Alt 30.10.2018, 15:31   #1
JJ
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Zwischenbilanzen

Dieses Thema lässt sich in so einigen Foren sinnvoll unterbringen, man kann es etwa als Spiel deuten, natürlich hat es mit den alten Touren, aber auch mit der kommenden zu tun, und sicherlich lässt sich auch so einiges externes wie etwa der ökologische Fußabdruck mit einbeziehen. Da es sich auf keine spezielle Tour bezieht, habe ich mich entschieden, es fernab aller Tournee-Threads hier zu eröffnen, weil, mmh, naja, warum eigentlich nicht?

Dieser Thread dient nicht in 1. Linie zum Angeben (aber wer meint, es nötig zu haben, darf es natürlich gerne tun), sondern vor allem dazu, die vergangenen Jahre Revue passieren zu lassen, vielleicht zu staunen, was so zusammengekommen ist (damit meine ich nicht nur meine Statistik, die jetzt gleich folgt, sondern auch die jedes/jeder einzelnen, über die manche sich vielleicht auch gar nicht so richtig im Klaren sind) und daraus womöglich auch Schlüsse für die Zukunft zu ziehen - und natürlich auch dazu, die derzeit noch konzertberichtfreie Zeit mit Berichten über die Gesamtheit aller bisherigen Konzerte zu überbrücken (zumindest dürfte es, da sich niemand für das Geheimkonzert in Berlin angemeldet hat, in nächster Zeit noch keine geben). Es wird hier von niemandem verlangt, haarklein die gesamte Konzertstatistik aufzudröseln, wie ich es teilweise tu (und das fällt mir beileibe nicht schwer, die Setlisten habe ich alle im Kopf, die entsprechenden Berechnungen habe ich schon zigfach durchgeführt, wenn ich nicht einschlafen konnte, darüber hinaus auch sehr viele Nonsens-Statistiken, die hier nicht breitgetreten werden (und irgendwie ist es ja auch fast augenfällig, dass beispielsweise bisher jedes Konzert, auf dem Der Weg nach Bleibt alles anders gespielt wurde, in einer mit L beginnenden Stadt stattfand (Leipzig 2007 1; London 2007 und Landgraaf 2012; und das sind allesamt Konzerte, bei denen ich nicht war; ähnlich relevant ist die Erkenntnis, dass seit Jamel derzeit nur noch mit A beginnende Lieder übrig sind, die zwar mit Der Weg und Mensch auf Konzerten gespielt wurden, dass aber ausschließlich nach Der Weg und vor Mensch (es galt auch phasenweise für Stand der Dinge, Unfassbarer Grund, Wäre ich einfach nur feige, Die Härte und Roter Mond, da aber all diese zu irgendeinem Zeitpunkt entweder vor Der Weg oder nach Mensch gespielt wurden, sind als dauerhafte Liedtrenner der beiden ersten Mensch-Auskopplungen nur noch Auf dem Feld und Amerika übrig; und wenn man sich die mit A beginnenden Lieder genauer anschaut, gelangen die meisten hier, die nicht unbedingt schon zur Sprünge-Zeit auf Konzerte gingen, aber ab der Ö-Tour oder später schon, zu der Erkenntnis, dass bei jedem A-Lied das Saxophon zum Einsatz kommt), bei den Strecken- und Preisangaben jedoch sind viele Rundungen und teilweise Schätzungen dabei (für die Kilometerangaben habe ich Google Maps zu Rate gezogen und für alle Entfernungen die Autostrecken gewählt, was bei manchen Zugverbindungen deutlich abweichen kann, aber ich denke, das Ergebnis kommt der Wahrheit relativ nah und ich war, bzw. bin erstaunt), für die ausgerechneten Preise mussten teilweise grobe Überschlagsrechnungen herhalten, aber was die gespielten Lieder angeht, verbürge ich mich dafür, dass alle kommenden Angaben präzise und fehlerfrei sind!

Für den Fall, dass es jemanden interessiert oder auch nicht: Ich habe seit dem 7. Juni 2000 61 Konzerte besucht (1x Stand der Dinge, 2x Mensch, 12x 12, 24x Schiffsverkehr, 5x Blick zurück und 17x Dauernd jetzt), auf denen ich bisher insgesamt genau 1.700 Lieder gehört habe (keine Rundung!). Es sind derzeit genau 100 verschiedene Titel (auch keine Rundung!), von denen ich also jeden durchschnittlich genau 17 mal live erlebt habe (was tatsächlich nur auf Wunderbare Leere, Roter Mond und Unser Land zutrifft; apropos runde Zahlen und Dauernd jetzt: Auf den von mir besuchten Dauernd jetzt-Konzerten (Hamburg 2014 inbegriffen) wurden genau 500 Lieder gespielt (auch das nicht gerundet!)). Die Häufigkeiten "meiner" Lieder sehen so aus (Probekonzerte, Soundchecks, angespieltes und Oh, wie ist das schön zähle ich nicht mit und Mensch, Stück vom Himmel, Fang mich an und Bochum zähle ich trotz verschiedener Versionen als das gleiche Lied, ebenso zähle ich Medley-Lieder trotz teilweise drastischer Verstümmelung als ganze Lieder):

