Alt 19.06.2009, 02:23   #1
RaBraBo
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Resümee zum Konzert

Kritisieren und nicht meckern, dass ist ja oft ne Gradwanderung.
Denn es ist erst mal so, dass ich persönlich sehr Glücklich mit dem Konzert bin.
Wer den Artikel () gelesen hat weiß was mir das Konzert bedeutet hat und wie sehr ich mich drauf gefreut habe.

Und dann kommt doch dieses alberne „aber“ um die Ecke und ich werd das Gefühl nicht los. Da war mehr drin.
Wenn ich mir vorstelle und das fällt mir gar nicht schwer, dass ich, in dem Stadion meiner Heimatstadt, ein Konzert gebe. Da läuft mir die Gänsehaut rauf und runter. Wer kenn ihn nicht diesen Traum – auf einer Bühne zu stehen, die in dem Stadion steht, in dessen Schatten man seine erste Kippe geraucht hat und man elendig abgeblitzt ist, bei der netten Tochter vom Fleischer, beim Versuch sie zu Küssen. Die, die heute Abend im Publikum ist und sich schwatz Ärgert. Wer kennt ihn nicht den Traum. Das die Schulkollegen da sind und ihren Kinder die Geschichten aus der Schulzeit erzählen und mit stolzer Brust, zum fünften mal in einer Stunde erwähnen, dass man mit dir befreundet ist.
Ich kann mir vieles vorstellen aber ein Traum den hätt ich nie geträumt.
Zusammen mit den Bochumer Symphoniker auf der Bühne zu stehen, dazu hätte meine Phantasie nicht ausgereicht. Bestimmt ist das der Grund warum ich Milde walten lasse, weil ich glaube das selbst Herbert sich das nicht erträumt hat.

Aber mal ehrlich – wenn es denn, dann so weit ist und das nicht Traumbare wirklich wird – hat man dann nicht die Verpflichtung großes zu tun? Darf man das Unglaubliche in Butterbrotpapier verpacken? Ich meine nicht. Wenn einen das Leben eine solche Möglichkeit schenkt, dann sollte man das Leben in vollen Zügen genießen und das Beste draus machen. Herbert das hast du vermasselt. Wie viele Musiker haben die Chance auf ein solches Konzert? Und wie oft? Einmal im Leben? In der Heimatstadt zusammen mit dem Symphonisches Orchester ein Konzert geben, wie oft soll passieren? Da kannst du Geschichte schreiben, dich unsterblich machen. Da hätten wir in zwanzig Jahren noch von geredet. Ganz Bochum eine Symphonie. An uns Fans hat es nicht gelegen - wir waren Champions League und auf dem Platz standen eine menge Stars. Aber die gaben uns leider nur ein Abschiedsspiel - auf was nur ? Abschied vom Konzerthaus? Von der 12 Tour?
Warum habt ihr nicht, aus deinen Liedern, eine Geschichte kreiert und uns diese dann Musikalisch erzählt? Ihr hattet die Möglichkeit uns an die Wand zu spielen uns sprachlos zumachen, uns die Sinne zu berauben uns glauben zu machen wir wären unsterblich, denn all das kann Musik.

Bochum ist Stahl und Kohle, ist Energie. Alles was es hier gibt ist schwer erarbeitet worden.
Oft bleiben nur die Träume, die uns weitermachen lassen.
Es sind die Träume die uns die Kraft geben und wenn du auf der Bühne im Ruhstadion stehst, Jung, dann ist das unser aller Traum.
Leb den Traum für uns – aber bitte so, dass mir die Tränen kommen weil ich grade was unfassbares erleb.
Denk mal drüber nach, Glück auf.
Ralf
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Nur weil du nichts hörst,
heißt das nicht,
dass nichts passiert

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Alt 19.06.2009, 10:07   #2
Luxus
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AW: Resümee zum Konzert

