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Alt 15.03.2019, 09:54   #81
Juni08
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Juni08 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
AW: Köln 13. & 14.3.2019 Live@LV.de - Die Hoffnung auf ein Leben, das viel besser ist, brachte sie hierher

Schön wars. Und er hätte keine Minute länger spielen dürfen, sonst hätte ich meinen Zug verpasst.


Einlass 15 min. nach 18 Uhr, aber problemlos, im Innenraum noch ganz gute Plätze bekommen. Brkn war okay, die Zeit verging schnell, was ha für die Lieder spricht. Ich fühlte mich gut unterhalten.



War jemand auf beiden Konzerten und kann berichten, wie es war? Unterschiede?


Ich fand die Stimmung nicht so mega, wie er es scheinbar auf der Bühne empfunden hat.
Insgesamt ist es eher ruhiger, weniger rockig, wie noch auf der letzten Tour. Was ja nicht schlimm ist.

Ich kann noch nicht sagen, welche meine Lieblingslieder waren. Jetzt bin ich doch am überlegen noch ein Stadionkonzert zu besuchen.

Meine persönlichen Negativpunkte:

Fotos machen und filmen, OK. Aber das ständige Selfie machen nervt mich mega, ebenso die Leute die während des Konzerts sich was zu trinken holen müssen.
Und irgendjemand hat geraucht. :(


Das "Danke Herbert" am Ende hat es für mich auch auf den Punkt getroffen, danke für den schönen Abend.
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Alt 15.03.2019, 12:10   #82
Mafi74
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AW: Köln 13. & 14.3.2019 Live@LV.de - Die Hoffnung auf ein Leben, das viel besser ist, brachte sie hierher

Hallo zusammen,

nun auch mal bei dieser Tour von mir was, da meine 3 Konzerte (Bremen, Halle, Köln am Mittwoch) nun hinter mir liegen.

Ich kann mich Juni08 anschließen, was die Stimmung beim Konzert in Köln am Mittwoch anging, dass sich Leute während des Konzerts was zu trinken holen ist für mich kein Kritikpunkt sondern normal.

Die Stimmung war für mich in Bremen und gerade in Halle (womit ich als Ostwestfale überhaupt nicht gerechnet hatte, zudem Sonntag Abend) eindeutig besser als in Köln am vergangenen Mittwoch. Herbert hatte lange Zeit damit zu tun, an jedem Steg-Ende die Leute zu animieren, was er bei den anderen beiden Konzerten gar nicht tun musste. Bei den Zugabenblöcken war es dann in Köln auch ok.

Hat wirklich Spaß gemacht und gerade die neuen Lieder waren live dann doch besser als auf den Album (Doppelherz, Lebe mit mir los, Taufrisch) oder wie zu erwarten live super (Sekundenglück, Lebensstrahlen, Warum).
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Wende den Wind, bis er dich bringt,
weit zum Meer, du weißt wohin!
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Alt 15.03.2019, 14:11   #83
cloclo
Stolz, ne Kölsche zo sin!
 
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Und hier der Vollständigkeit halber die Setliste:

00. Intro
01. Sekundenglück
02. Bist du da
03. Und immer
04. Kopf hoch, tanzen
05. Taufrisch
06. Bochum
07. Männer
08. Was soll das
09. Vollmond
10. Mein Lebensstrahlen
11. Halt mich
12. Stück vom Himmel
13. Doppelherz
14. Fisch im Netz
15. Fall der Fälle
16. Mensch
17. Alkohol
18. Bleibt alles anders
19. Der Held
20. Morgen

Oh, wie ist das schön (von Herbert fortgeführt)