60x Bochum*
58x Mensch
je 56x Alkohol, Land unter, Was soll das und Bleibt alles anders
je 55x Männer, Halt mich und Demo (Letzter Tag)
je 54x Flugzeuge im Bauch, Der Weg und Stück vom Himmel
53x Musik nur, wenn sie laut ist
52x Zeit, dass sich was dreht
47x Vollmond
40x Schiffsverkehr
38x Zum Meer
36x Kopf hoch, tanzen
30x Fang mich an
28x Mambo
26x Glück
je 24x Kreuz meinen Weg und Zu Dir
je 22x Liebe liegt nicht und November
20x Ich dreh mich um Dich
je 19x Zur Nacht und Fisch im Netz
je 18x Wäre ich einfach nur feige und Morgen
je 17x Wunderbare Leere, Roter Mond und Unser Land
je 16x Feuerlicht und Unter Tage
je 15x Deine Zeit und So wie ich
je 14x Leb in meiner Welt, Fernweh und Auf dem Feld
13x Kinder an die Macht
je 12x Selbstmitleid, Unfassbarer Grund, Lass es uns nicht regnen und Uniform
je 11x Ich versteh, Marlene, Spur, Du bist die und Neuer Tag
je 9x Bloß geliebt**, Der Mond ist aufgegangen, Marie, Currywurst, Die Härte und Für Dich da
je 8x Luxus und Heimat
je 7x Unterwegs, Ich will mehr und Moccaaugen
je 6x Kein Verlust, Fanatisch, Letzte Version, Viertel vor, Unbewohnt, Komet und Ich lieb mich durch
je 5x Ich hab Dich lieb, Deine Liebe klebt, Total egal, Kaufen, Diamant, Bist Du taub, Morgenrot, Haarscharf, Jetzt oder nie, Tanzen und Jeder für jeden
je 4x Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht und Ohne Dich
3x Dort und hier
je 2x Blick zurück, Neuland, Energie, So gut, Pilot, Einverstanden und Amerika
je 1x Nach mir, Chaos, Schmetterlinge im Eis, Stand der Dinge, Sie, Live again, Einmal nur in unserm Leben, Erzähl mir von morgen, Nur noch so, Der Löw und Kadett

* Bochum habe ich auf 51 Konzerten einmal, auf 4 Konzerten zweimal und auf 6 gar nicht erlebt, was eigentlich 59 ergibt. Die Orchesterversion mit den BoSys von 2017 (als Zugabe nach der Lesung von "Peter und der Wolf") zähle ich, obwohl auf einer Nichtkonzertveranstaltung erfolgt, dennoch dazu (Wege und Kosten zu jenen Zusatzveranstaltungen werden hier nicht mit aufgeführt).
** In Hamburg 2014 wurde Bloß geliebt zur Überbrückung spontan von der Band ohne Mitwirkung von Herrn Grönemeyer gespielt und weitestgehend textunsicher von Jakob gesungen. Auch diese Version zähle ich mit zu meinen erlebten Liedern, "Yellow Moon" hingegen, eine Coverversion, die direkt im Anschluss von Alfred gesungen wurde, nicht (kann man meinetwegen inkonsequent finden; jedem/jeder anderen ist es natürlich freigestellt, Yellow Moon mitzuzählen oder Jakobs Bloß geliebt nicht).

Bei den meisten, die auch zur BAA- oder Mensch-Zeit angefangen haben, Konzerte zu besuchen und seitdem von jeder Tour mindestens ein Konzert mitgenommen haben, wird das Liederaufkommen wahrscheinlich sehr ähnlich aussehen in einer ähnlichen Häufungsreihenfolge, außer vielleicht, dass manche auch noch Neue Welt, Reines Herz oder Taxi Europa dabei haben (bei denen, die noch länger dabei sind oder ein I Walk-Konzert besucht haben, wirds dementsprechend natürlich noch umfangreicher sein, aber ich glaube, kaum jemand wird 130 oder mehr verschiedene Lieder erlebt haben und dank der Blick zurück-Tour haben auch die meisten Spätanfänger, die ab der 12-Tour oder später eingestiegen sind, die Möglichkeit gehabt, mindestens so um die 75 bis 80 Lieder zu erleben; und ich bin optimistisch, dass man angesichts von möglicherweise bis zu 18 betexteten neuen Liedern auf mindestens 13 oder 14 Neuzugänge hoffen darf, zuzüglich des einen oder anderen älteren Leckerbissens vielleicht auch um die 16), dafür aber ist auch längst nicht jeder in den Genuss von Sie, Live again, Energie, Einmal nur in unserm Leben, So gut, Erzähl mir von morgen, Nur noch so, Der Löw, Pilot, Einverstanden, Amerika oder Kadett gekommen (und ich fürchte, was einzelne dieser Titel angeht, wird es, wenn nicht ein Wunder geschieht oder noch einmal eine Blick zurück-Tour ansteht, so bald keine weitere Chance geben...). Mehr oder weniger durch meine Initiative wurden je nach Zählweise übrigens "nur" 1 bis 17 Lieder gespielt: Sehr sicher Für Dich da 2015 in Rostock; möglicherweise Für Dich da in Erfurt 2016 (vielleicht wäre es aber auch so gespielt worden), ganz vielleicht Unterwegs in Hamburg 2012 (das zwischen Marie und Tanzen als Bestellung aufgenommen und abgenickt wurde, vielleicht war es aber auch so geplant) und dann noch eventuell Komet 2008 in der O2-World in Berlin (allerdings in unkoordinierter Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen, die es auch an der Zeit fanden) - und, je nachdem, ob meine Bemühungen tatsächlich Einfluss drauf hatten oder die Blick zurück-Tour ohnehin von langer Hand geplant war, kann ich zusätzlich alle 13 Male Kinder an die Macht als zum Teil mein Verdienst betrachten (2012 sowieso und 2015 sowie 2016 wäre es ohne 2012 wahrscheinlich nicht gespielt worden). Mmh, mindestens 1 erfolgreicher Liedwunsch, maximal 17, das macht 0,06% bis 1%, was auf den 1. Blick nicht gerade nach viel aussieht, aber andererseits ist mir auch kein Beispiel bekannt, dass jemand nach erfolgreicher Geburt eines Kindes noch im Kreißsaal anfing, über die Verschwendung der unnützerweise verschossenen Spermien rumzunörgeln. Einige Wünsche blieben bisher unerfüllt, am liebsten würde ich natürlich insgesamt jedes Lied mal erleben, aber um halbwegs im Rahmen zu bleiben, schränke ich mich mal auf die wenigen überriesigen Wünsche ein, die ich am existentiellsten finde, und ich hoffe, bis zum Lebens- oder Tourneeende (entweder seins oder meins, ich hoffe, alle 4 werden nicht so bald eintreten) wird es noch etwas mit: Grönland, Keine Heimat, Mehr geht leider nicht, Viel zu viel und Mein Konzert.