Zitat:
Zitat von RaBraBo Beitrag anzeigen
In der Heimatstadt zusammen mit dem Symphonisches Orchester ein Konzert geben, wie oft soll passieren? Da kannst du Geschichte schreiben, dich unsterblich machen. Da hätten wir in zwanzig Jahren noch von geredet. Ganz Bochum eine Symphonie. An uns Fans hat es nicht gelegen - wir waren Champions League und auf dem Platz standen eine menge Stars. Aber die gaben uns leider nur ein Abschiedsspiel - auf was nur ? Abschied vom Konzerthaus? Von der 12 Tour?
Warum habt ihr nicht, aus deinen Liedern, eine Geschichte kreiert und uns diese dann Musikalisch erzählt? Ihr hattet die Möglichkeit uns an die Wand zu spielen uns sprachlos zumachen, uns die Sinne zu berauben uns glauben zu machen wir wären unsterblich, denn all das kann Musik.
Ja, dieser Aspekt wurde nach dem Konzert oft diskutiert, und auch ich hatte das Gefühl:

das kann doch nach den vielen Ankündigungen nicht alles gewesen sein

Wenn schon nicht andere Titel als einmalige "Highlights" reingekommen sind
, so hätte man wenigstens für einen Moment überlegen können, ob man die immer wieder spielenden Titel in einer veränderten Version bringt.

Zum Beispiel: Was wäre "Alkohol" mit Bläsern und Pauke, oder "Der Weg" oder "Land Unter" wie immer mit vier Leuten am Steg-Ende, aber diesmal mit Geigen, Chello und Flöte, statt der üblichen Band.

Die Symphoniker hätten dies locker spielen können, das sind Profis ... also sprechen wir hier nicht von monatelangem Proben oder so.

Und ich bin mir ganz sicher, dass dieses Herum-Probieren mit neuen Versionen (auch mit Verspielern und Pannen) völlig tolerant von allen aufgenommen worden wäre, aber ein nahezu komplett bekanntes Set dann auch noch mit dem einzigen neuen Titel zu "versemmeln" und dann noch davon zu sprechen, man sei Perfektionist ....

Mein Fazit: schade dass nicht "gewagt" worden ist, vor allem weil offensichtlich nicht mitgefilmt worden ist und dann wäre jeder lustige Quatsch auch nicht für die Nachwelt festgehalten worden, hätte aber für jeden einzelnen im Stadion diesen (Regen-)Abend (noch mehr) zu einem unvergesslichen Abend werden lassen, das einzige Konzert des Jahres hätte keine aufgewärmte Kombination aus "Stand der Dinge" (und wenn schon: dann auch bitte mit den früheren Titeln!!! ) und der ZWLF-Tour werden sollen, das war einfallslos.

Bochum insgesamt hat sich gelohnt: die drei Tage waren genial, ein Regenkonzert bleibt immer stärker im Gedächtnis haften und die abendlichen LV-Feiern ... unvergesslich
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Alt 19.06.2009, 14:52   #3
Tout change le même
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AW: Resümee zum Konzert

Ich würde jetzt nicht soweit gehen zu sagen, dass Herbert es "vermasselt" hat.
Aber doch: auch ich hatte mir von diesem Konzert sehr viel mehr versprochen.
Wenn ich geahnt hätte, dass es im Grunde nur wieder ein Aufguß der 12-Tour-Konzerte ist, dann wäre ich vermutlich nicht nach Bochum gefahren (ist ´ne ganze Ecke von mir weg).

Also nicht falsch verstehen: ich fand das Konzert klasse. Herbert hat sich trotz Nässe und Kälte 3 Stunden lang die Seele aus dem Leib gesungen, er hat wie immer die Bude gerockt und einen das grauenvolle Wetter vergessen gemacht, die Stimmung war bombig und die Reise nach Bochum hat sich für mich im Nachherein allein wegen "Vollmond" gelohnt.

Aber trotzdem hatte ich mir etwas anderes erwartet. Etwas Besonderes, Einzigartiges, etwas, bei dem sein übliches Orchester im Grunde nicht "nur" gegen die Symphoniker "ausgewechselt" wird, eine eklatant andere Setlist als bei der letzten Tour, Songs, die man lange nicht mehr gehört hat etc. Mehr so etwas wie damals in Hannover.

Ein ganz anderes Konzert wäre vielleicht auch viel zeitraubender geworden. Da hätte man sicherlich viel länger proben müssen. Möglicherweise nicht mal die Symphoniker. Aber vielleicht Herbert samt Band. Lange nicht mehr gespielte Songs in einer neuen Version schütteln die sicherlich auch nicht einfach so aus dem Ärmel. Und vielleicht überschätzt man Herbert da ja auch in seiner Verbundenheit zu seiner alten Heimat. Es war ein Benefizkonzert, er hat versprochen zu helfen und das Versprechen eingehalten. Aber er wohnt schon lange nicht mehr in Bochum. Und noch mehr Zeit wollte er in diese Sache vielleicht auch nicht investieren. Natürlich nur blanke Spekulation von mir.

