Herbert Grönemeyer Forum

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Commodus 28.10.2003 17:26

Was ich noch erwähnen wollte. Es mag sein, das man die wichtigen Menschen im Leben zweimal trifft, aber auch ein drittes mal? Einmal glaubte ich diesen Menschen verloren zu haben. Aber ich habe gekämpft. 12 Monate lang habe ich gekämpft. Und jetzt fehlt mir einfach die Kraft, nochmal zu kämpfen. Gegen alle andern, die sagen, das es keinen Sinn hat. Gegen jede Vernunft. Gegen den Schmerz und die Wut...

Cosmo 28.10.2003 17:55

Da würde ich echt sagen, dass es situationsabhängig ist...

Ich würde sogar das mit dem zweiten Mal treffen so nicht unterschreiben.

o´leary 28.10.2003 19:03

beitrag gelöscht, falscher Thread, sorry!

Yelda 28.10.2003 19:14

[Okay Commodus,
das gefällt Dir nicht, was ich sagen werde.
Du wirst bitte nicht kämpfen. Gib doch Dir und diesem Menschen etwas Ruhe. Du musst Dich erholen nach 12 monatigem Kampf. Du musst vernünftig sein. Wenn Du anfängst einen Anfall zu bekommen, wie neulich, findest Du nicht, dass Du Dir schadest. Was verlierst Du denn wenn Du Dich etwas ablenkst, Sport treibst, ausgehst, liest und irgendwann nochmal das Genze neu bewertest. falls Du dann noch willst, kannst Du noch einmal kämpfen, jetzt aber: Sei gut zu Dir.
To think is one real advance from hell to heaven (weiss nicht mehr von wem). Nicht AUSSCHLIESSLICH fühlen Ommodus, sondern auch Vernunft walten lassen. Denk mal darüber nach. Merkst Du nicht, wir machen uns sorgen um Dich. Ich schreibe hier ganz selten, jetzt schau ich schon jeden tag, ob Besserung in sicht.
Mach`s gut.

Commodus 29.10.2003 17:01

Hallo.
Ich weiß ja, das ich mich ablenken muss. Aber es ist einfach so wie in nem schlechten Film. Egal, wo ich hinsehe, seh ich das Gesicht vor mir, hab den Duft des Parfums in der Nase und und und.....

Aber ich werd meinen Kummer jetzt hier nicht weiter breittreten.

uschko 29.10.2003 20:54

Zitat:

Zitat von Commodus
Hallo.
Ich weiß ja, das ich mich ablenken muss. Aber es ist einfach so wie in nem schlechten Film. Egal, wo ich hinsehe, seh ich das Gesicht vor mir, hab den Duft des Parfums in der Nase und und und.....

Aber ich werd meinen Kummer jetzt hier nicht weiter breittreten.

Ach Commodus,

das klingt ja jetzt danach, wieder zurück ins Schneckenhaus, allein sein ...

Das ist doch gut, dass Du darüber redest bzw. schreibst.

Ist doch schön, wie viele sich so sehr in Dich hineinversetzen können, wie viele Dir "zuhören" (ja ja, lesen ...).

Komm, verkriech Dich nicht ...

Traumtaenzer 29.10.2003 21:21

Zitat:

das klingt ja jetzt danach, wieder zurück ins Schneckenhaus, allein sein ...
ist auch wichig! sehr sogar

grenzwertig 29.10.2003 21:36

@commodus: lenk dich ab wenns nicht anders geht aber wann immer s geht, tu wonach dir ist ! mit dem verstand leg eine linie/grenze fest. fest! genau @yelda)
.. wirst bald stärker sein als vorher..wirst vor weniger angst haben als vorher..wirst über mehr lachen können als vorher .....

glatte vasen sind extrem unsexy. 8)

grönländerin 30.10.2003 02:26

wenns so ist, da hilft wikrlich nur der eine,a lte rat:

vergeß diese person!


wenn du ihr schon als mensch gleichgültig bist, dann ist sie dich auch gar nicht wert. [alle menschen sind egoisten. und am meisten, wenn sie glauben jemanden zu "lieben", weil jeder andere mensch außer ihrem partner dann eine existenz zweiter klasse ist.]. vergiß sie wirklich. sehs mal mit dem verstand. -ist der einzige weg, auch wenn sich das jetzt platt anhört. aber gerade diese "poetische" schiene -da mußt du von loskommen. ist der einzige weg. sonst bringst du dich um.

grönländerin 30.10.2003 02:42

Zitat:

Zitat von Traumtaenzer
Zitat:

das klingt ja jetzt danach, wieder zurück ins Schneckenhaus, allein sein ...
ist auch wichig! sehr sogar

ALLEIN -sein, ja das ist auch meine beste bewältigungsstragetie, mit problemen klarzukommen.

