzt schnapp ich nach dem abfall vom reichen tisch des herrn, da irgendwo weit oben, auf dem kadaverstern (hrk) |
schon gut, das ist der letzte (für heut :wink: ):
ein VERSTÄNDLICHER text ? in der sprache die sie verstehn sie schliessen ihre blutsaugerbanken, sie riegeln unsre seehäfen ab, sie wissen was der mensch zum leben braucht, wird genausoschnell wie zukunft knapp sie gehen in der nacht ausser landes, die koffer voll mit unserem geld, ihre freunde drucken lügen doch sie wissen sie sind diebe, in den augen der ganzen welt sie trainieren ihre hungrigsten truppen, an der grenze von hon-du-ras, kein tag frei und keine frauen dazu jede nacht alarm, sie pumpen jeden mann voll hass, die mörder unserer wehrlosen kinder, sind von ihnen in dollar bezahlt, unser wehrloser sieg wird an den börsen des bluts, in den düstersten farben gemahlt wie lange wolln wir noch warten, wie weit sie wirklich gehn, reden wir endlich in der einzigen sprache, mit ihnen die sie verstehn wenn wirs wagen einen bischof zu fraagen, ob die kirche nur am sonntag spielt, sind wir moskaus rote knechte jeder schritt von uns ein stich, in das herz der freien welt gezielt wie lange wolln wir noch warten, kein wunder wird geschehn, der tod ist für immer, doch der tod ist nicht schlimmer, als ihren sieg zu sehn wie lange wollt wir noch warten, wie weit sie wirklich gehn, reden wir endlich in der einzigen sprache, in der sprache die sie verstehn, in der sprache die sie verstehn (hrk) |
Ja, ich bin ein Träumer,
denn nur Träumer finden ihren Weg durch´s Mondlicht und erleben die Morgendämmerung bevor die Welt erwacht Oscar Wilde Welche Wunde ist je schneller als nach und geheilt? Shakespeare Den eig´nen Tod den stirbt man nur, mit dem der anderen muß man leben ??? Se trovi un amico, trovi un tesoro (ital. Sprichwort) (Wer einen Freund findet, findet einen Schatz....oder so in etwa) Zufall ist ein Wort ohne Wort ohne Sinn, nichts kann ohne Ursache existieren (Voltaire) :!: Find ich ne klasse Idee, das Thema, bitte meeeehr! LG lila |
Die einzige Frage, die ich in meinem 30jährigem Studium über die Frauen nicht beantworten konnte: Was will die Frau eigentlich?
Siggi Freud |
(zu der momentanen gleichgültigkeitsstimmung) mal was auf englisch:
I will light the match this mornin' so I won't be alone Watch as she lies silent for soon light will be gone Oh I will stand arms outstretched pretend I'm free to roam Oh I will make my way through one more day in..hell.... How much difference does it make How much difference does it make yeah... I will hold the candle till it burns up my arm Oh I'll keep takin' punches until their will grows tired Oh I will stare the sun down until my eyes go blind Hey, I won't change direction, and I won't change my mind How much difference does it make Mmm, how much difference does it make..how much difference... I'll swallow poison, until I grow immune I will scream my lungs out till it fills this room How much difference How much difference does it make |
Ich glaube an alles, nichts ist heilig-
Ich glaube an nichts, alles ist heilig. |
am abend wird man klug
für den vergangnen tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag (f. rückert) auffallend richtig :wink: |
zur "kunst"..
kunst ist, wenn mans nicht kann denn, wenn mans kann is es keine kunst mehr ;) |
Was es ist
Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist, was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe Erich Fried |
Schaaaaade, das ich's erst so spät bemerkt hab...
HIer mein Senf dazu :shock: Einsamkeit ist es worin wir uns innerlich am meisten gleichen, trotzdem sind wir getrennt durch das, was uns eint! Du siehst die leuchtende Sternschnuppe nur dann, wenn sie vergeht! Lang blickte ich dem Enel hinterher, der lächelte, strahlte und verlosch, um allein zu wandeln in Einsamkeit. Nie mehr Engel zu sehen, sei ich verdammt, rief der Lichtstrahl meiner Vernunft! Nimm Dir Zeit zum Träumen - sie bringt dich den Sternen näher! "Lohnt sich das?" fragte der Kopf. "Nein!!!", sagte das Herz, "aber es tut gut!" Man sollte nie um etwas kämpfen, das nur als Geschenk wirklichen Wert hat! Hach ja...das reicht erstmal für jetz....hab noch viel mehr davon... LG Conny :) |
Nur in dem Gestirn der Freundschaft
wird die Erde neu entstehn' laß im Dunkel ihrer Feindschaft wieder, Mensch, dein Antlitz sehn' steigt Ihr Völker aus der Blöße wieder auf zur Menschlichkeit in dem Anblick eurer Größe rettet die verlorene Zeit (ich hoffe, es ist richtig wiedergegeben, habe es nirgendwo schriftlich stehen und ich weiß auch nicht, woher es kommt - ich finde es einfach nur schön!= |
Nachahmung ist die aufrichtigste Form der Schmeichelei.
Charles Caleb Colton Unter den Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale. Pablo Picasso Man braucht zwei Jahre, um sprechen zu lernen, und fünfzig, um schweigen zu lernen. Ernest Hemingway, amerikanischer Schriftsteller, 1899-1961 Mangel an Verschwiegenheit entsteht meistens aus Mangel an Redestoff. Jean Paul, deutscher Autor, 1763-1825 Eine gute Rede soll das Thema erschöpfen, nicht die Zuhörer. Winston Churchill, englischer Politiker, 1874-1965 Die Unwahrheiten sind oft nicht in dem, was man sagt, sondern in dem, was man nicht sagt. Ludwig Marcuse, deutscher Philosoph |
"willst du wissen", sagte miroslav jetzt und seine stimme klang erstaunlich klar, "willst du eigentlich wissen, was traurig heißt auf tschechisch?" "ja", sagte ich "natürlich will ich das wissen." "nun", sagte miroslav und er bewegte sich kein stück dabei, trotzdem schien sich der abstand zwischen uns zu verringern, "smutna heißt das. smutna, das heißt traurig."
j.h. mir gefallen nicht alle geschichten dieses mal. "sommerhaus, später" / "nichts als gespenster" - auch wenn die erzählung selbst nichts wirklich mit meinen gedanken zu tun hat, viele der anderen doch, die menschen darin - nichts als...! zweimal über grönland gestolpert, lieber wäre mir gewesen: durch. aber es sollte nicht sein. nur das nordlicht am schluss. und smutna heißt noch (und für) immer traurig auf tschechisch. |
Naja, für meine kleine Maus....