Und noch eine Anmerkung. Ich hatte schon den Eindruck, dass extrem viele der anwesenden Fans sehr zufrieden mit Bochum (sogar 2x) und Männer und Musik nur, wenn sie laut ist, waren. Ich habe mich während des Konzertes immer wieder mal umgesehen. Da waren viel Leute in meiner Umgebung, die schon bei Bleibt alles anders und Fanatisch total "ausgestiegen" sind und nichts damit anfangen konnten. Wenn man die mit Schmetterlinge im Eis oder Letzte Version konfrontiert hätte ....

Keine Ahnung. Ich finde auch, man hätte mehr draus machen können. Aber für viele hat es wohl einfach 100%-ig perfekt gepaßt.
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Alt 19.06.2009, 15:08   #4
Hennes
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AW: Resümee zum Konzert

Mag darin liegen, dass der Grossteil eben nicht schon einige Konzerte der 12-Tour gesehen hat und sich so über die Setlist einschliesslich der Klassiker gefreut haben.

Den Eindruck würd ich da zumindest auch ziehen, wenn die nicht mal was mit Fanatisch und BAA anfangen können.

Mein Standpunkt ist ja auch, dass ich mir ebenfalls die ein oder andere Perle gewünscht hab, aber enttäuscht war ich garantiert nicht und würde die Karte und die Fahrt jedes Mal wieder kaufen.


Und zu Luxus noch was: "Der Weg" war doch im Mittelteil sehr wohl leicht anders arrangiert und hat mir so klar besser gefallen, wobei man sicher auch dort mehr hätte rausholen können.
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Alt 19.06.2009, 23:49   #5
anstein
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AW: Resümee zum Konzert

Hallo
Ich für meinen Teil bin (war) mit diesem Konzert sehr zufrieden. Dass man bei einem Künstler, mit einem in über 30 Jahren gewachsenen Repertoire, immer das eine oder andere Lied in der Setlist vermisst ist normal und wurde auch schon mehrfach erwähnt.
Bei diesem Konzert ging es mal nicht in erster Linie um uns Fans, sondern darum die Bochumer beim Bau Ihrer Symphonie finanziell zu unterstützen. Ziel eines Benefizkonzertes ist es mit geringen Mitteln eine große Menge Geld zu sammeln, was mit teuren Eintrittskarten und Gage frei auftretenden Musikern erreicht wurde. Das Umschreiben von Songtexten und die anschließenden Proben würde bei 25 Liedern doch einige Zeit dauern und viel Geld (Essen, Hotel, Probenräume usw.) erfordern, welches dann für das Bauprojekt fehlen würde. Außerdem wer von uns würde mehrere Tage oder Wochen umsonst arbeiten wollen bzw. hat überhaupt die Zeit dazu. Deshalb war es eigentlich abzusehen, dass in Bochum aktuelles (12) und bewährtes (Stand der Dinge) gespielt wurden. Da ich 2000 in Hannover nicht dabei war, Stand der Dinge aber in und auswendig kenne, war es trotzdem toll die Lieder Live zu hören. Und 12 habe ich auch mehrfach gehört und erlebt und könnte es in gleicher Form noch viele Male wieder erleben. Ich verstehe die Erwartungshaltung von vielen nicht, es wurde fast 3 Stunden Programm gemacht und ein Großteil der Zuschauer ist trotzdem unzufrieden, weil Lied x nicht und Lied y im Vorjahr mehrfach gespielt wurde.
Für mich war es ein einmaliges Konzert, weil jedes Konzert von Herbert einen Tick anders ist und ich diesmal, trotz Dauerregen und Innenraum trocken geblieben bin! Auch habe ich dermaßen viele Lieblingslieder von Ihm, so dass immer mehrere von Ihnen gespielt werden. Auch habe ich zeitlich nicht die Möglichkeit während einer Tour zigmal die Konzerte zu besuchen bis diese mir, was nie passieren wird, dann langweilig werden und ich Frust schieben muss.
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Gruß
Andreas

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Alt 20.06.2009, 13:43   #6
DeeKay
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AW: Resümee zum Konzert

Zitat:
Zitat von RaBraBo Beitrag anzeigen
In der Heimatstadt zusammen mit dem Symphonisches Orchester ein Konzert geben, wie oft soll passieren? Da kannst du Geschichte schreiben, dich unsterblich machen. Da hätten wir in zwanzig Jahren noch von geredet. Ganz Bochum eine Symphonie.