21. Der Weg
22. Flugzeuge im Bauch
23. Musik nur, wenn sie laut

24. Land unter
25. Demo (Letzter Tag)
26. Zeit, dass sich was dreht

27. Warum
28. Lebe mit mir los

29. Kinder an die Macht
30. Zur Nacht

31. Immerfort
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Ich brauch keinen Schlaf
Wer wacht, gewinnt



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Alt 15.03.2019, 14:31   #84
cloclo
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Zitat:
Zitat von Juni08 Beitrag anzeigen
War jemand auf beiden Konzerten und kann berichten, wie es war? Unterschiede?
Ich fand die Stimmung am ersten Abend besser, unabhängig davon, dass wir am 1. Abend am Steg in der 1. Reihe standen und am 2. Abend das Geschehen von der Tribüne aus verfolgt haben. Am Steg ist eh immer mehr Stimmung. Am 1. Abend stand das gesamte (oder zumindest fast) Tribünenpublikum schon bei Sekundenglück, gestern erstmals beim Medley.
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Alt 15.03.2019, 22:49   #85
JJ
Darum öffnet Eure Pforten
 
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JJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer AnblickJJ ist ein wunderbarer Anblick
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Ich berichte mal kurz ungeordnet, was mir so einfällt (ich war am 1. Abend ganz oben unterm Dach hinten in der Mitte und am 2. direkt vorm Stegklavier):


Als am 1. Abend Papierflieger geworfen wurden, scherzte er, sie seien lebensgefährlich, vergleichbar mit einem Airbus/Jumbojet (ich weiß es nicht mehr genau, leider) 380.


Moccaaugen wurde auf besonderen Wunsch vom Lichttechniker Günter gespielt.


Am 2. Abend fiel mir bei Vollmond auf, dass Jakob Tumult-Socken trug, und ein näherer Blick ergab: Herr Grönemeyer trug weiße Tennissocken, Norbert graue und Stephan dunkelgraue bis schwarze.


Am 2. Tag kam ich erst um halb 5 an der Arena an und war der neunte wartende vorm Südwesteingang (ich fragte sicherheitshalber nach, ob ich dort richtig bin); dementsprechend leicht bekam ich meinen Wunschplatz.



Nach Kinder an die Macht teilte Herr Grönemeyer erst Stephan und dann Jakob verbal das nächste Lied mit, ich erkannte, dass er 2 SIlben sagte und die zweite ein A enthält und hoffte auf Verwandt, was sich leider nicht bestätigte.


Zum Mambo lief ein Film auf der Leinwand, der zu erheblichen Teilen Bilder des Tumult-Booklets und weitere in schneller Abfolge enthält (weshalb ich (positiv!) überrascht war, dass der Mambo am 2. Abend entfiel).


Kleine Feststellung am Rande: Zuletzt war der Mambo in Köln Ende 2002 gespielt worden, auf der 12-, Schiffsverkehr- und Dauernd jetzt-Tour jeweils nicht; für so manchen Gelegenheitsgänger bedeutete dies also eine 16-jährige Abstinenz.


Bei Flugzeuge im Bauch fielen am 1. Abend kurzfristig Herr Grönemeyers Ear-Ins aus, weshalb es abermals begonnen werden musste, dann mit Uohohiäh vom Publikum.


An beiden Abenden wurde der Alfred-Jakob-Pitt-Chor zu Beginn von Demo (Letzter Tag) anhand eines U-Lauts vorgestellt, am 2. Abend wurde zudem erklärt, dass sie als einziger Chor damit in Bad Hersfeld angetreten sind und gewannen und der Sieg war dotiert mit 24 Hanutas, allerdings waren nur 20 in der Schachtel...


Wie auch schon in Bremen wurde vor Zur Nacht erklärt, dass es auf Tumult so eine Art Weihnachtslied gäbe, das aber nicht gespielt wird (von den nicht gespielten wäre es nicht mein allergrößter Wunsch, aber ich finde, so eine Anfixung muss nicht sein, vor allem, wenn man bedenkt, worauf es tatsächlich hinauslief; die Anfixung am 1. Abend von wegen Lied 2: Seid Ihr noch da? finde ich schon fast ein bisschen blamabel, aber bei der Ähnlichkeit beider Titel irgendwie auch wieder erwartbar). Zudem wurde erklärt, dass Zur Nacht Kinder nicht einschlafen lässt und eher ein Schlaflied für Erwachsene wäre (interessant, zumal es am Vortag an derselben Position vor Moccaaugen keine Vorwarnung gab).