Wie das Nike ohne Air, wie der Teddy ohne Bär, wie die Sonne ohne Stich, ja so wär ich ohne dich.... Ich hab dich so furchtbar lieb.... |
die wirklichkeit eines anderen menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.
k.g. ..sondern vielmehr auf das, was er verschweigt. |
Diese Seite ist einfach wundervoll !! Ich würde am liebsten gar nicht mehr aufhören mit lesen. :D
" Wenn wir uns geben, wie wir sind, gewinnen wir mehr als mit dem Versuch zu scheinen, was wir nicht sind." Francois de La Rochefoucauld " Der größte Fehler im Leben ist, daß man ständig fürchtet, Fehler zu machen." Elbert Hubbard " Freiheit besteht vor allem darin, das zu tun, was man nach seinem Gewissen tun soll. " Albert Schweizer " Das Leben ist bezaubernd, man muß es nur durch die richtige Brille sehen." Alexandre Dumas d. J. " Wer dein Schweigen nicht versteht, versteht auch deine Worte nicht. " Elbert Hubbard " Es gibt keinen Ersatz für das Leben. Lieber jung sterben als nur um das Leben herumschnüffeln." Arthur Rubinstein " Keine Pflicht wird so vernachlässigt wie die Pflicht, glücklich zu sein." Robert Louis Stevenson Ich wünsch Euch noch allen einen schönen Abend und eine gute Nacht. |
Hallo Ihr Lieben,
hab soeben diese Seiten gefunden, ist richtig schön hier zu lesen, das Ihr alle nicht genug bekommt hier von mir noch einige: Viel Spaß beim lesen und nachdenken -------------------------------------------------------------------------------------------- Ein Gedicht Ein Lächeln Es kostet nichts und bringt viel ein. Es bereichert den Empfänger, ohne den Geber ärmer zu machen. Es ist kurz wie ein Blitz, aber die Erinnerung daran ist oft unvergänglich. Keiner ist so reich, daß er darauf verzichten könnte, und keiner ist so arm, daß er es sich nicht leisten könnte. Es bringt Glück ins Heim, schafft guten Willen im Geschäft und ist das Kennzeichen der Freundschaft. Es bedeutet für den Müden Erholung, für den Mutlosen Ermunterung, für den Traurigen Aufheiterung und ist das beste Mittel gegen Ärger. Man kann es weder kaufen, noch erbitten, noch leihen oder stehlen, denn es bekommt erst dann einen Wert, wenn es von Herzen kommen - und – wenn es verschenkt wird. ------------------------------------------------------------------------------------------------------ noch weitere Himmel und Erde vereinigen sich wenn Du erkennst. Alle Dinge sind in Deinem Herzen Nimm dir Zeit Nimm dir Zeit zum Arbeiten es ist der Preis des Erfolges. Nimm dir Zeit zum Denken es ist die Quelle der Kraft. Nimm dir Zeit zum Spielen es ist das Geheimnis ewiger Jugend. Nimm dir Zeit zum Lesen es ist der Brunnen der Weisheit. Nimm dir Zeit, freundlich zu sein es ist der Weg zum Glück. Nimm dir Zeit zum Träumen es bringt dich den Sternen näher. Nimm dir Zeit zum Lieben und geliebt zu werden es ist das Privileg der Götter. Nimm dir Zeit, dich umzuschauen der Tag ist zu kurz um selbstsüchtig zu sein Nimm dir Zeit zum Lachen es ist die Musik der Seele altes irische Sprichwort Jeder Kirschblüte ist eine Verbindung zwischen Himmel und Erde. Chin. Sprichwort Mit einem Herz voll Sonnenschein lachend in den Tag hinein, mit Freude an den kleinen Dingen wird Dir das Leben stets gelingen. Genieße die Stunden, sei pfiffig und schlau, gelassen und schmunzelnd mach´ einfach mal blau! Das Lächeln ist das Kleingeld des Glücks. von Heinz Rühmann Text von H. Kruppa: Gib gut auf deine Träume acht, ohne sie bist du verraten und verkauft. Gib ihnen nur das Beste, lies ihnen jeden Wunsch von den Augen ab - und laß sie niemals warten. Halt warme Kleidung stets für sie bereit, wenn sie spazieren wollen in der Weltgeschichte, in der es für sie, selbst im Hochsommer, oftmals schneit. Gib gut auf deine Träume acht, sonst fliegen sie davon. Und mit ihnen deine Flügel. |
hier noch einpaar märchen
alle von den gebrüder grimm Das blaue Licht Es war einmal ein Soldat, der hatte dem König lange Jahre treu gedient: als aber der Krieg zu Ende war und der Soldat, der vielen Wunden wegen, die er empfangen hatte, nicht weiter dienen konnte, sprach der König zu ihm 'du kannst heim gehen, ich brauche dich nicht mehr: Geld bekommst du weiter nicht, denn Lohn erhält nur der, welcher mir Dienste dafür leistet.' Da wußte der Soldat nicht, womit er sein Leben fristen sollte: ging voll Sorgen fort und ging den ganzen Tag, bis er abends in einen Wald kam. Als die Finsternis einbrach, sah er ein Licht, dem näherte er sich und kam zu einem Haus, darin wohnte eine Hexe. 'Gib mir doch ein Nachtlager und ein wenig Essen und Trinken' sprach er zu ihr, 'ich verschmachte sonst.' 'Oho!' antwortete sie, 'wer gibt einem verlaufenen Soldaten etwas? doch will ich barmherzig sein und dich aufnehmen, wenn du tust, was ich verlange.' 'Was verlangst du?, fragte der Soldat. 'Daß du mir morgen meinen Garten umgräbst.' Der Soldat willigte ein und arbeitete den folgenden Tag aus allen Kräften, konnte aber vor Abend nicht fertig werden. 'Ich sehe wohl' sprach die Hexe, 'daß du heute nicht weiter kannst: ich will dich noch eine Nacht behalten, dafür sollst du mir morgen ein Fuder Holz spalten und klein machen.' Der Soldat brauchte dazu den ganzen Tag, und abends machte ihm die Hexe den Vorschlag, noch eine Nacht zu bleiben. 'Du sollst mir morgen nur eine geringe Arbeit tun, hinter meinem Hause ist ein alter wasserleerer Brunnen, in den ist mir mein Licht gefallen, es brennt blau und verlischt nicht, das sollst du mir wieder heraufholen.' Den andern Tag führte ihn die Alte zu dem Brunnen und ließ ihn in einem Korb hinab. Er fand das blaue Licht und machte ein Zeichen, daß sie ihn wieder hinaufziehen sollte. Sie zog ihn auch in die Höhe, als er aber dem Rand nahe war, reichte sie die Hand hinab und wollte ihm das blaue Licht abnehmen. 'Nein' sagte er und merkte ihre bösen Gedanken, 'das Licht gebe ich dir nicht eher, als bis ich mit beiden Füßen auf dem Erdboden stehe.' Da geriet die Hexe in Wut, ließ ihn wieder hinab in den Brunnen fallen und ging fort. Der arme Soldat fiel, ohne Schaden zu nehmen, auf den feuchten Boden, und das blaue Licht brannte fort, aber was konnte ihm das helfen? er sah wohl, daß er dem Tod nicht entgehen würde. Er saß eine Weile ganz traurig, da griff er zufällig in seine Tasche und fand seine Tabakspfeife, die noch halb gestopft war. 