..wie gesagt: dem anderen hilft aber gerade das gegenteil: REDEN. -ist ne typfrage.

ich bin auch nicht der typ mensch (glaub ich zumindest), der wikrlich in selbstmitleid versinkt, der sich nur um sich dreht, wenn es ihm schlecht geht. im gegenteil: ich nehm dann auch probleme und traurigkeit an anderen sehr viel deutlicher wahr und bin viel einfühlsamer udn nehm die umwelt viel sensibler wahr als zu irgendeinem anderen zeitpunkt in meinem leben...

mag sich für den ein oder anderen seltsam anhörn, aber für mich sind traurigkeit & melancholie eine absolute bereicherung in diesem leben.. ohne solche empfindungen, würd man einfach nur stumpf vor sich hinleben, ..würd man den wirklichen wert von ein paar sekunden unbeschwertheit nie zu schätzen wissen..

Commodus 30.10.2003 18:25

Naja, ihr habt wohl recht, aber ich werd das hier nicht weiter ausführen. Ich weiß, das ich in Selbstmitleid versinke. Aber das muss doch auch mal sein, oder nicht?

Claudia69 30.10.2003 19:37

@Commodus
Ich finde überhaupt nicht, daß du in Selbstmitleid versinkst. Du bist einfach traurig, dir geht's nicht gut, und Gründe gibt es wohl genug dafür. Das ist doch völlig in Ordnung. Man muß auch diese Phasen durchleben, muß weinen, wenn einem danach ist, sich verkriechen, wenn einem danach ist, oder mit anderen drüber quatschen, wenn man das möchte. Find ich alles völlig normal und in Ordnung.

Commodus 30.10.2003 19:47

Naja, aber ich kenne viele Leute die das stört. Die denken, das ich selber schuld bin.

Claudia69 30.10.2003 20:02

Ich denke, zu so etwas gehören immer zwei, nie ist nur einer allein der "Schuldige". Und wenn schon, spielt doch auch überhaupt keine Rolle, du hast trotzdem das Recht, daß es dir schlecht geht und du traurig bist, was soll das.

Commodus 30.10.2003 20:36

Natürlich hab ich das Recht traurig zu sein. Aber es versteht keiner. Weder meine Familie, noch meine Freunde. Sie verstehen nicht, das ich einfach anfange zu weinen, wenn es mir schlecht geht. Und damit komm ich nicht klar.

uschko 30.10.2003 22:32

Zitat:

Zitat von Commodus
Natürlich hab ich das Recht traurig zu sein. Aber es versteht keiner. Weder meine Familie, noch meine Freunde. Sie verstehen nicht, das ich einfach anfange zu weinen, wenn es mir schlecht geht. Und damit komm ich nicht klar.

Also ich kenn das. Und ich weiß, dass es teilweise auch ganz schwer ist, sich in andere hineinzuversetzen. Ich hab eine Freundin, die ist seit Jahren depressiv. Sie wurde von ihrem Mann verlassen und leidet und leidet und leidet. Ganz abgesehen davon, dass alle aus dem Freundeskreis so reagiert haben "Endlich ist sie den Klotzkopp los" (der Mann war wirklich furchtbar, hat sie schlecht behandelt und passte überhaupt nicht zu ihr, niemand konnte überhaupt verstehen, warum sie denn überhaupt geheiratet hat, der war wirklich ganz furchtbar), sie leidet immer noch und immer wieder.