Fazit: Mir haben beide Konzerte gefallen, auch wenn der Oberrangplatz beschissen ist und preislich in keinem Verhältnis steht (ich finde analog angenommen, wenn in einem Puff das Standard-rundum-sorglos-Programm 65 € kostet, sollte für 56 € ein bisschen mehr drin sein als ein vorgetäuschter Handjob); bei einem einmaligen Besuch an einer Konzertstätte würde ich das auch nicht machen. Was die Zugaben angeht, so wars am 1. Abend unerwarteter und vor allem wurde durch den 2. Abend nicht nur der immer-was-neues-Trend beendet, sondern auch die Exklusivität vom Kiel und Bremen zunichte gemacht, aber im Doppelpack mit Kinder an die Macht lässt sich auch Zur Nacht halbwegs ertragen (es muss jetzt aber auch nicht allzuoft wiederholt werden).


Noch eine Feststellung: Über 4 Touren hinweg habe ich jetzt die letzten 12 Male Zur Nacht seit der Waldbühne 2008 alle anhören müssen, solch eine Stetigkeit würde ich mir für einige andere Lieder wünschen!
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Auch wenn Du mich verklagst
und Du schwörst, dass Du mich magst,
ist mir alles so egal
.

Ob Du fauchst oder ob Du beißt,
mich verwirrt nennst oder unreif,
Rache schwörst zum jüngsten Tag.

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Alt 16.03.2019, 20:45   #86
mrs.jones
im Morgenrot
 
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Ich war bei beiden Abenden und mir haben beide gut gefallen. Warum Herbert beim zweiten Abend immer wieder meinte, es wäre viel besser als beim ersten Abend weiß ich nicht so genau, ich fand auch die Stimmung am Mittwoch sehr gut, und da saß ich im Unterrang.
Beim zweiten Abend hab ich eigentlich nicht mit einem guten Platz gerechnet, weil ich erst ne halbe Stunde vor Einlass da sein konnte. Aber obwohl unser Eingang erst um die 10 Minuten (!!!) später aufgemacht wurde als der andere, hab ich es noch in die zweite Reihe am Stegende geschafft.
War am Mittwoch der Einlass auch zu unterschiedlichen Zeiten?? Wenn ich am Donnerstag wie sonst schon lange angestanden hätte, hätte mich das sehr, sehr geärgert...
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Alt 20.03.2019, 18:12   #87
Greenland
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Greenland wird schon bald berühmt werdenGreenland wird schon bald berühmt werden
AW: Köln 13. & 14.3.2019 Live@LV.de - Die Hoffnung auf ein Leben, das viel besser ist, brachte sie hierher

Mit etwas Abstand möchte ich jetzt auch gerne meine Eindrücke der beiden Konzerte in Köln schildern. Für mich ist Köln ein Heimspiel - seit mehr als 10 Jahren ist mein Hauptaufenthaltsort weniger als zehn Kilometer von der Arena entfernt.