Warum habt ihr nicht, aus deinen Liedern, eine Geschichte kreiert und uns diese dann Musikalisch erzählt? Ihr hattet die Möglichkeit uns an die Wand zu spielen uns sprachlos zumachen, uns die Sinne zu berauben uns glauben zu machen wir wären unsterblich, denn all das kann Musik.
Zitat:
Zitat von Luxus Beitrag anzeigen
das kann doch nach den vielen Ankündigungen nicht alles gewesen sein

Zum Beispiel: Was wäre "Alkohol" mit Bläsern und Pauke, oder "Der Weg" oder "Land Unter" wie immer mit vier Leuten am Steg-Ende, aber diesmal mit Geigen, Chello und Flöte, statt der üblichen Band.
Die Symphoniker hätten dies locker spielen können, das sind Profis ... also sprechen wir hier nicht von monatelangem Proben oder so.
Na Mahlzeit,

ich hab das Gefühl das allgemein (mittlerweile ?) sehr kritisch mit Herbert und seinen Konzerten umgegangen wird. Ich nehme mich da selbst nicht aus, aber einiges möchte ich an dieser Stelle mal anfügen. Und das, obwohl ich das Konzert in Bochum nicht gesehen habe. Irgendwie wird das ganze für mich ein bisschen zur Grundsatzfrage.

Herbert hat in Bochum ein Konzert gegeben, was -gemessen an der vergangenen 12-Tour- durchaus einige Besonderheiten hatte. Sowohl in der Setlist, als auch durch die anwesenden Symphoniker.

Wer da allen ernstes erwartet das Herbert einen musical-ähnlichen Auftritt mit seinen eigenen Songs kreiert und/oder dann auch noch neue Versionen der Songs einspielt und sonst unglücklich nach Hause geht - der hat schlicht und ergreifend zu hohe Erwartungen. Meine Meinung.

Wenn man Herbert und seine Art Konzerte zu geben verfolgt, dann weiß man dass Herbert selten noch bereit ist, etwas außergewöhnliches zu machen, die Setlist zu verändern, länger zu spielen etc. Im Laufe der Zeit hat seine Bereitschaft dazu auch merklich abgenommen (Vergleich Mensch 2002 / 12-Tour). Er wird auch nicht jünger, Kondition ist auch nicht mehr wie vor 10 Jahren bei der BAA-Tour. Naturgemäß.
So gesehen war das Konzert in Bochum schon was besonderes.

Leuten die vielleicht ein- oder zwei Konzerte insgesamt gesehen haben, evtl. sogar bei der 12-Tour, und sich jetzt über die mangelnde Abwechslung bei diesem "Heimspiel" beschweren fehlt einfach die Erfahrung wie Herbert solche Sachen angeht.

Konzerte geben bedeutet für ihn auch Arbeit, macht auch Spaß, natürlich, aber: Er hat nunmal ein relativ gutes Bühnenprogramm, gespickt mit Hits, das gut bis sehr gut beim breiten Publikum ankommt. Ich denke er hat einfach keine Lust mehr sich großartig krumm zu machen, weil es nicht unbedingt nötig ist. Das Programm funktioniert auch so. Und das Geld fürs Konzert bekommt er auch, ohne dass er komplett neue Orchesternoten für alle Songs schreibt. Es sind durch Stand der Dinge ja auch Orchesternoten vorhanden.

Ich meine, man spielt nicht einfach so mal mit Orchester ein Stück neu ein. Da müssen Noten neu geschrieben werden, von Alfred und Herbert, dann geprobt, verworfen, verändert, nochmal geprobt. Das hat für Hannover Wochen gedauert. Die Symphoniker können es spielen, ja. Aber die brauchen auch die Noten dafür. Und die schreibt man auch nicht in 5 Minuten. Da entsteht schon ein gehöriger Aufwand.