'Das soll mein letztes Vergnügen sein' dachte er, zog sie heraus, zündete sie an dem blauen Licht an und fing an zu rauchen. Als der Dampf in der Höhle umhergezogen war, stand auf einmal ein kleines schwarzes Männchen vor ihm und fragte 'Herr, was befiehlst du?, 'Was habe ich dir zu befehlen?, erwiderte der Soldat ganz verwundert. 'Ich muß alles tun' sagte das Männchen, 'was du verlangst.' 'Gut' sprach der Soldat, 'so hilf mir zuerst aus dem Brunnen.' Das Männchen nahm ihn bei der Hand und führte ihn durch einen unterirdischen Gang, vergaß aber nicht, das blaue Licht mitzunehmen. Es zeigte ihm unterwegs die Schätze, welche die Hexe zusammengebracht und da versteckt hatte, und der Soldat nahm so viel Gold, als er tragen konnte. Als er oben war, sprach er zu dem Männchen 'nun geh hin, bind die alte Hexe und führe sie vor das Gericht.' Nicht lange, so kam sie auf einem wilder Kater mit furchtbarem Geschrei schnell wie der Wind vorbeigeritten, und es dauerte abermals nicht lang, so war das Männchen zurück, 'es ist alles ausgerichtet' sprach es, 'und die Hexe hängt schon am Galgen - Herr, was befiehlst du weiter?, fragte der Kleine. 'In dem Augenblick nichts' antwortete der Soldat, 'du kannst nach Haus gehen: sei nur gleich bei der Hand, wenn ich dich rufe.' 'Es ist nichts nötig' sprach das Männchen, 'als daß du deine Pfeife an dem blauen Licht anzündest, dann stehe ich gleich vor dir.' Darauf verschwand es vor seinen Augen. Der Soldat kehrte in die Stadt zurück, aus der er gekommen war. Er ging in den besten Gasthof und ließ sich schöne Kleider machen, dann befahl er dem Wirt, ihm ein Zimmer so prächtig als möglich einzurichten. Als es fertig war und der Soldat es bezogen hatte, rief er das schwarze Männchen und sprach 'ich habe dem König treu gedient, er aber hat mich fortgeschickt und mich hungern lassen, dafür will ich jetzt Rache nehmen.' 'Was soll ich tun?' fragte der Kleine. 'Spät abends, wenn die Königstochter im Bete liegt, so bring sie schlafend hierher, sie soll Mägdedienste bei mir tun.' Das Männchen sprach 'für mich ist das ein leichtes, für dich aber ein gefährliches Ding, wenn das herauskommt, wird es dir schlimm ergehen.' Als es zwölf geschlagen hatte, sprang die Türe auf, und das Männchen trug die Königstochter herein. 'Aha, bist du da?' rief der Soldat, 'frisch an die Arbeit! geh, hol den Besen und kehr die Stube.' Als sie fertig war, hieß er sie zu seinem Sessel kommen, streckte ihr die Füße entgegen und sprach 'zieh mir die Stiefel aus' warf sie ihr dann ins Gesicht, und sie mußte sie aufheben, reinigen und glänzend machen. Sie tat aber alles, was er ihr befahl, ohne Widerstreben, stumm und mit halbgeschlossenen Augen. Bei dem ersten Hahnschrei trug sie das Männchen wieder in das königliche Schloß und in ihr Bett zurück. Am andern Morgen, als die Königstochter aufgestanden war ging sie zu ihrem Vater und erzählte ihm, sie hätte einen wunderlichen Traum gehabt, 'ich ward durch die Straßen mit Blitzesschnelle fortgetragen und in das Zimmer eines Soldaten gebracht, dem mußte ich als Magd dienen und aufwarten und alle gemeine Arbeit tun, die Stube kehren und die Stiefel putzen. Es war nur ein Traum, und doch bin ich so müde, als wenn ich wirklich alles getan hätte.' 'Der Traum könnte wahr gewesen sein' sprach der König, 'ich will dir einen Rat geben, stecke deine Tasche voll Erbsen und mache ein klein Loch in die Tasche, wirst du wieder abgeholt, so fallen sie heraus und lassen die Spur auf der Straße.' Als der König so sprach, stand das Männchen unsichtbar dabei und hörte alles mit an. Nachts, als es die schlafende Königstochter wieder durch die Straßen trug, fielen zwar einzelne Erbsen aus der Tasche, aber sie konnten keine, Spur machen, denn das listige Männchen hatte vorher in allen Straßen Erbsen verstreut. Die Königstochter aber mußte wieder bis zum Hahnenschrei Mägdedienste tun. Der König schickte am folgenden Morgen seine Leute aus, welche die Spur suchen sollten, aber es war vergeblich, denn in allen Straßen saßen die armen Kinder und lasen Erbsen auf und sagten 'es hat heut nacht Erbsen geregnet.' 'Wir müssen etwas anderes aussinnen' sprach der König, 'behalt deine Schuh an, wenn du dich zu Bett legst, und ehe du von dort zurückkehrst, verstecke einen davon; ich will ihn schon finden.' Das schwarze Männchen vernahm den Anschlag, und als der Soldat abends verlangte, er sollte die Königstochter wieder herbeitragen, riet es ihm ab und sagte, gegen diese List wüßte es kein Mittel, und wenn der Schuh bei ihm gefunden würde, so könnte es ihm schlimm ergehen. 'Tue, was ich dir sage,' erwiderte der Soldat, und die Königstochter mußte auch in der dritten Nacht wie eine Magd arbeiten; sie versteckte aber, ehe sie zurückgetragen wurde, einen Schuh unter das Bett. Am andern Morgen ließ der König in der ganzen Stadt den Schuh seiner Tochter suchen: er ward bei dem Soldaten gefunden und der Soldat selbst, der sich auf Bitten des Kleinen zum Tor hinausgemacht hatte, ward bald eingeholt und ins Gefängnis geworfen. Er hatte sein Bestes bei der Flucht vergessen, das blaue Licht und das Gold, und hatte nur noch einen Dukaten in der Tasche. Als er nun mit Ketten belastet an dem Fenster seines Gefängnisses stand, sah er einen seiner Kameraden vorbeigehen. Er klopfte an die Scheibe, und als er herbeikam, sagte er 'sei so gut und hol mir das kleine Bündelchen, das ich in dem Gasthaus habe liegen lassen, ich gebe dir dafür einen Dukaten.' Der Kamerad lief hin, und brachte ihm das Verlangte. Sobald der Soldat wieder allein war, steckte er seine Pfeife an und ließ das schwarze Männchen kommen. 'Sei ohne Furcht,' sprach es zu seinem Herrn, 'geh hin, wo sie dich hinführen, und laß alles geschehen, nimm nur das blaue Licht mit.' Am andern Tag ward Gericht über den Soldaten gehalten, und obgleich er nichts Böses getan hatte, verurteilte ihn der Richter doch zum Tode. Als er nun hinausgeführt wurde, bat er den König um eine letzte Gnade. 'Was für eine?' fragte der König. 'Daß ich auf dem Weg noch eine Pfeife rauchen darf.' 