Dieses Jahr wollte ich mich gerne überraschen lassen und habe tatsächlich vor dem Konzert gar nichts gelesen – kannte deshalb keine Setlist und war irgendwie auch wieder so im Alltag gefangen, dass ich nur wenig Vorfreude hatte, während ich jetzt selbst beim Schreiben dieses Berichtes ein wohliges Kribbeln der Freude verspüre.
Ich kam also direkt von der Arbeit zur Arena, hatte nur schnell ein altes Tourshirt angezogen und mir etwas zum Essen und Trinken eingesteckt. So kam ich gegen halb 5 zur Arena und reihte mich in eine doch überraschend kurze Schlange am Südost-Eingang. Schon während des Wartens auf den Einlass kam ich mit mehreren Leuten ins Gespräch, mit dreien blieb ich dann auch den ganzen Abend zusammen.
Der Einlass am Dienstag lief tatsächlich wirklich gut und organisiert ab. Besonders angenehm fand ich die Vielzahl der platzierten Securitys auf dem Weg in den Innenraum, so dass man (von der Kurve zwischen Treppe und Innenraum abgesehen) tatsächlich nicht rennen musste – da keiner rennen konnte und somit die Einlaßreihenfolge auch so erhalten blieb. Ich fand problemlos einen Platz in der ersten Reihe – rechts unmittelbar neben dem Steg. Die Menschen um mich herum waren alles nett und freundlich, so dass die Wartezeit wirklich kurzweilig war.
Berkan kam dann mit Hassan (der mit dem Wuschelkopf) auf die Bühne und mühte sich wirklich redlich. Das Publikum reagierte auch wirklich freundlich auf ihn. Wir sind halt einfach gut erzogen . Mittlerweile war ich dann auch wirklich in Stimmung und freute mich einfach nur noch riesig auf den Abend.
Als das Licht in der Halle ausging und das Intro begann, dehnten sich plötzlich die Sekunden bis zur Unendlichkeit. Noch nie ist mir ein Intro so unendlich lang vorgekommen. Dann endlich sah ich Herbert auf die Bühne huschen und unmittelbar danach begannen Armin und Mark mit diesen wunderbar minimalistischem ersten Takten von Sekundenglück.
Und dann war es wir immer – ein einziger Rausch . Natürlich kenne ich die Setlist – sie steht ja hier niedergeschrieben – und natürlich habe ich jedes einzelne Lied mit allen Fasern in mich aufgenommen. Nur kann ich mich kaum mehr daran erinnern. Es gibt nur noch Fragmente – Bruchstücke in meinem Kopf. Dieser Konzertbericht verliert jetzt also seinen minutiösen Stil – auch wenn es doch jetzt erst wirklich spannend wird. Aber während des Konzerts kommt doch tatsächlich ein großer Teil meiner Rationalität abhanden – trägt mich die Musik zu fernen Orten zu denen mir sonst der Zutritt verwehrt ist. Ihr merkt, ich versuche Worte und Bilder dafür zu finden, um es begreifbar zu machen. Und doch gelingt es mir nicht diesen Zustand wirklich zu beschreiben.
Ich erinnere mich, dass Herbert „Bist Du da“ mit „Seid ihr noch da“ ankündigte und meine Nachbarin sofort stutzte und mir sagte „Seid ihr noch da“ hätte er diese Tour noch nicht gespielt. Es wurde dann auch „nur“ „Bist du da“, gefiel mir aber live wirklich direkt unglaublich gut. Das gilt übrigens für eigentlich alle Stücke. Sollte mir ein Lied nicht ganz so gut gefallen haben, werde ich es dann noch schreiben. Aber ich kann jetzt nicht immer neue Worte dafür finden, dass Tumult live wirklich viel Spaß macht!
Besonders schön fand ich das betreute Mitsingen bei „und immer". Jetzt habe ich endlich verstanden, was genau der Chor singt.
Dann kam mit „Kopf hoch, tanzen“ ein Überraschungsstück (für mich). Zu dem Stück habe ich eine ganz besondere Beziehung, weil ich gerade meinen Abschluss als Ingenieurin gemacht habe, als 12 erschien. Die Zeile „ist Ingenieursein nicht glamourös“ ist also quasi nur für mich geschrieben. Also ein kleines Highlight für mich.
Bei Bochum kam dann das erste Saxophonsolo des Abends. Ich war überrascht wie krank Frank aussieht – das hatte ich vorher gar nicht so auf dem Schirm. Bei jedem Gang auf und von der Bühne half ihm ein Assistent. Die Kraft reicht auch bei weitem nicht mehr so weit wie früher. Aber so herzerwärmend zu sehen, wie er sich (besonders später bei Alkohol) über jeden stark gespielten Part freute und wie viel Unterstützung für ihn der Rest der Band ausstrahlte. Ich bin froh, dass Frank dabei ist!
Dann dasselbe Medley wie schon bei der Dauernd Jetzt Tour. Damals war es überraschend und neu, jetzt nicht mehr so. Aber klagen will ich nicht darüber. Die drei Stücke müssen live gespielt werden – das ist einfach so. Und wenn man sie etwas verkürzt bleibt mehr Luft für andere Stücke. Das finde ich dann schon richtig und gut. Ich bin da immer hin- und hergerissen. Ich liebe Stephans Solo bei Vollmond, obwohl ich das Stück irgendwie immer nur durchschnittlich fand. Und die ersten Takte von Was soll das lösen auch Glücksgefühle aus- obwohl ich so viele Stücke lieber hören wollte. Ich muss der Wahrheit wohl ins Auge sehen. Ich liebe einfach alles, was diese Jungs spielen!
Bei „Mein Lebensstrahlen“ war Herbert dann endlich mal wieder auf der Hauptbühne. Ansonsten trieb er sich fast nur auf dem Steg herum, so dass ich ihn nur selten zu Gesicht bekommen habe. Die Freude währte auch nur kurz, da er sich im Lied schon wieder Richtung Stegende verabschiedete, wo mittlerweile ein Klavier stand. Ich habe an diesem ersten Abend also deutlich mehr Stephan zugejubelt als Herbert – aber das ist auch völlig okay so.
Beeindruckend war dann wieder „Fall der Fälle“. Nach Herberts Ansage „keinen Millimeter nach rechts“ gab es Applaus vom Publikum und auch die Ränge blieben stehen und klatschten zu Beginn begeistert mit. Das ist für ein so junges Stück wirklich ungewöhnlich.
Danach dann „Mensch“ wo mir auffiel, dass der Sicherheitsmann vor mir mitgesungen hat. Das hat mir dann ein Lächeln entlockt.
Mein Liebling „Bleibt alles anders“ ist nach wie vor dabei. Das muss ich jetzt schreiben, damit ihr nicht glaubt, dass ich die Titel zu denen ich nichts schreibe nicht mögen würde. Mein Kopf spuckt dazu einfach keine Erinnerung mehr aus (außer gigantische Glücksgefühle).
Das Ende mit Morgen dann wie immer viel zu früh für mich – für mich dürften sie ja nie aufhören zu spielen.
Dann der Zugabenteil mit „Der Weg“ als Tränengarant zu Beginn. Flugzeuge im Bauch in der Jazzversion die ich durchaus mag. Herberts Anmoderation, dass sie wegen des BER pro Ton 10 Euro kriegen würden und das Stück deshalb spielen müssten. Am Ende des Abends hätten sie dann 460 Euro (nicht ganz genau, Größenordnung stimmt aber) zusammen, das würde sich ja lohnen.
Herberts Kopfrechenkünste zeigten sich auch später als er von einer Umfrage scherzte, dass 5 % wegen der Musik kämen, 10 % wegen der Optik und 17 % wegen seiner unfassbaren Tanzkünste (Auch das nur so ungefähr). Es fehlten aber auf jeden Fall noch viele Zuschauer zu 100 %, aber der Rest kommt vielleicht einfach aus Gewohnheit .
Besonders schön die Zugabe „Moccaaugen“, dass Herbert als Wunsch von Günther (Lichttechniker?) anmoderierte. „Ihr könnt euch alle einfach was wünschen“ behauptete er kühn. Wenn das doch nur so einfach wäre. (Aber ich hätte ja auch immer noch einen und noch einen Wunsch und er dürfte nie von der Bühne gehen.) Herbert selber war allerdings unzufrieden mit Moccaaugen und sagte: „Nee, das war nix. Günther, das spielen wir nicht nochmal.“
Das Ende dann mit „Immerfort“ – ein angenehmer Schlusspunkt.
Völlig beseelt bin ich dann raus, um auf der Treppe nach oben zu merken, dass meine Beine mich kaum noch trugen. Die Nebenwirkung des Rauschs, der mich immer weiter peitscht und kein Ende kennen will. Oben ging es dann wieder und der Heimweg war kurz und problemlos. Nur schlafen konnte ich lange nicht – einfach völlig geflasht.