Nicht besucht, aber mehr oder weniger fest eingeplant hatte ich 2003 ein Konzert in Berlin-Wuhlheide (auf einer Fahrt nach Griechenland dachte ich, das bietet sich, insbesondere wenn in Berlin eine Übernachtungsmöglichkeit besteht, irgendwie an), ohne Eintrittskarte drauflos, vor Ort würde sich die Tante des Mitreisenden ums Hinkommen und so kümmern - vor Ort gegen 17 Uhr bekam ich zu hören, dass das Konzert angeblich längst in Gange sei, was ich abstritt, was sich als böser Fehler herausstellen sollte, weil es offenbar in gewissen Kreisen sich nicht ziehmt, den idiotischen Behauptungen von Tanten von gewissen Tanten von gewissen Leuten mit Fakten entgegenzutreten. So begann unsere große Nach-dem-Ende-der-Schulzeit-durch-Europa-Tour damit, dass ich als planerischer Verräter dastand mit meiner Unfähigkeit, den korrekten Beginn eines Konzerts im Vorfeld zu kennen (meine spätere Recherche hat ergeben: es hatte, wie gewohnt, um 20 Uhr begonnen und ich habe bis heute nicht verstanden, was das schwachsinnige Geplänkel sollte, es sollte nach einer Reihe vieler weiterer noch unschönerer Begebenheiten der Anfang vom Ende sein und unsere Wege trennten sich, bis wir uns 2011 zufällig wieder begegneten und ich irrtümlicherweise davon ausging, man kann ja auch über den Dingen stehen, ich habe so vielen Leuten schon, die mir weit weniger bedeuteten, ganz andere Dinge verziehen, da kann ich ja auch einem früheren Freund, der mir wirklich mal sehr viel bedeutet hat, auch einiges nachsehen, blöderweise sollte es sich als einer der allerschlimmsten Fehler aller Zeiten rausstellen - kleiner philosophischer Einschub: Letztendlich habe ich insgesamt nur einen einzigen Fehler begangen, auf dem schlechterweise einige weitere aufgebaut haben, aber hätte ich den einen nicht begangen, mmh...blöderweise werden die meisten nur einmal vor die Wahl gestellt, ob sie sich in die Eizelle begeben oder nicht) sowie 2015 in Heide - dafür hatte ich auch eine Karte und wäre auch hingekommen, aber die Terminlage sah das anders - und angesichts des bisherigen Tourverlaufs hielt sich meine Motivation, unbedingt dabei sein zu müssen, leicht in Grenzen. 1999 in Kiel, wovon ich aus dem Radio erfuhr, wäre ich auch gerne dabei gewesen, irgendwer hätte bestimmt ne Karte übergehabt, dachte ich mir damals mit 15 1/2. Blöderweise hatte ich damals von nichts ne Ahnung, Kiel war 35 km entfernt, also praktisch unerreichbar, und zudem wurde mein Vorhaben auch nicht gerade unterstützt. Glücklicherweise lief im April oder Mai 2000 am Sonntagabend nach der Lindenstraße (oje, ich habe einiges durchgemacht!) auf RTL eine von Hans Meiser moderierte Sendung namens Notruf, in der Rettungseinsätze nacherzählt wurden und die Rahmenhandlung der Sendung bestand darin, dass Aufbauarbeiten von der Expo 2000 und sonstwie geplanter Kram davon gezeigt wurden, im Wesentlichen eine große Werbeveranstaltung für den Krempel, immer wieder wurde die Telefonnummer erwähnt, unter der man alles über die Expo erfahren und regeln konnte (sie lautete übrigens 0/2000) und irgendwann kurz vor Ende wurden die Möglichkeiten dieser Nummer noch einmal umrissen und eines, was man unter dieser Nummer auch verwirklichen können sollte, war das Ordern einer Eintrittskarte für das Konzert von Herbert Grönemeyer - das wohl leider schon ausverkauft war, aber erfreulicherweise gab es noch ein zweites, das sogar aufgezeichnet wurde und weil mir nach dem nicht besuchten Konzert in Kiel 1999 noch einiges mehr zugemutet worden war (an anderer Stelle ist auch davon zu lesen), setzte ich mich durch und es ging nach Hannover...

Von meinen 61 Konzerten fanden nach Bundesländern (die Niederlande, Österreich und die Schweiz behandle ich hierfür auch als Bundesländer, weil es sich einfach anbietet, ebenso unterscheide ich zwischen Ruhrgebiet und restlichem NRW) geordnet statt:

je 8 in Hamburg und im Ruhrgebiet
7 in Niedersachsen
je 5 in Berlin und in Nordrhein-Westfalen ohne das Ruhrgebiet
4 in Baden-Württemberg und Hessen
je 3 in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Österreich
je 2 in Bremen, Sachsen-Anhalt und der Schweiz
1 in den Niederlanden, Bayern, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen
__________________
Auch wenn Du mich verklagst
und Du schwörst, dass Du mich magst,
ist mir alles so egal
.

Ob Du fauchst oder ob Du beißt,
mich verwirrt nennst oder unreif,
Rache schwörst zum jüngsten Tag.