'Du kannst drei rauchen' antwortete der König, 'aber glaube nicht, daß ich dir das Leben schenke.' Da zog der Soldat seine Pfeife heraus und zündete sie an dem blauen Licht an, und wie ein paar Ringel vom Rauch aufgestiegen waren, so stand schon das Männchen da hatte einen kleinen Knüppel in der Hand und sprach 'was befiehlt mein Herr?, 'Schlag mir da die falschen Richter und ihre Häscher zu Boden, und verschone auch den König nicht, der mich so schlecht behandelt hat.' Da fuhr das Männchen wie der Blitz, zickzack`, hin und her, und wen es mit seinem Knüppel nur anrührte, der fiel schon zu Boden und getraute sich nicht mehr zu regen. Dem König ward angst, er legte sich auf das Bitten, und um nur das Leben zu behalten, gab er dem Soldaten das Reich und seine Tochter zur Frau. ---------------------------------------- Das Wasser des Lebens Es war einmal ein König, der war krank, und niemand glaubte, daß er mit dem Leben davonkäme. Er hatte aber drei Söhne, die waren darüber betrübt, gingen hinunter in den Schloßgarten und weinten. Da begegnete ihnen ein alter Mann, der fragte sie nach ihrem Kummer. Sie sagten ihm, ihr Vater wäre so krank, daß er wohl sterben würde, denn es wollte ihm nichts helfen. Da sprach der Alte 'ich weiß ein Mittel, das ist das Wasser des Lebens, wenn er davon trinkt, so wird er wieder gesund: es ist aber schwer zu finden.' Der älteste sagte 'ich will es schon finden,' ging zum kranken König und bat ihn, er möchte ihm erlauben auszuziehen, um das Wasser des Lebens zu suchen, denn das könnte ihn allein heilen. 'Nein,' sprach der König, 'die Gefahr dabei ist zu groß, lieber will ich sterben.' Er bat aber so lange, bis der König einwilligte. Der Prinz dachte in seinem Herzen 'bringe ich das Wasser, so bin ich meinem Vater der liebste und erbe das Reich.' Also machte er sich auf, und als er eine Zeitlang fortgeritten war, stand da ein Zwerg auf dem Wege, der rief ihn an und sprach 'wo hinaus so geschwind?, 'Dummer Knirps,' sagte der Prinz ganz stolz, 'das brauchst du nicht zu wissen,' und ritt weiter. Das kleine Männchen aber war zornig geworden und hatte einen bösen Wunsch getan. Der Prinz geriet bald hernach in eine Bergschlucht, und je weiter er ritt, je enger taten sich die Berge zusammen, und endlich ward der Weg so eng, daß er keinen Schritt weiter konnte; es war nicht möglich, das Pferd zu wenden oder aus dem Sattel zu steigen, und er saß da wie eingesperrt. Der kranke König wartete lange Zeit auf ihn, aber er kam nicht. Da sagte der zweite Sohn 'Vater, laßt mich ausziehen und das Wasser suchen,' und dachte bei sich 'ist mein Bruder tot, so fällt das Reich mir zu.' Der König wollt ihn anfangs auch nicht ziehen lassen, endlich gab er nach. Der Prinz zog also auf demselben Weg fort, den sein Bruder eingeschlagen hatte, und begegnete auch dem Zwerg, der ihn anhielt und fragte, wohin er so eilig wollte. 'Kleiner Knirps,' sagte der Prinz, 'das brauchst du nicht zu wissen,' und ritt fort, ohne sich weiter umzusehen. Aber der Zwerg verwünschte ihn, und er geriet wie der andere in eine Bergschlucht und konnte nicht vorwärts und rückwärts. So gehts aber den Hochmütigen. Als auch der zweite Sohn ausblieb, so erbot sich der jüngste, auszuziehen und das Wasser zu holen, und der König mußte ihn endlich ziehen lassen. Als er dem Zwerg begegnete und dieser fragte, wohin er so eilig wolle, so hielt er an, gab ihm Rede und Antwort und sagte 'ich suche das Wasser des Lebens, denn mein Vater ist sterbenskrank.' 'Weißt du auch, wo das zu finden ist?, 'Nein,' sagte der Prinz. 'Weil du dich betragen hast, wie sichs geziemt, nicht übermütig wie deine falschen Brüder, so will ich dir Auskunft geben und dir sagen, wie du zu dem Wasser des Lebens gelangst. Es quillt aus einem Brunnen in dem Hofe eines verwünschten Schlosses, aber du dringst nicht hinein, wenn ich dir nicht eine eiserne Rute gebe und zwei Laiberchen Brot. Mit der Rute schlag dreimal an das eiserne Tor des Schlosses, so wird es aufspringen: inwendig liegen zwei Löwen, die den Rachen aufsperren, wenn du aber jedem ein Brot hineinwirfst, so werden sie still, und dann eile dich und hol von dem Wasser des Lebens, bevor es zwölf schlägt, sonst schlägt das Tor wieder zu und du bist eingesperrt.' Der Prinz dankte ihm, nahm die Rute und das Brot, und machte sich auf den Weg. Und als er anlangte, war alles so, wie der Zwerg gesagt hatte. Das Tor sprang beim dritten Rutenschlag auf, und als er die Löwen mit dem Brot gesänftigt hatte, trat er in das Schloß und kam in einen großen schönen Saal: darin saßen verwünschte Prinzen, denen zog er die Ringe vom Finger, dann lag da ein Schwert und ein Brot, das nahm er weg. Und weiter kam er in ein Zimmer, darin stand eine schöne Jungfrau, die freute sich, als sie ihn sah, küßte ihn und sagte, er hätte sie erlöst und sollte ihr ganzes Reich haben, und wenn er in einem Jahre wiederkäme, so sollte ihre Hochzeit gefeiert werden. Dann sagte sie ihm auch, wo der Brunnen wäre mit dem Lebenswasser, er müßte sich aber eilen und daraus schöpfen, eh es zwö lf schlüge. Da ging er weiter und kam endlich in ein Zimmer, wo ein schönes frischgedecktes Bett stand, und weil er müde war, wollt er erst ein wenig ausruhen. Also legte er sich und schlief ein: als er erwachte, schlug es dreiviertel auf zwölf. Da sprang er ganz erschrocken auf, lief zu dem Brunnen und schöpfte daraus mit einem Becher, der daneben stand, und eilte, daß er fortkam. Wie er eben zum eisernen Tor hinausging, da schlugs zwölf, und das Tor schlug so heftig zu, daß es ihm noch ein Stück von der Ferse wegnahm. Er aber war froh, daß er das Wasser des Lebens erlangt hatte, ging heimwärts und kam wieder an dem Zwerg vorbei. Als dieser das Schwert und das Brot sah, sprach er 'damit hast du großes Gut gewonnen, mit dem Schwert kannst du ganze Heere schlagen, das Brot aber wird niemals all.' Der Prinz wollte ohne seine Brüder nicht zu dem Vater nach Haus kommen und sprach 'lieber Zwerg, kannst du mir nicht sagen, wo meine zwei Brüder sind? sie sind früher als ich nach dem Wasser des Lebens ausgezogen und sind nicht wiedergekommen.' 