Ich kann das schon verstehen, dass es alles dauert, aber ich weiß auch nicht, bei meiner Freundin ist es halt so, dass ist einfach seit mindestens zwei Jahren das Thema. Der ganze Freundeskreis hat mitbekommen, wie es noch war, als die beiden zusammen waren und keiner kann es verstehen, dass sie das jetzt so hinstellt, als sei die Beziehung so einzigartig gewesen. Ja, ich glaub da wird dann auch im nachhinein einiges hineininterpretiert und man ist dann gefangen in seiner kleinen vergangenen Welt und sieht nicht mehr richtig hin, will das alles nicht wahrhaben und klammert sich nur an einige Erinnerungen.

Und es ist eben auch schwierig, weil man so hilflos daneben steht. Es tut einem so weh, dass ein lieber Mensch so leidet und man versucht und hört zu und hört zu, versucht dann auch mal dessen Blickwinkel in andere Richtungen zu lenken und stellt immer wieder fest, der hängt fest und ich kann nichts tun.

Also ich denke da sollte man auch mit seinem Umfeld nicht ungerecht sein. Je nachdem, wie lange man schon zuhört und zusieht, wie jemand leidet und leidet, ist es einfach auch schwer und man ist hilflos, sprachlos und weiß dann einfach irgendwann nicht mehr weiter.

Traumtaenzer 30.10.2003 23:05

Zitat:

dass sie das jetzt so hinstellt, als sei die Beziehung so einzigartig gewesen. Ja, ich glaub da wird dann auch im nachhinein einiges hineininterpretiert und man ist dann gefangen in seiner kleinen vergangenen Welt und sieht nicht mehr richtig hin, will das alles nicht wahrhaben und klammert sich nur an einige Erinnerungen
stichpunkt IDEALISIERUNG, ein leid... hat man erstmal irgendetwas nicht mehr, sehnt man sich so sehr danach! - auch wenn man damals, als man DAS noch hatte, doch eher gleichgültig DEMgegenüber war... "der mensch weiß nur was er nicht hat, ist sich nicht bewusst wie gut es ihm doch eigentlich geht"
oder: "wer auf dem boden schläft kann nicht aus dem bett fallen"...
z.B. stellt euch doch einfach mal vor ein atomkraftwerk explodiert und die ganze natur ist weg... wieviele von euch würden es zutiefst bereuen sie nicht besser gesehen und aufgenommen zu haben? :roll:
man sollte sich immer bewusst sein, wie es ohne der sachen wäre die man HAT (bzw. WIE man liebt), man würde dann alles viel intensiver wahr- und aufnehmen... und danach kann man auch bestimmt besser ohne die sachen leben, weil man ja schon im kopf immer gedacht hat wie es ohne wäre....
aber vorher muss man diese tiefe enttäuschung erlebt haben, die trübste melancholie um dies schätzen zu können. --- Wieso?!

Zitat:

aber für mich sind traurigkeit & melancholie eine absolute bereicherung in diesem leben.. ohne solche empfindungen, würd man einfach nur stumpf vor sich hinleben, ..würd man den wirklichen wert von ein paar sekunden unbeschwertheit nie zu schätzen wissen..
traurig - aber wahr :(

Traumtaenzer 30.10.2003 23:13

... sich darauf vorbereiten OHNE zu sein...

Commodus 31.10.2003 16:25

Aber es ist doch nicht immer nur die Tatsache, das man etwas verloren hat, die weh tut, sondern auch, wie man etwas verloren hat. Das ist es doch, was mich kaputt macht. Das mir das Gefühl gibt, ein Nichts zu sein, ein Verlierer, ein Niemand.

idmud 31.10.2003 18:10

konnte leider nicht alle beiträge detailliert lesen, da ich im moment im i-cafe bin (pc zu hause schrott, DAS IST ZUR ZEIT MEIN LEID) und nur wenig zeit hab, aber

ich habe während des lesens hier die welt um mich rum fast vergessen, weil mich die beiträge so angerührt haben, vieles hab ich auch erlebt und erlebe es noch

ich weiß nur eins, es ging mir RICHTIG *******, ca 4 bis 5 jahre lang, und teilweise bin ich immer noch depressiv, aber es gibt auch - wenige - momente, in denen es mir gut geht, in denen ich mich "leicht" fühle

wünsche allen, denen es schlecht geht, daß es für sie zumindest auch einige momente der leichtigkeit gibt!

herbert-konzerte sind z.b. solche augenblicke :roll: :)

ein patentrezept gibt es nicht, das ist alles, was ich weiß


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