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Alt 30.10.2018, 15:34   #2
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AW: Zwischenbilanzen

Den Großteil der Konzerte, 58, habe ich im Innenraum besucht, 38x hat es für die 1. Reihe gereicht, 18x für irgendwo zwischen zweiter und vierter, in Gelsenkirchen 2016 für die 1. Reihe des FOS 2 (was ich nächstes Jahr nicht wiederholen werde) und in Hamburg 2003 wegen absoluter Unerfahrenheit und Unterschätzung und viel zu später Ankunft nur für einen sehr verlorenen Platz irgendwo weit hinten im Innenraum. Noch weiter von der Bühne entfernt, aber dafür theoretisch mit einer viel besseren Sicht ausgestattet war ich 2000 in Hannover irgendwo sehr weit oben (die theoretisch bessere Sicht war mir in der Praxis nicht vergönnt, weil ich damals schon eine Brille gegen meine extreme Kurzsichtigkeit gebraucht hätte, aber mich bis dahin noch nicht drum gekümmert hatte (ich war auf einer Schule gewesen, wo ich wahrscheinlich auch blind mehr auf die Beine gestellt hätte als der Rest, insofern bestand zu der Zeit noch keine Notwendigkeit für eine Sehhilfe, was sich dann im 1. Konzert rächen sollte)), ebenfalls einen Sitzplatz hatte ich, wie auch alle anderen, 2014 in Hamburg, seitlich von der Bühne auf der Jakob-Armin-Seite, wo mir, als völlig unerwartet, weil ohne Ansage und direkt nach Zur Nacht, Was soll das gespielt wurde, eine Person hinter mir mit den Händen im Rücken rumfuchtelte, was aber eine weit geringere Belästigung darstellte als eine handvoll Querulanten in Hamburg 2016, die mich wiederholt aufforderten mich hinzusetzen (für nächstes Jahr habe ich für 2 Hallen auch nur Sitzplätze ergattern können, aber extra keine in relativer Nähe zur Bühne, sondern, weil billiger, weit weg und in der letzten, bzw. vorletzten Reihe eines Blocks (um Unannehmlichkeiten wie 2016 vorzubeugen).