'Zwischen zwei Bergen stecken sie eingeschlossen,' sprach der Zwerg, 'dahin habe ich sie verwünscht, weil sie so übermütig waren.' Da bat der Prinz so lange, bis der Zwerg sie wieder losließ, aber er warnte ihn und sprach 'hüte dich vor ihnen, sie haben ein böses Herz.' Als seine Brüder kamen, freute er sich und erzählte ihnen, wie es ihm ergangen wäre, daß er das Wasser des Lebens gefunden und einen Becher voll mitgenommen und eine schöne Prinzessin erlöst hätte, die wollte ein Jahr lang auf ihn warten, dann sollte Hochzeit gehalten werden, und er bekäme ein großes Reich. Danach ritten sie zusammen fort und gerieten in ein Land, wo Hunger und Krieg war, und der König glaubte schon, er müßte verderben, so groß war die Not. Da ging der Prinz zu ihm und gab ihm das Brot, womit er sein ganzes Reich speiste und sättigte: und dann gab ihm der Prinz auch das Schwert, damit schlug er die Heere seiner Feinde und konnte nun in Ruhe und Frieden leben. Da nahm der Prinz sein Brot und Schwert wieder zurück, und die drei Brüder ritten weiter. Sie kamen aber noch in zwei Länder, wo Hunger und Krieg herrschten, und da gab der Prinz den Königen jedesmal sein Brot und Schwert, und hatte nun drei Reiche gerettet. Und danach setzten sie sich auf ein Schiff und fuhren übers Meer. Während der Fahrt, da sprachen die beiden ältesten unter sich 'der jüngste hat das Wasser des Lebens gefunden und wir nicht, dafür wird ihm unser Vater das Reich geben, das uns gebührt, und er wird unser Glück wegnehmen.' Da wurden sie rachsüchtig und verabredeten miteinander, daß sie ihn verderben wollten. Sie warteten, bis er einmal fest eingeschlafen war, da gossen sie das Wasser des Lebens aus dem Becher und nahmen es für sich, ihm aber gossen sie bitteres Meerwasser hinein. Als sie nun daheim ankamen, brachte der jüngste dem kranken König seinen Becher, damit er daraus trinken und gesund werden sollte. Kaum aber hatte er ein wenig von dem bittern Meerwasser getrunken, so ward er noch kränker als zuvor. Und wie er darüber jammerte, kamen die beiden ältesten Söhne und klagten den jüngsten an, er hätte ihn vergiften wollen, sie brächten ihm das rechte Wasser des Lebens und reichten es ihm. Kaum hatte er davon getrunken, so fühlte er seine Krankheit verschwinden, und war stark und gesund wie in seinen jungen Tagen. Danach gingen die beiden zu dem jüngsten, verspotteten ihn und sagten 'du hast zwar das Wasser des Lebens gefunden, aber du hast die Mühe gehabt und wir den Lohn; du hättest klüger sein und die Augen aufbehalten sollen, wir haben dirs genommen, während du auf dem Meere eingeschlafen warst, und übers Jahr, da holt sich einer von uns die schöne Königstochter. Aber hüte dich, daß du nichts davon verrätst, der Vater glaubt dir doch nicht, und wenn du ein einziges Wort sagst, so sollst du noch obendrein dein Leben verlieren, schweigst du aber, so soll dirs geschenkt sein.' Der alte König war zornig über seinen jüngsten Sohn und glaubte, er hätte ihm nach dem Leben getrachtet. Also ließ er den Hof versammeln und das Urteil über ihn sprechen, daß er heimlich sollte erschossen werden. Als der Prinz nun einmal auf die Jagd ritt und nichts Böses vermutete, mußte des Königs Jäger mitgehen. Draußen, als sie ganz allein im Wald waren, und der Jäger so traurig aussah, sagte der Prinz zu ihm 'lieber Jäger, was fehlt dir?' Der Jäger sprach 'ich kanns nicht sagen und soll es doch.' Da sprach der Prinz 'sage heraus, was es ist, ich will dirs verzeihen.' 'Ach', sagte der Jäger, 'ich soll Euch totschießen, der König hat mirs befohlen.' Da erschrak der Prinz und sprach 'lieber Jäger, laß mich leben, da geb ich dir mein königliches Kleid, gib mir dafür dein schlechtes.' Der Jäger sagte 'das will ich gerne tun, ich hätte doch nicht nach Euch schießen können.' Da tauschten sie die Kleider, und der Jäger ging heim, der Prinz aber ging weiter in den Wald hinein. Über eine Zeit, da kamen zu dem alten König drei Wagen mit Gold und Edelsteinen für seinen jüngsten Sohn: sie waren aber von den drei Königen geschickt, die mit des Prinzen Schwert die Feinde geschlagen und mit seinem Brot ihr Land ernährt hatten, und die sich dankbar bezeigen wollten. Da dachte der alte König 'sollte mein Sohn unschuldig gewesen sein?, und sprach zu seinen Leuten 'wäre er noch am Leben, wie tut mirs so leid, daß ich ihn habe töten lassen.' 'Er lebt noch', sprach der Jäger, 'ich konnte es nicht übers Herz bringen, Euern Befehl auszuführen,' und sagte dem König, wie es zugegangen war. Da fiel dem König ein Stein von dem Herzen, und er ließ in allen Reichen verkündigen, sein Sohn dürfte wiederkommen und sollte in Gnaden aufgenommen werden. Die Königstochter aber ließ eine Straße vor ihrem Schloß machen, die war ganz golden und glänzend, und sagte ihren Leuten, wer darauf geradeswegs zu ihr geritten käme, das wäre der rechte, und den sollten sie einlassen, wer aber daneben käme, der wäre der rechte nicht, und den sollten sie auch nicht einlassen. Als nun die Zeit bald herum war, dachte der älteste, er wollte sich eilen, zur Königstochter gehen und sich für ihren Erlöser ausgeben, da bekäme er sie zur Gemahlin und das Reich daneben. Also ritt er fort, und als er vor das Schloß kam und die schöne goldene Straße sah, dachte er 'das wäre jammerschade, wenn du darauf rittest,' lenkte ab und ritt rechts nebenher. Wie er aber vor das Tor kam, sagten die Leute zu ihm, er wäre der rechte nicht, er sollte wieder fortgehen. Bald darauf machte sich der zweite Prinz auf, und wie der zur goldenen Straße kam und das Pferd den einen Fuß daraufgesetzt hatte, dachte er 'es wäre jammerschade, das könnte etwas abtreten,' lenkte ab und ritt links nebenher. Wie er aber vor das Tor kam, sagten die Leute, er wäre der rechte nicht, er sollte wieder fortgehen. Als nun das Jahr ganz herum war, wollte der dritte aus dem Wald fort zu seiner Liebsten reiten und bei ihr sein Leid vergessen. Also machte er sich auf, und dachte immer an sie und wäre gerne schon bei ihr gewesen, und sah die goldene Straße gar nicht. Da ritt sein Pferd mitten darüber hin, und als er vor das Tor kam, ward es aufgetan, und die Königstochter empfing ihn mit Freuden und sagte, er wär ihr Erlöser und der Herr des Königreichs, und ward die Hochzeit gehalten mit großer Glückseligkeit. Und als sie vorbei war, erzählte sie ihm, daß sein Vater ihn zu sich entboten und ihm verziehen hätte. Da ritt er hin und sagte ihm alles, wie seine Brüder ihn betrogen und er doch dazu geschwiegen hätte. Der alte König wollte sie strafen, aber sie hatten sich aufs Meer gesetzt und waren fortgeschifft und kamen ihr Lebtag nicht wieder. ---------------------- Der Mond Vorzeiten gab es ein Land, wo die Nacht immer dunkel und der Himmel wie ein schwarzes Tuch darüber gebreitet war, denn es ging dort niemals der Mond auf, und kein Stern blinkte in der Finsternis. Bei Erschaffung der Welt hatte das nächtliche Licht ausgereicht. Aus diesem Land gingen einmal vier Bursche auf die Wanderschaft und gelangten in ein anderes Reich, wo abends, wenn die Sonne hinter den Bergen verschwunden war, auf einem Eichbaum eine leuchtende Kugel stand, die weit und breit ein sanftes Licht ausgoß. Man konnte dabei alles wohl sehen und unterscheiden, wenn es auch nicht so glänzend wie die Sonne war. Die Wanderer standen still und fragten einen Bauern, der da mit seinem Wagen vorbeifuhr, was das für ein Licht sei. »Das ist der Mond«, antwortete dieser, »unser Schultheiß hat ihn für drei Taler gekauft und an dem Eichbaum befestigt. Er muß täglich Öl aufgießen und ihn rein halten, damit er immer hell brennt. Dafür erhält er von uns wöchentlich einen Taler.