Zusätzlich - und jetzt kommt ein zentraler Punkt - steigt mittlerweile auch die Zahl derer, die nicht auf eins, sondern auf fünf oder zehn Konzerte einer Tour fahren. Zumindest bei denen, die hier im Forum unterwegs sind und hier ihre Meinung äußern, indem sie Beiträge schreiben. Was früher eine Ausnahme war, wird heute zur Selbstverständlichkeit.
Daraus folgt, dass die chronische Unzufriedenheit dieser Leute wächst, weil man sich oft immer wieder das gleiche Programm anschaut. Es wächst der Wunsch nach mehr Abwechslung in der Setlist, weil es langweilig wird. Völlig nachvollziehbar, aber im Endeffekt ein hausgemachtes Problem. Wenn man sich weniger Konzerte anschaut, dann wird es auch nicht so schnell öde.

Man muss sich mal objektiv die Frage stellen, ob es vielleicht nicht etwas zuviel verlangt ist oben genannte Forderungen aufzustellen. Ich denke von den 40.000 (oder so) gehen wirklich fast alle sehr zufrieden nach Hause. Selbst einige Hardcore-Fans haben Gefallen am Konzert gefunden. Wenigstens ein paar.
Somit hat Herbert (fast) alle zufrieden gestellt. Sich jetzt hinzustellen und zu sagen dass Herbert "es versaut hat" halte ich für unangebracht.

Cheers,
dk

Geändert von DeeKay (20.06.2009 um 14:00 Uhr).
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Alt 23.06.2009, 08:57   #7
LisaG
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LisaG befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Resümee zum Konzert

Wenn man will, findet man doch in jeder Suppe ein Haar.
Klar hätte ich mir auch einige Lieder gewünscht, die es live schon lange nicht mehr zu hören gab. Und dass er uns dann nach Vollmond so abrupt ins Bett geschickt hat, kam sicher für alle überraschend. Aber seien wir uns doch ehrlich: der Herbert könnte 24 Stunden spielen, und am Ende hätte doch wieder dieses eine, bestimmte Lied gefehlt.
Ich hab mir mit dem Konzert in Bochum einen kleinen Traum erfüllt und bin damit zufrieden so wie es war - sogar mit dem Wetter
__________________
~ und dann raus in die unendliche Weite ~

12.11.1999 - Wien, Stadthalle
24.05.2003 - Wien, Ernst-Happel-Stadion
12.06.2004 - Wiener Neustadt, Flugfeld ("Neustadt Wien", O-Ton Herbert)
27.05.2007 - Wien, Ernst-Happel-Stadion
18.07.2008 - Klagenfurt, Wörthersee-Stadion
06.06.2009 - Bochum, Ruhrstadion
18.06.2011 - Wien, Ernst-Happel-Stadion
07.06.2012 - Salzburg, Red-Bull-Arena
03.11.2012 - Wien, Wiener Konzerthaus
01.03.2013 - Obertauern, Schaidbergparkplatz
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Alt 23.06.2009, 11:42   #8
chriss
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AW: Resümee zum Konzert

Zitat:
Zitat von DeeKay Beitrag anzeigen
Zusätzlich - und jetzt kommt ein zentraler Punkt - steigt mittlerweile auch die Zahl derer, die nicht auf eins, sondern auf fünf oder zehn Konzerte einer Tour fahren. Zumindest bei denen, die hier im Forum unterwegs sind und hier ihre Meinung äußern, indem sie Beiträge schreiben. Was früher eine Ausnahme war, wird heute zur Selbstverständlichkeit.
Daraus folgt, dass die chronische Unzufriedenheit dieser Leute wächst, weil man sich oft immer wieder das gleiche Programm anschaut. Es wächst der Wunsch nach mehr Abwechslung in der Setlist, weil es langweilig wird. Völlig nachvollziehbar, aber im Endeffekt ein hausgemachtes Problem. Wenn man sich weniger Konzerte anschaut, dann wird es auch nicht so schnell öde.
Ich schließe mich dieser Aussage uneingeschränkt an.

Ich habe von der 12-Tour (wenn ich London mal außen vor lasse) 4 Konzerte gesehen - und dann war es auch gut so. Auch wenn jedes davon sehr gute bis beste Unterhaltung war, so hätte ich während der laufeden Tour nicht noch ein weiteres besuchen wollen. Nichtsdestotrotz hat mir Bochum sehr gut gefallen. Es war schließlich schon fast ein Jahr Abstand zur Berliner Waldbühne, da konnte man sich die nicht sehr abweichende Setlist wunderbar wieder anhören.
__________________
We all fall sometimes you're not the first
But I know it hurts, yeah I know it hurts
In the end you'll find what you deserve
Still I know it hurts, yeah I know it hurts
(aus "I Know It Hurts" von Alter Bridge)
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