10 der 61 Konzerte konnte ich jeweils mehr oder weniger direkt vom jeweiligen Wohnort erreichen und wieder nach Hause fahren, eines nutzte ich (ohne nach Hause zu fahren oder wenigstens im Zug ausreichend zu schlafen) dazu, etwa von 1 bis 5 Uhr mit dem Zug vom Konzert zum Arbeitsort zu fahren, der freundlicherweise in einer Nachbarstadt des Konzerts am nächsten Tag lag, von 6 bis 12:30 Uhr zu arbeiten und direkt im Anschluss zum nächsten Konzert zu fahren; 8 Übernachtungen habe ich bei Leuten aus dem Forum getätigt und 5 bei jemand privat bekanntem; gemeinsam mit anderen Leuten habe ich inkl. gemeinsam ankommen, zusammenbleiben während des Konzerts und gemeinsam wieder rausgehen bisher 4 - das allererste noch mit beiden Eltern und der gesamten Geschwisterschaft (von denen wahrscheinlich niemand auch nur im entferntesten sich Gedanken wie diese hier macht), 3 davon mit Leuten aus dem Forum (von denen wahrscheinlich niemand auch nur im entferntesten sich Gedanken wie diese hier macht) und in Begleitung meines Lieblingsmenschen (kann sich eigentlich irgendwer erinnern, dass es lange vor dem so heißenden Namica-Hit einen gleichnamigen Titel von Dendemann gab, der auch 2008 gespielt wurde?), mit dem ich seit 2013 mein Leben verbringe, habe ich von den 17 Konzerten in dieser Zeit kein einziges besucht, woran sich aller Voraussicht nach auch in Zukunft nichts ändern wird (sicherlich einer von vielen Gründen, warum es so perfekt läuft!). Die restlichen Nächte vor und nach Konzerten habe ich selten in Straßenbahnen oder Regionalzügen, manchmal durch die jeweilige Stadt spazierend, ab und an in einer Bank (davon meistens Sparkassen) pausierend oder auch mal dösend und meistens ab einem gewissen Zeitpunkt -sofern vorhanden- im jeweiligen Bahnhof verbracht, meine 1. überwiegend ungeplante Übernachtung 2007 zwischen den beiden Hamburger Konzerten habe ich spontan in einem Grillstand unweit des Fußballstadions getätigt, wo ich Teile meiner durchnässten Kleidung über ein Grillrost zum notdürftigen Trocknen hängte; mein Gepäck lagerte, falls vorhanden, jeweils im Bahnhofsschließfach - außer 2007 in Hamburg und 2012 in Beverungen, wo ich in Ermangelung eines solchen bzw. seiner Erreichbarkeit freundlicherweise mein Gepäck im Auto einer spontan kennengelernten Person lassen durfte; mittlerweile bin ich dazu übergegangen, für 1-Tages-Ausflüge kein Gepäck mehr mitzunehmen, weil mir der Luxus eines Schließfachs zu teuer ist (nicht, weil ich die 3 bis 5 € nicht auch noch über hätte, es ist eher eine Prinzipsache, dass ich diese Investition nicht tätigen will). In Hotels, Jugendherbergen und sonstigen Einrichtungen habe ich (noch mal kurz durchzählen) 0 Nächte verbracht, für die ich in der Summe 0 € bezahlt habe.
Erreicht habe ich 12 Konzerte mit dem Auto (einige davon komplett durch Autofahrten, einige andere nur in der letzten Etappe), wodurch etwa 4.750 km zusammengekommen sind - ca. 30 km davon durch Taxifahrten, die ich 2003 in Hamburg aufgrund einer Verirrung, 2004 in Hannover zur Vorbeugung einer Verirrung und 2011 in Klagenfurt wegen unerträglicher Beinschmerzen antrat (jeweils nach dem Konzert aufm Rückweg), sowie sehr grob geschätzt ca. 100 bis 150 km, die ich auf der Rückfahrt von Amsterdam selbst am Steuer gesessen habe und durch die sich die Gesamtstrecke, die ich nach Beendigung der Fahrschule Ende 2001 selbst Auto gefahren bin, schlagartig auf ungefähr 1.700 km erhöht haben mag (ich wollte nie Führerschein machen und fuhr und fahre auch nicht gern, entgegenkommenderweise wurde es mir von 2 der 3 Leute, die mich damals zum Führerscheinmachen nötigten, direkt verweigert, vor allem mit der Begründung, dass mir die nötige Fahrpraxis und Sicherheit fehlt - zuletzt bin ich Ende 2010 ca. 30 km gefahren und 2012 saß ich noch einmal am Steuer eines Traktors, dessen Bremse nicht einwandfrei funktionierte, was mir aber auch erst während der Fahrt mitgeteilt wurde, erfreulicherweise stoppte ein Erdhügel die rasante Rückwärtsfahrt; seitdem bin ich nicht mehr selbst Auto gefahren und gehe auch nicht davon aus, es jemals wieder zu tun - das alles hat mit der Konzertstatistik recht wenig zu tun, aber wer schon mal einen Beitrag von mir gelesen hat, weiß, dass es manchmal umfangreich und fundiert geraten kann!). Auf Teiletappen zur Erreichbarkeit von Treff- und/oder Abfahrtspunkten bin ich etwa 180 km Fahrrad gefahren (zu einem Konzert direkt nie, weil es sich einfach nicht anbot und mir auch zu unsicher wäre) und in Bussen (Fernbusse und Stadt-, bzw. Regionalbusse zusammengenommen) habe ich etwa 2.335 km zurückgelegt - was mich angesichts der mehr als doppelt so vielen Autokilometer zunächst überraschte, dann aber auch wieder nicht, weil eine Autofahrt von Schleswig-Holstein nach Amsterdam und mehrere nach Hannover, Rügen und so mehr zu Buche schlagen als 4 Busfahrten nach Berlin und zurück und eine nach Mannheim.
Den Löwenanteil an Konzertwegstrecke habe ich in Zügen zurückgelegt, hierzu habe ich mal alles an Fern-, Regional- und Bummelzügen plus Straßenbahnen in einen Topf geworfen und komme (da die Zugstrecken teilweise sehr große Bögen machen, dürfte die tatsächliche Strecke noch ein Stück größer ausfallen, obwohl ich schon die einzelnen Autostrecken und die daraus resultierende Summe teilweise leicht großzügig aufgerundet habe) auf insgesamt 25.000 km! Zusammen mit den anderen Fortbewegungsmitteln kommen so an die 32.000 bis 33.000 km zusammen - meine 1. komplette Erdumrundung allein durch Konzertbesuche wird also wahrscheinlich nächstes Jahr komplettiert! Interessant dabei: 2011 lagen die Konzerte geographisch so freundlich, dass, trotz einer Unterbrechung in Norddeutschland, für 14 Konzerte weniger Strecke zusammenkam als 2012 für 10 Konzerte, die teilweise sehr im Zickzack lagen, wobei da natürlich die Einzelausflüge nach Salzburg und Montreux entscheidend sind. An dieser Stelle bietet es sich an, die Strecke auszurechnen, die ich pro gehörtem Lied zurückgelegt habe (wegen der glatteren Rechnung runde ich die Gesamtstrecke mal auf 34.000 km, das ist noch im vertretbaren Rahmen, anderenfalls würde ich kurzerhand das Ergebnis aufrunden, was aufs gleiche Ergebnis rausliefe und es würde mich nicht wundern, wenn auch mit offiziellen und noch wichtigeren Statistiken manches Mal so verfahren wird), im Schnitt musste ich für jedes einzelne Lied, das ich live anhören durfte, etwa 20 km zurücklegen, mit Hin- und Rückfahrt lag also jedes Live-Lied im Schnitt 10 km von mir entfernt, ich finde, in Relation betrachtet geht das eigentlich! Nicht mit eingerechnet und auch nur sehr schwer schätzbar ist der Weg, den ich insgesamt zu Fuß zurückgelegt habe, teilweise durfte ich direkt an der Konzertstätte aussteigen, teilweise auch (siehe Klagenfurt und Aurich) waren es von der nächsten Bushaltestelle noch 3 bis 5 km Fußweg, von den ganzen Wegen innerhalb der Konzertstätten mal ganz zu schweigen, ich denke, irgendwas zwischen 100 und 300 km Fußweg (auch was den Weg vom Konzert zurück zum jeweiligen Bahnhof angeht, mancherorts bin ich bestimmt an die 10 km oder weiter gelatscht), werden wohl auch zusammengekommen sein!