« Als der Bauer weggefahren war, sagte der eine von ihnen: »Diese Lampe könnten wir brauchen, wir haben daheim einen Eichbaum, der ebenso groß ist, daran können wir sie hängen. Was für eine Freude, wenn wir nachts nicht in der Finsternis herumtappen!« »Wißt ihr was?« sprach der zweite. »Wir wollen Wagen und Pferde holen und den Mond wegführen. Sie können sich hier einen andern kaufen.« »Ich kann gut klettern«, sprach der dritte, »ich will ihn schon herunterholen.« Der vierte brachte einen Wagen mit Pferden herbei, und der dritte stieg den Baum hinauf, bohrte ein Loch in den Mond, zog ein Seil hindurch und ließ ihn herab. Als die glänzende Kugel auf dem Wagen lag, deckten sie ein Tuch darüber, damit niemand den Raub bemerken sollte. Sie brachten ihn glücklich in ihr Land und stellten ihn auf eine hohe Eiche. Alte und Junge freuten sich, als die neue Lampe ihr Licht über alle Felder leuchten ließ und Stuben und Kammern damit erfüllte. Die Zwerge kamen aus den Felsenhöhlen hervor, und die kleinen Wichtelmänner tanzten in ihren roten Röckchen auf den Wiesen den Ringeltanz. Die vier versorgten den Mond mit Öl, putzten den Docht und erhielten wöchentlich ihren Taler. Aber sie wurden Greise, und als der eine erkrankte und seinen Tod voraussah, verordnete er, daß der vierte Teil des Mondes als sein Eigentum ihm mit in das Grab sollte gegeben werden. Als er gestorben war, stieg der Schultheiß auf den Baum und schnitt mit der Heckenschere ein Viertel ab, das in den Sarg gelegt ward. Das Licht des Mondes nahm ab, aber noch nicht merklich. Als der zweite starb, ward ihm das zweite Viertel mitgegeben, und das Licht minderte sich. Noch schwächer ward es nach dem Tod des dritten, der gleichfalls seinen Teil mitnahm, und als der vierte ins Grab kam, trat die alte Finsternis wieder ein. Wenn die Leute abends ohne Laterne ausgingen, stießen sie mit den Köpfen zusammen. Als aber die Teile des Monds in der Unterwelt sich wieder vereinigten, so wurden dort, wo immer Dunkelheit geherrscht hatte, die Toten unruhig und erwachten aus ihrem Schlaf. Sie erstaunten, als sie wieder sehen konnten. Das Mondlicht war ihnen genug, denn ihre Augen waren so schwach geworden, daß sie den Glanz der Sonne nicht ertragen hätten. Sie erhoben sich, wurden lustig und nahmen ihre alte Lebensweise wieder an. Ein Teil ging zum Spiel und Tanz, andere liefen in die Wirtshäuser, wo sie Wein forderten, sich betranken, tobten und zankten und endlich ihre Knüttel aufhoben und sich prügelten. Der Lärm ward immer ärger und drang endlich bis in den Himmel hinauf. Der heilige Petrus, der das Himmelstor bewacht, glaubte, die Unterwelt wäre in Aufruhr geraten, und rief die himmlischen Heerscharen zusammen. Da sie aber nicht kamen, so setzte er sich auf sein Pferd und ritt durch das Himmelstor hinab in die Unterwelt. Da brachte er die Toten zur Ruhe, hieß sie sich wieder in ihre Gräber legen und nahm den Mond mit fort, den er oben am Himmel aufhing. ------------------------------------------------------ Der alte Großvater und sein Enkel Es war einmal ein steinalter Mann, dem waren die Augen trüb geworden, die Ohren taub, und die Knie zitterten ihm. Wenn er nun bei Tische saß und den Löffel kaum halten konnte, schüttete er Suppe auf das Tischtuch, und es floß ihm auch etwas wieder aus dem Mund. Sein Sohn und dessen Frau ekelten sich davor, und deswegen mußte sich der alte Großvater endlich hinter den Ofen in die Ecke setzen, und sie gaben ihm sein Essen in ein irdenes Schüsselchen und noch dazu nicht einmal satt; da sah er betrübt nach dem Tisch und die Augen wurden ihm naß. Einmal auch konnten seine zittrigen Hände das Schüsselchen nicht festhalten, es fiel zur Erde und zerbrach. Die junge Frau schalt, er sagte nichts und seufzte nur. Da kaufte sie ihm ein hölzernes Schüsselchen für ein paar Heller, daraus mußte er nun essen. Wie sie da so sitzen, so trägt der kleine Enkel von vier Jahren auf der Erde kleine Brettlein zusammen. "Was machst du da ?" fragte der Vater. "Ich mache ein Tröglein", antwortete das Kind, "daraus sollen Vater und Mutter essen, wenn ich groß bin." Da sahen sich Mann und Frau eine Weile an Fingen endlich an zu weinen, holten alsofort den alten Großvater an den Tisch und ließen ihn von nun an immer mitessen, sagten auch nichts, wenn er ein wenig verschüttete. |
als letztes für heut
ein gedicht zum nachdenken oder wie der titel schon sagt: eine reise ins innere das sind alles gedichte und märchen die mir geholfen haben während der langen krankheit mut und zuversicht oder auch zum nachdenken. herbies lieder vorrallem auf der mensch-cd haben mir auch sehr viel kraft, mut und zuversicht gegeben (die cd hab ich rauf und runter gespielt). Ich weiß bin jetzt vielleicht etwas melankolisch Nehmt mirs nicht übel ----------------------------------------------------------- [color=darkred]DIE REISE NACH INNEN Ganz tief in jedem Menschen versteckt, liegt ein noch gänzlich unerforschtes Land, was nur sehr wenige Menschen je betreten haben. Eigentlich gibt es dieses Land nur in unserer Vorstellungskraft und da fängt auch schon das erste Problem an ,wer kann sich schon ein Land vorstellen, daß es noch gar nicht gibt? Ich glaube, wenn ich einigen Erwachsenen von diesem Land erzählen würde, würden sie mich einsperren, weil alles, was nicht verständlich erscheint zerstört werden muß. Oder es wird einfach nicht darüber geredet. Aber wie könnte ich es schaffen von diesem Land nichts zu erzählen, wo es mir doch so wichtig geworden ist. Es wäre doch toll, wenn jeder so ein Land hätte, wo er sich neue Kraft holen kann und wo nur Dinge vorhanden sind, die er sich selbst erträumt. Aber zum