Am nächsten Tag hatte ich auch auf der Arbeit ein grenzdebiles Dauergrinsen zu bieten . Und so viel Vorfreude auf den zweiten Abend.
Auch der war schön, reichte aber lange nicht an den ersten heran. Herbert selber bemerkte zwar, dass die Stimmung in der Arena noch besser sei als am Vortag, aber leider nicht bei mir.
Denn schon am Einlass haben sie uns fürchterlich geärgert und unsere Tür erst 10 Minuten nach der auf der anderen Seite geöffnet . Das ist natürlich eine Ewigkeit für die Plätze im Innenraum. Ich hatte mir vorgenommen diesen Abend am Stegende zu verbringen, da Herbert ohnehin so oft hier zu sehen war. Als ich endlich rein kam, war bereits die gesamte erste Reihe zu, am Stegende auch schon die zweite. Und so ging ich in meine alte Ecke, hier kam ich in die zweite Reihe, das ist an und für sich voll okay für mich. Aber es nagt doch das Wissen, dass man mit einem ordentlichen Einlass noch besser hätte stehen können.
Und dann kamen noch zwei Grazien, die sich dreist nach vorne schoben. Sie kamen erst nach Berkan nach vorne und blieben dummerweise genau hinter mir stehen. Auch mein Protest konnte sie nicht zum Verschwinden bringen und die Menschen, denen die tatsächlich den Platz weg nahmen (sie standen ja hinter mir), sagten keinen Ton. Der Konzertgenuss wurde deshalb leider durch mehrere kommentierte Selfies getrübt. Überhaupt hatten die beiden viel zu besprechen, wenn ruhigere Titel liefen (Sie redeten viel und sagten wenig…). Natürlich habe ich sie weitgehend ausgeblendet, aber ganz gelingt das natürlich nicht. Besonders diese unreflektierte Arschigkeit. Nach „Stück vom Himmel“ äußerte Grazie 1: „Er hat so recht, warum sind wir nicht alle viel freundlicher?“ Vielleicht weil es so dumme, dämliche Grazien gibt, die sich ohne Rücksicht auf andere einen Vorteil verschaffen?