Ich versuche nun, die im Laufe der Jahre entstandenen Kosten zu überschlagen: Wenn ich für die Autostrecken, für die ich, als ich noch mit meinen Eltern reiste, nichts in Rechnung gestellt bekam, und auch von den anderen Mitnehmenden nicht allzu heftig zur Kasse gebeten wurde, mal von einem Verbrauch von 8 L / 100 km und einem Spritpreis von 1,50 € pro Liter ausgehe (keine Ahnung, ob das über die letzten 18 Jahre halbwegs realistisch ist, scheißegal!), komme ich auf 550 bis 600 € (hui!), mit den Taxikosten von etwa 60 € (noch mal hui!) auf vielleicht 650 €. Beim schnellen Überschlagen von Fernbus- und Zugfahrten komme ich auf insgesamt 52 Fahrten (was bei 61 Konzerten, unter denen nur 2 Zwillingskonzerte waren, auf den 1. Blick auch nach Abzug der Autostrecken nur schwer möglich sein kann, auf den 2. Blick aber tatsächlich so hinhaut, weil ich 2011, 2012 und 2015 große Rundreisen betrieben habe und nach Möglichkeit eine Fahrkarte für 2 Ziele nutzte (etwa 2011 von Berlin nach Düsseldorf mit langem Aufenthalt in Gelsenkirchen), von denen die meisten 21,75 € gekostet haben, wenige 14,25 €, einzelne 29,90 € und die Fahrt von Wien nach Klagenfurt 2011 sogar über 41 €. Wenn ich noch von ein paar kleineren Aufpreisen ausgehe (etwa die 1,60 € für den Bus in Klagenfurt, der nicht im Ticketpreis inbegriffen war und auch nicht ganz bis zum Stadion fuhr, wo zwar freundlicherweise auf der Rückseite ein Rabatt-Gutschein für einen Kaffee bei IKEA (nur gültig in Klagenfurt!) drauf war, den ich aber leider nie einlöste, dann kann ich wohl von einem Durchschnittsfahrkartenpreis von etwa 25 € ausgehen und komme auf etwa 1.300 €, dazu freilich noch die BahnCards 2011, 2012 und 2016 (2015 hatte ich auch eine, die ich aber für anderweitige Zwecke noch mehr nutzte und deshalb nicht als Konzertinvetsition mitrechne) für jeweils 62 €, insgesamt also jetzt schon etwa 2.200 €! Aus dem Gedächtnis komme ich jetzt auf 33 Schließfachnutzungen, die im allergünstigsten Fall vor langer Zeit mal 2 € kosteten, in Köln aber sogar 5 €. Da ich auch manchmal ein großes benutzen musste, das noch teurer war, dürften es im Schnitt bestimmt 3,50 € bis 4 € gewesen sein; insgesamt gehe ich mal von ca. 120 € aus, ganz insgesamt also schon 2.300 € (und noch keine einzige Konzertkarte!). Was die Verpflegung angeht, muss ich natürlich beachten, dass ich auch zu Hause gegessen und getrunken hätte, da ich aber manches Mal gezwungen war, in Imbissen einzukehren, was ich sonst nie tu, und etwa bei jedem 2. Konzert mich habe gehen lassen, teilweise dann sogar mal nicht nur 3,50 € fürn Döner oder 4,50 € für ne Pizza rausgeschmissen habe (sogar ne 20er Schachtel McNuggets war schon dabei, was mich jetzt erst zu der Erinnerung bringt, dass ich 3 Nächte in Bahnhof-McDonald's-Filialen verbracht habe), ich fürchte, ich kann wohl etwa von 4 € im Schnitt Zusatzverpflegung pro Konzert ausgehen, die ich ohne Konzert nicht berappt hätte, für die ich mit Sicherheit in keinem Etablissement ein Ingwerhuhn mit Lauch-Zwiebel-Sesam-Dressing bekommen hätte (wer sich umfassend informiert und gut aufgepasst hat, versteht den Seitenhieb!), damit sinds weitere 250 €, nun also schon 2.550 bis 2.600 €, auweia! Das Zusammenrechnen der Ticketpreise sollte theoretisch am leichtesten gehen, weil man nur ablesen muss. Blöderweise sind bei mir durch Umzüge und Schlampereien eines Dritten nicht mehr alle erhalten (und vieles mehr, was mir heilig und unersetzbar war und ist, ebenso nicht; ich habe mich aber, was die theoretisch neu beschaffbaren Sachen angeht, bis heute nicht drum bemüht, denn was nützen mir die offiziellen Film- und Live-DVDs, wenn ich mir gerne TV-Aufnahmen, die Original-Autogramme, die 2007 und 2008 gefangenen Plektren, den 2011 gefangenen Drumstick oder meine von Alfred signierte Melodica anschauen oder sie verwenden möchte? Zu schade, dass ich demjenigen, der auch noch der Meinung war, mir einen Gefallen zu tun, indem er meine Habseligkeiten, die neben dem gerade besagten unersetzbaren Karton auch noch ca. 80% meines Hausstandes umfassten, den ich Anfang 2013 aus eigener physischer, mobiler und finanzieller Kraft nicht transportieren konnte (2012 war ein sehr teures Jahr gewesen), nach einem angeblichen Wasserschaden unentgeltlich zum Sperrmüll brachte (ohne mein Wissen geschweige denn Einverständnis), nicht ansatzweise einen auch nur annähernd adäquaten Schaden zufügen kann - erfreulicherweise finde ich es vor mir selbst vertretbar, nach so einer Geschichte nicht mehr ans Telefon zu gehen und ihn auch sonst nicht mehr an meinem Leben teilhaben zu lassen, ich hatte vorher schon nicht mehr die allergrößte Freude an diesem Subjekt (und das ist noch sehr diplomatisch ausgedrückt, aber ich finde, nur weil jemand, mit dem einen eine längere Geschichte nicht arm an prägenden Ereignissen verbindet, der Meinung ist, die NPD wählen zu müssen (nachdem er 8 Jahre zuvor noch regelmäßig mit Irokesenschnitt und Baseballschläger losgezogen war, um sich mit Skinheads zu prügeln) und damit trotz seiner Herkunft als Sohn eines zeitweise staatenlosen Sowjet-Flüchtlings kein Problem zu haben oder sich unanfechtbar damit im Recht sieht, einer seiner Verflossenen eine Abtreibung aufgenötigt zu haben (was zwar aus evolutionärer Sicht und gemessen am Vorteil für die Menschheit eine sinnvolle Entscheidung darstellt, aber doch das Leben der Betroffenen empfindlich beeinträchtigt; dagegen finde ich es eine Bagatelle, dass er mir den Führerschein mitaufgeschwatzt hat) und ernsthaft der Meinung ist, das sei keine große Sache, schließlich blutet's nur ein, zwei Tage nach, und dann war's das (keine Ahnung, ob's stimmt, so wurde es mir unaufgefordert berichtet und die Bilder im Kopf gab's gratis dazu), ich finde, das allein sind zwar Argumente, jemand in höchstem Maße abstoßend und unangenehm zu finden und nichts mit ihm zu tun haben zu wollen, aber wegen solchen Sachen eine Freundschaft kündigen, obendrein zu jemandem, der einem mal das Leben gerettet hat? Nein, ich fürchte, so leicht kann ich es mir nicht machen, insofern finde ich es rückblickend zwar nach wie vor bitter, dass und wie ich um meine Besitztümer gebracht wurde, absolut grundlos obendrein, aber wenn ich mir dann widerum überlege, dass diese Sache für mich den ultimativen Notausstieg aus diesem sehr unangenehmen Verhältnis darstellt (ich weiß, dass liest sich nicht gerade nach höchster Moral aus dem Lehrbuch, aber so ist es nun mal), dann schmerzt der Verlust minimal weniger - dennoch würde ich mich wohler fühlen, wenn ich angemessene Rache üben könnte!), deshalb habe ich nicht die Möglichkeit, einfach abzulesen und zudem habe ich auch nicht für jedes Ticket den aufgedruckten Preis bezahlt, manche Schnäppchen waren dabei, und auch wenige Wucherdinger, ich denke, mit der Verteilung "meiner" Konzerte (deutlicher Schwerpunkt ab 2011 und danach) und einzelnen Ausreißer-Preisen (Bochum 2009, Hamburg 2014) ist ein Durchschnittspreis von 55 bis 60 € realistisch, ich gehe mal eher von 60 aus, was dann, oje, 3.660 € macht...das führt, da mir keine nennenswerten weiteren Posten einfallen, zu einer Gesamtinvestition von etwa:

6.200 €

Ob jetzt 101,63 € oder 100 €, diese Größenordnung ist in etwa der Durchschnittspreis, den ich pro Konzert für alles, was dazugehört, ausgegeben habe, mmh, ja, kommt hin, wird aber nächstes Jahr an kaum einer Stelle mehr hinlangen (außer natürlich, ich komme an eines der Goldenen Tickets)...auch interessant: Pro live erlebtem Lied hab ich im Schnitt 3,65 € ausgegeben. Oh, jetzt erst fällt mir ein, dass ich in Beverungen so dringend auf die Toilette musste, dass ich, entgegen dem, was mir sonst heilig ist, sogar 50 Cent dafür ausgab (oh, und für manche Sanifair-Anlagen, in denen ich mich dann teilweise 5 Stunden oder länger zum Schlafen und Frischmachen aufhielt, hab ich sogar noch mehr ausgegeben, scheiße, ich muss von vorn anfangen zu rechnen...), mannmannmann, ist das alles teuer!
__________________
Auch wenn Du mich verklagst
und Du schwörst, dass Du mich magst,
ist mir alles so egal
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Alt 30.10.2018, 15:36   #3
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JJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer Anblick
AW: Zwischenbilanzen

Und eh man sichs versieht, kommt auch schon der dritte und letzte Abschnitt, ich hoffe, das reicht zur Überbrückung der konzertberichtsarmen Zeit:

An Rumstatistikerei lässt sich sicherlich noch so einiges bestimmen, so habe ich vor oder nach Konzerten insgesamt 11 Musiker getroffen (Mehrfachtreffen zählen hier mehrfach), habe mich keinen einzigen Tag unberechtigterweise krank gemeldet, über die Jahre in und an den Konzerten ca. 120 € an bepfandetem Leergut eingesammelt (insbesondere die Cup-Concept-Becher lohnen sich), was letztendlich wieder 2 Eintrittskarten oder 2 BahnCards ergibt; mit Ausnahme eines großen 12-Bechers in Bremen 2007 für 3 € (der leider zusammen mit vielen anderen Sachen einen irreparablen Wasserschaden erlitten haben muss, wie mir mitgeteilt wurde und den ich deshalb nicht mehr besitze, ebenso wie 2 kleine Schiffsverkehr-Becher, die ich in Bern gefunden und nicht zu Geld gemacht hatte) habe ich auf keinem meiner besuchten Konzerte je einen Fan-Artikel erworben, von Stadion-Snacks oder -Getränken mal ganz zu schweigen - dafür habe ich mir, nachdem ich in Rostock 2011 offenbar in der Nacht zwischen Probe- und richtigem Konzert einen Insektenstich und eine dementsprechend heftige Schwellung erlitten hatte, in einen Verband, den mir in Hamburg freundlicherweise eine pensionierte Krankenschwester aus meinem Wohnhaus um die geschwollene rechte Hand anlegte, die Frucht- und Eiswürfel-Rückstände aus den Cocktail-Plastikbechern von irgendwelchen aufgetakelten Trümmerelsen gekippt; 2007 in Hamburg gab es diese Möglichkeiten leider nicht, da hatte mir aber ein freundlicher Security-Mann von einem Imbissstand Zwiebelringe fürs Übersgeschwolleneaugelegen mitgebracht, da ihm keine Eiswürfel ausgehändigt worden waren. Beverungen, Salzburg und Dortmund 2012 sowie Braunschweig und Hofgeismar 2015 habe ich ohne Recherche einer Wegbeschreibung besucht, von Hofgeismar wusste ich sogar nur durch den Fahrkartenautomaten, dass es irgendwo unweit von Kassel sein muss, da habe mich dann spontan entschieden, es mit Braunschweig zu verbinden und direkt vor Ort im Bahnhof Hamburg-Dammtor beide Tickets erstanden und direkt im Anschluss daran die verbindende Fahrkarte; bis heute habe ich übrigens auf keiner Landkarte geguckt, wo genau Hofgeismar tatsächlich liegt. Und die wohl mit Abstand längste und zermaterndste Tour hatte ich nach Salzburg, weil ich mich, aufgrund nicht verfügbarer Bahn-Sparpreise, eigentlich gegen das Konzert entschieden hatte, dann aber nach Beverungen nicht so ewig lang bis Rendsburg warten wollte, deshalb entschloss ich mich sehr kurzfristig, mit einem Quer-durchs-Land-Ticket von Schleswig-Holstein nach Salzburg (und auch wieder zurück) zu fahren. Das heißt: Freie Nutzung sämtlicher Regionalzüge ab 9 Uhr bis 3 Uhr des Folgetages, das hatte ich so ähnlich schon 2011 nach Augsburg (Wetten, dass..?) gemacht, nur mit dem Unterschied, dass man am Wochenende nicht bis 9 warten muss und Augsburg viel näher liegt als Salzburg, scheißegal, ich musste nach Salzburg, zumal am 7.6., dem Datum meines ersten Konzerts, kratzte sämtliche verfügbaren Finanzen zusammen (etwas mehr als 150 €), erwarb ein Ticket für den 6.6. (hin) und eins für den 8.6. (zurück), hatte noch etwa 70 €, fuhr um 9:42 Uhr los und kam irgendwann nach Mitternacht an, am nächsten Tag dann erst mal ein Ticket organisiert (sogar 10 € billiger als aufgedruckt), keinen Anruf angenommen (hab ich 2011 unvorbereitet während der Fahrt von Wien nach Klagenfurt gemacht und hinterher schön doof geguckt), Konzert erlebt, danach über 3 absolut unerwartete deutsche Red Bull-Dosen vorm Stadion gefreut (0,75 € wieder drin!) und am nächsten Morgen hieß es, ja um 8:57 Uhr den 1. Regionalzug zurück nach Hause zu erwischen (die 3 Minuten Schwarzfahrerei waren unumgänglich, mit einem späteren Zug wäre ich nicht nach Hause gekommen und hätte kein Geld für eine spätere Anschlusskarte gehabt, weder in bar noch aufm Konto), ich verbrachte die Nacht in einem Aufenthaltsraum für Reisende, kaufte mir morgens um 7 in einem Sparladen im Bahnhof einen widerlichen Puddingbecher und wohl das billigste verfügbare Getränk, setzte mich wieder in den Warteraum, pennte vor Erschöpfung ein und überhörte alle 5 Handyweckrufe. Irgendwann wurde ich zufällig wach, blinzelte auf die Uhr auf der elektronischen Anzeigetafel und die zeigte 8:54 - sofort aufgesprungen, Gepäck zusammengerafft und gerade noch den Zug erwischt...womit ich mehr Glück hatte als ein Jahr zuvor im Zug von München nach Bern. In Stuttgart sollte ich umsteigen, hatte auch einige Weckrufe dafür gestellt, überhörte sie aber alle und wurde zufällig in Mannheim wach, als der Zug gerade hielt und die Türen geöffnet hatte, leider verpasste ich den Ausstieg und musste sogar noch bis Frankfurt mitfahren, von wo ich für fast 40 € eine neue Fahrkarte Richtung Basel erwerben musste - und den Rest der Strecke mit Bummelzügen bewältigen musste.

Eine interessante Zahl fällt mir noch ein zum Ausrechnen: Die Netto-Konzert-Zeit. Wenn man von 2 1/4 bis 2 1/2 Stunden Spielzeit im Schnitt ausgeht, komme ich auf ca. 6 Tage, die ich Konzerte erlebt habe (natürlich: 10 Konzerte mal ca. 2,4 Stunden ergeben einen Tag, was für eine einfache Rechnung!). Die teilweise endlos lange Wartezeit vorm Einlass, die nicht selten 7 Stunden oder längeren Zugfahrten, die für sogenannte Fantreffen oder ähnliches aufgebrachte Lebenszeit (ja, auch davon habe ich mal welche besucht; ich will nicht sagen, dass sie mir allzusehr geschadet haben, aber ich für mich finde, ich habe mehr davon, nachm Konzert allein durch die Stadt zu geistern, im Kopf das Konzert noch mal durchzugehen und dabei Überlegungen wie die hier genannten und noch viele mehr anzustellen, dabei Liegengelassenes oder Weggeworfenes anderer Konzertgänger zu untersuchen oder einzusammeln (seit Mainz 2016 ist mein Bedarf an gelben Hüten vorerst gedeckt, danke an dieser Stelle) und die Sache generell mit mir selbst auszumachen) rechne ich nicht aus, das wäre vielleicht ein bisschen frustrierend, mit Leerlauftagen, wie ich sie 2011 in Düsseldorf, Frankfurt, Köln und München oder auch 2012 in Magdeburg verbringen musste, die, weil ich mich unterm Strich äußerst wenig für die jeweiligen Städte interessiere und die Zeit dort dementsprechend ungenutzt vertu (wobei sich das auch nicht verallgemeinern lässt, 2011 in Düsseldorf etwa habe ich spontan an einer Studie teilgenommen und 5 € verdient), dürften das bestimmt mindestens an die 2 Monate sein, die draufgegangen sind, aber das rechne ich lieber nicht aus, vielleicht war es auch noch bedeutend mehr Zeit!

Mmh, ohne irgendeine pfiffige Schlusspointe läuft so ein Rundumkonzertberichtserstattungsersatzbeitrag Gefahr, ziemlich abrupt zu enden - tja!
__________________
Auch wenn Du mich verklagst
und Du schwörst, dass Du mich magst,
ist mir alles so egal
.

Ob Du fauchst oder ob Du beißt,
mich verwirrt nennst oder unreif,
Rache schwörst zum jüngsten Tag.

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