Glück gibt es auch einige Erwachsene, denen man vertrauen kann und die noch selbst viel Phantasie haben. Und so hat alles angefangen: Eines Tages, als ich mal wieder erst sehr spät eingeschlafen war, träumte ich, ich würde von innen meinen Körper durchwandern. Ich habe mir alles genau angesehen und es war höchst interessant. Aber ich war nicht alleine. An meiner Seite war ein kleiner Wicht, der sehr merkwürdig aussah. Er hatte einen relativ großen Kopf, der die Form einer Holzkugel hatte. Die Nase war ebenfalls aus Holz und ziemlich groß. Aus dem Kopf wuchsen ihm bunte Blätter, die nicht nur grün waren, sondern alle Farben hatte, die man sich nur vorstellen kann. Er hatte große Kulleraugen, die er nach allen Seiten verdrehen konnte. Das tat er vor allem, wenn er lachte. Dann schüttelte er seinen dicken Holzkörper und steckte mich mit seinem Lachen immer wieder an, bis ich vor Bauchschmerzen bat, er solle doch aufhören zu lachen. Er kam mir oft vor, wie eine Marionette, weil er sich so ungeschickt bewegte und immer wieder über seine eigenen Beine stolperte. Er erklärte mir alles und zum ersten Mal verstand ich, was in meinem Körper so vor sich ging. Er sagte mir auch, wie sehr mein Wohlbefinden mit meinem Körper zusammenhängt. Wenn ich mich nicht um meinen Körper und um meine Seele kümmern würde, würde ich auch keine Freude an ihm haben. So richtig überzeugt war ich aber nicht von dem, was er da so sagte. Wir gingen und gingen und überall im Körper waren kleine Treppen und Aufzüge versteckt, die nur auftauchten, wenn man einen bestimmten Knopf drückte oder eine bestimmte Stelle betrat. Immer, wenn ich dachte, es ginge nicht weiter, wurde ich von neuem überrascht. Als wir beim Herzen ankamen, wurde ich ergriffen von dem Gefühl der Stärke und von der Liebe, die von dort ausgingen. Es erstrahlte förmlich alles. Was mich aber verwunderte, war, daß nicht alle Strahlen nach außen durchdrangen. An einigen Stellen schien so etwas wie eine unsichtbare Mauer zu sein, wo die Strahlen nicht durchkamen. Holzkopf erklärte, das wären meine Ängste, die die Strahlen zurückhalten würden. Früher war diese Mauer wohl so dicht, daß die Lebewesen hier Angst hatten, daß das Herz platzen würde, weil es so viel Liebe und Kraft hatte, die nicht benutzt werden konnte. Ich fragte, von welchen Lebewesen er sprach, aber er gab mir keine Antwort. Das verwirrte mich sehr, aber später begriff ich, daß alles zu seinem richtigen Zeitpunkt passieren mußte. Zu frühe Erklärungen hätten mich nur noch mehr verwirrt... Wir gingen also weiter, weil Holzkopf sagte, er wolle mir noch etwas ganz wichtiges zeigen. Wir kamen zum Bauch und er erklärte mir, daß sich jedesmal, wenn ich Ärger hätte und meine Wut nicht herauslassen würde, kleine Bläschen bilden würden und immer größer und größer wurden, bis sie schließlich platzten. Er sagte, es sei schon viel besser geworden, denn vor einiger Zeit noch, mußten die Lebewesen hier noch mit Ohrenschützern herumlaufen, weil sie den Lärm nicht aushalten konnten, den die platzenden Blasen verursachten. Auf einmal verstand ich meine vielen Bauchschmerzen! Aber halt - schon wieder hatte der Holzkopf etwas über Lebewesen gesagt. Was sollte denn der Unsinn, als wenn es so etwas in meinem Körper geben würde. Der Gedanke war mir unheimlich. Wer weiß, was das für Gestalten waren? Was wäre denn, wenn die gefährlich wären? Bei diesen ganzen Gedanken merkte ich gar nicht, daß wir wieder beim Herzen angekommen waren. Der Holzkopf fing plötzlich laut an zu lachen und sagte, ich solle doch nicht eine solche Angst haben, schließlich sei dies mein Traum und es würde doch nur das passieren, was ich mir erträumte. Wie konnte ich das nur vergessen? Das alles erschien mir so real! Plötzlich sammelten sich die ganzen Strahlen des Herzens auf der Stelle, auf der wir standen und es durchströmte mich eine Wärme, die ich vorher nicht gekannt hatte und meine Ängste waren wie weggeblasen. Ich schloß die Augen, weil das Licht so grell war und spürte, wie ich immer leichter wurde und in das Licht hineingeschleudert wurde. Ich ließ mich ganz auf das Licht ein und je entspannter ich war, desto mehr konnte ich diese ungewöhnliche Situation genießen. Auf einmal hatte ich das Gefühl, wieder Boden unter den Füßen zu haben und ich hatte schon damit gerechnet, daß der Traum zu ende war, aber als ich die Augen öffnete, konnte ich nur noch staunen. Über mir war so ein blauer Himmel, wie ich ihn noch nie zuvor gesehen hatte. Es war hellichter Tag und ich konnte tatsächlich einen riesengroßen Regenbogen am Himmel sehen und funkelnde goldene Sterne, die mit der Sonne um die Wette funkelten. Rings um mich herum war eine große blühende Wiese, auf der verschiedene Wesen ein Picknick abzuhielten schienen. Es schien auch niemanden zu verwundern, daß ich dort auf einmal auftauchte, schließlich war es ja mein Traum und in jedem Augenblick erfand meine Phantasie die Dinge, die grade passierten. Als ich mich umdrehte, konnte ich vor erstaunen nicht mehr klar denken. Vor mir lag das Meer der 1000 Wünsche. Sogar einen Hafen gab es, an dem kleine pilzartig aussehende Wesen arbeiteten. Die Schiffe, die im Hafen lagen, sahen gigantisch aus und jedes einzelne hatte andere Schnitzereien und Holzfiguren - wie in einem riesigen Museum. Holzkopf holte mich aus meinem Schweigen schließlich heraus und fragte mich, warum ich denn so dumm herumstehen würde? Das sei doch meine Welt und ich könnte tun was ich wollte. Als erstes wollte ich ans Wasser, denn in meinem Meer gab es Delphine und Haie und es war ganz ungefährlich darin zu schwimmen und zu tauchen. Außerdem konnte ich unter Wasser atmen. Ich konnte mich sogar mit den Tieren unterhalten und sie sagten mir, daß sie froh sind, daß sie im Meer der 1000 Wünsche leben dürften, denn wenn ich mir dieses nicht erträumt hätte, dann müßten sie auf der Erde leben und jeder weiß doch, wie schlecht die Menschen mit den Tieren umgehen. Als ich wieder auftauchte, hörte ich hinter mir ein komisches Geräusch und da war doch tatsächlich ein wunderschöner Wasserfall, auf dem einige Wesen in kleinen Ringen saßen und den Wasserfall herunterplumpsten. Man könnte meinen, sie hätten sich wehgetan, aber als sie wieder auftauchten, lachten sie laut vor Freude und machten sich auf den Weg nach oben. Dieser Wasserfall war etwas ganz besonderes, denn