Das klingt jetzt aber so als wäre es ein schrecklicher Abend gewesen. Nein, es war ein schönes Konzert, an den ersten Abend konnte das Konzert damit aber nicht mehr heranreichen.

Über „Kinder an die Macht“ habe ich mich aber sehr gefreut, dass mir lieber war als „Mambo“. Nach Kinder an die Macht rief Herbert dann Stephan das nächste Lied zu, woraufhin dieser vom Steg zurück auf die Bühne stürzte, den anderen das Stück zurief und die Gitarre wechselte. Es wurde dann „Zur Nacht“, was dann doch sehr abrupt versuchte, die ausgelassene Partystimmung zu beruhigen. Nach „Immerfort“ schien es mir so, als würde Herbert mit sich kämpfen und doch noch ein Stück spielen wollen. Er sah wirklich hin- und hergerissen aus. Wenige Minuten später tauchte er dann ja auch im blauen Badematel noch einmal halb auf der Bühne auf, so als könne er es selber kaum fassen.

Es waren zwei sehr intensive Abende in Köln, ich bin wieder voll infiziert. Nächste Woche geht es in Dortmund für mich weiter. Hoffentlich wird’s da mindestens genauso schön.
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Ich geb Dich nie verlor'n
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Alt 09.04.2019, 16:29   #88
Vollmondpetra
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... hier die kleine Panne am Piano bei den Flugzeugen
+ YouTube Video
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Erster Kölner Tumult - Konzert - Abend
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Alt 26.04.2019, 16:30   #89
Vollmondpetra
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Den Bericht fand ich vor kurzem und er gefällt mir recht gut
Hier ein kleiner Ausschnitt ...

Zitat:
Grönemeyer rennt kreuz und quer über die Bühne, die Hände flattern auf Brusthöhe. Er schwitzt, er keucht, er verausgabt sich. Er flicht augenzwinkernde Primaballerina-Bewegungen in seine Performance ein. Er bewegt sich wie ein beschickerter Bräutigam, der auf seiner eigenen Silberhochzeit der Letzte auf der Tanzfläche ist. Er kiekst nach jedem Lied wie James Brown, und wenn er sehr zufrieden ist wie nach dem Kracher „Vollmond“, der spätestens seit diesem Auftritt als Urmeter für deutsche Feten-Euphorie gelten darf, sagt er: „Das groovt“.
und hier zum Lesen von Anfang an, wer denn mag

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