es gab keinen Fluß, dem er entsprang, sondern es waren meine schönen Gefühle, die ihn entstehen ließen. Es sah so aus, als würde er aus dem Nichts entspringen, weil er keinen richtigen Anfang hatte. Eine schmale Wendeltreppe führte zum Anfang des Wasserfalls und auch ich konnte es mir nicht entgehen lassen, mich in einen Reifen zu setzen und herunterzusausen in das angenehm warme Wasser. Eine Zeitlang bin ich nur so herumgeschwommen und die Delphine sind über mich drübergesprungen, bis ich wieder das Gefühl hatte, Boden unter den Füßen zu haben. Eine Insel schoß mitten aus dem Meer heraus und eh ich mich versah, stand ich schon mitten im tiefsten Dschungel. Aber auch das war kein gewöhnlicher Dschungel. Es gab zwar viele Tiere, die man auf der Erde als gefährlich bezeichnen würde, aber hier ließen sich Tiger und Löwen streicheln. Ich konnte auf Elefanten reiten und Giraffen hoben mich bis in den Himmel. Hier gab es vielerlei Arten von Tieren und Wesen, die meine Sprache sprechen konnten und die mir viel über die Menschen auf der Erde erzählten, über das, was sie sein wollten und über das, was sie nach außen hin zeigten. Sie sagten mir, daß es wichtig sei, an meine Träume zu glauben und das ich mich um nichts auf der Welt davon abbringen lassen soll, meine Träume zu verwirklichen. Sie sind es schließlich, die das Leben so lebenswert machen. Träume hat jeder Mensch, aber nur sehr wenige sind in der Lage, sie auch zu leben. Ich dachte lange über diese Worte nach und kam zu dem Entschluß, daß sie recht haben mußten, denn warum sonst fühlte ich mich in meinem Traum so glücklich? Ich fragte Holzkopf, der die ganze Zeit nicht von meiner Seite wich, woher diese Tiere soviel innere Ruhe und Weisheit hatten und er sagte, daß wäre meine eigene Ruhe, die ich mir so sehr gewünscht hatte. Die Tiere hatten mir gezeigt, was ich erreichen kann, wenn ich wirklich den Willen dazu habe. Ich wußte nicht so recht, wie ich diesen Willen zeigen und umsetzen sollte, aber Holzkopf sagte dazu nur: "Sei Du selbst und träume!" Leider war es schon fast Zeit aufzuwachen und ich fragte Holzkopf, ob es denn nicht möglich wäre, daß ich für immer in meinen Träumen leben könnte und er meinte, dies wäre wohl möglich, aber auf die Dauer würde mich das sehr unzufrieden machen, weil mir die Menschen, die ich sehr gerne habe, fehlen würden. Das einzige, was im Traumland nämlich nicht möglich sei, ist Menschen dorthin mitzunehmen. Und das wäre auch bei den Menschen das schwierigste: zu beweisen, daß es dieses Traumland wirklich gibt und auch daran zu glauben, wenn es von vielen Leuten belächelt wird. Es gibt aber auch einige, die Holzkopf kennen, vielleicht als Vogel, als Pferd oder als Engel, es gibt unzählige Möglichkeiten, aber sie kennen ihn und sie wissen, daß ich die Wahrheit sage, wenn ich von diesem Land erzähle. Und vielleicht gelingt es uns allen zusammen, für unsere Träume zu kämpfen und sie gemeinsam zu leben, jeder auf seine Art. Als ich am nächsten Tag aufwachte, dachte ich wehmütig an die letzte Nacht, aber ich freute mich auch darauf, anderen davon zu erzählen, auch wenn sie mich für verrückt halten würden. [/color] --------------------------------------- macht weiter so. ich bin erst neu hier, es richtig gut wie IHr euch hier unterstützt und austauscht. |
Wisst ihr, was mir immer sehr gut gefällt?
Ich hab dich lieb..... |
Ich gab mein Herz auf der Suche nach Weisheit und fand nur
Wahnsinn und Torheit. Und ich erkannte, daß alles nur Eitelkeit ist und die Seele quält. Denn in großer Weisheit liegt viel Schmerz; und der, der sein Wissen vergrößert, vergrößert seine Trauer. (aus "Mary Shelley's Frankenstein") das folgende gedicht hab ich mal in einer zeitschrift bei den lesergedichten gefunden, aber ist es nich schön? danach den hörer auf die gabel gelegt. meine seele brennend gefunden, von deinen wenigen worten. gewünscht, das flüstern deiner haut zu hören, den duft deiner augen zu schmecken, die farbe deiner stimme zu träumen. btw bin ich auch ein großer fried-fan :) |
Es gibt so vieles,was ich für Dich sein möchte.
Deine schönste Erinnerung an das Gestern. Dein süßester Wunsch für das Morgen. Jemand, der Dich zum Lachen bringt. Jemand, der mit Dir weint. Jemand, nach dem Du in Deinen Träumen Ausschau hälst. Die beste Liebe, die Du je gehabt hast. Die Gewißheit, daß Du niemals allein sein wirst. Dein Begleiter auf friedvollen Wegen. Dein Beschützer in stürmischen Zeiten. Jemand, der Deine Hand hält und Dein Lächeln erwidert. Jemand, der immer für Dich da sein wird. Jemand, der immer einen Platz in seinem Herzen für Dich haben wird. Offene Armen und offene Türen, die Dich immer und immer wieder willkommen heißen werden. Das alles möchte ich für Dich sein. |
Liebe ohne Gegenliebe ist wie eine Frage ohne Antwort.
_____________ gib mir mein Herz zurück, bevor es auseinanderbricht |
die freude ist ein schmetterling,
der dicht über den boden flattert, der kummer dagegen ist ein vogel mit großen, starken, schwarzen schwingen, die tragen uns hoch über das leben, das unten im sonnenlicht im grünen liegt. der vogel des kummers fliegt hoch oben, dort, wo die engel des schmerzes wache halten über die lager des todes. e. södergran, 16 j. |
wenn ich sterbe, reißt eine silberschnur mit glatten perlen, die durch das land rollen und zu den muschelmüttern auf dem meeresgrund zurückkehren. wer wird nach meinen perlen tauchen, wenn ich nicht mehr da bin? wer wird wissen, dass sie mir gehört haben? wer wird erraten können, dass einmal die ganze welt um meinen hals gehangen hat?
worte, die die kleine, schwerkranke cecilie in ihr tagebuch geschrieben hat.. kennt jemand jostein gaarder? beide texte sind in "durch einen spiegel, in einem dunklen wort" zu finden. wunderschön find ich seine worte, oft traurig und sehr weise. auch wenn es mir schwerfällt an gott zu glauben, dass es ihn wirklich irgendwo geben soll..aber an engel, an engel glaube ich ganz fest. jeder mensch hat einen engel, der auf ihn aufpasst so gut wie möglich, der beschützt und irgendwann für immer abholt, wenn die zeit dafür gekommen ist (man wird also nicht ganz allein sein)..-und dann wird er sichtbar, dann ist er nicht nur spürbar, sondern dann kann man ihn sehen, von angesicht zu angesicht..- ihm in die augen sehen.. :( |
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