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Alt 03.12.2017, 21:34   #1
Laurel
Sherlocked and Whovian
 
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Laurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz seinLaurel kann auf vieles stolz sein
Persönliche Top 10 2017

Dieses Jahr fast eine Top 20. In 2017 sind es überwiegend Songs zu bestimmten Konzertmomenten geworden. Es ist wieder mal viel passiert "on the road".

Where are we now - David Bowie

Ein Song der es leider nicht mehr in meinen letztjährigen Rückblick geschafft hat obwohl er zeitmäßig dorthin gehört:

Am 23.12.2016 bin ich aus einer Schnapsidee heraus für noch nicht mal 24 Stunden nach London geflogen um abends ein Konzert zu sehen. Glücklicherweise lief am Nachmittag noch eine Aufführung von Lazarus, dem Musical das David Bowie noch kurz vor seinem Tod fertigstellen konnte.

Ich saß im Theater und hatte Tränen in den Augen als Michael C. Hall dieses Lied sang während auf der Leinwand Berlinbilder liefen. Ein ganz besonderer Moment.


Dance me to the End of Love - Leonard Cohen

Besonders Anfang dieses Jahres habe ich dieses Lied so of und so oft mehrmals hintereinander gehört. Und ich wusste gar nicht so recht warum genau dieses. Vor kurzem hörte ich dann im Internet einen Podcast über Leonard Cohen in dem unter anderem auch dieser Song angesprochen wurde. All seine Konzerte in den letzten Jahren fing er mit "Dance me to the End of Love" an:

"Es geht hier vordergründig um eine Aufforderung zum Tanz doch es ist eine brennende Violine die das Lied spielt, der Tanz soll den Schrecken nehmen und den Sänger sicher nach Hause bringen: Dance me to the end of love assoziert die Gräu*el im Konzentrationslager...
Ein Liebesschwur im Angesicht des Todes auf der Rampe, wo man auseinandergerissen wird, wo man es weiss
Es ist ein verzweifelter Tanz bis in die Gaskammer. Ein Tanz zu dem jüdische Geiger aufspielen müssen,die selbst dem Tod geweiht sind."


Stages - The Frank and Walters

An einem rauhen windigen regnerischen Tag auf Howth habe ich diese Band aus Cork von unserem Dublinguide John empfohlen bekommen. Und im April klappt es auch mit einem Konzert von ihnen.

Occidentali's Karma - Francesco Gabbani

Normalerweise gefallen mir ESC-Songs so gut wie nie. Diesen habe ich aber sowohl vorher wie auch nachher rauf und runter gehört. Italo-Pop trifft Coldplay + intelligenter Text, dazu ein sehr cooler Typ. Das Lied macht einfach Spass.

Everything now - Arcade Fire

Eine kanadische Wundertüte mit bisschen ABBA, Erasure, Grand Prix...und ? Das muss man sich erstmal trauen.

When will I ever learn to live in God - Bill Murray

Man hat selten das Glück einen echten Hollywoodstar live zu sehen. Und das auch noch in der Heimatstadt. Und dann singt er auch noch...kann er zwar nicht, ist aber egal. Denn er liebt es zu singen auch wenn es ein bisschen schief klingt. Dann legt er mehr Inbrunst in den Van Morrison-Song als Morrison selbst. Das überraschendste Konzert dieses Jahres.

I don´t care anymore - Phil Collins

Nicht mehr dran geglaubt und dennoch live erlebt. Und "I don´t care anymore" war einfach der tollste Moment von vielen tollen Momenten.

Adventure of a Lifetime - Coldplay

Zum ersten Mal Gast beim großen Kindergeburtstag für Erwachsene. Aber vollkommen in Ordnung denn "Everything you want's a dream away"

England - The National

Ende Juni durch Zufall via Facebook etwas vom Glastonbury Festival gesehen und gedacht: Oh der Sänger sieht aber interessant aus und mal gehört was die so für Musik machen. Und diesen Titel ausgewählt der mich am meisten ansprang. Und dieser Sound war tatsächlich genauso neugierig machend wie der Sänger. Bläser, Piano und tatsächlich sowas wie Bombast. "You must be somewhere in London, you must be loving your life in the rain. You must be somewhere in London, walking Abbey Lane"

Did Trouble Me - Tom Jones

Große Hochachtung für Sir Tom. Grad in den stillen Momenten abseits von "Delilah" und "Sexbomb" kommt dann so ein Lied und man hört nur diese gewaltige Stimme die durch die Freilichtbühne hallt. Da ist man einfach dankbar für jeden großen Künstler den man noch live erleben darf.

Heartbreaking - Angelo Badalamenti

Meine Lieblingsserie kam dieses Jahr zurück mit wohl einer der abgedrehtesten Folgen der Fernsehgeschichte (8 !!!!!) Und dann gab es noch dieses wunderschöne Pianostück aus Episode 11. Badalamenti ist wirklich ein Soundtrack-Zauberer.


Edith Piaf (Said It Better Than Me) - Sparks

Fazit dieses Jahr: Je älter ich werde, desto mehr stehe ich auf skurrile Typen. Auf ein Konzert zu gehen wo man höchstens ein Lied kennt. (Bravo-Zeiten 1994 "When Do I get to sing My Way") kann enttäuschend sein aber auch höchst unterhaltsam. Wenn zwei Brüder Ende und Anfang 70 gar nicht so viel älter wirken als die Begleitband die um die 30 sind. Ganz nebenbei haben sie auch einen Song über den von mir sehr verehrten "Sherlock Holmes" geschrieben haben. Ab da spätestens war klar, die können nicht anders als grandios sein.

Jubilee Street - Nick Cave

Was kann man über ein Konzert sagen, das eigentlich keines war ? Es war mit keinem Konzert zu vergleichen auf dem ich schon einmal gewesen bin. Es war eher ein Happening, eine Heilige Messe, ein Gottesdienst, eine spirituelle Kundgebung. Das fand ich am Anfang befremdlich, wurde dann aber irgendwie in diese Stimmung mit hineingezogen. Das intensivste seltsamste Konzert.

Benzin und Kartoffelchips - Kettcar

Kettcar sind wieder da und bringen es auf den Punkt.
"Und nicht eher schlafen bevor wir hier heute Nacht das Meer sehen, spüren wie kalt es wirklich ist. Benzin und Kartoffelchips. Jede Scheiße mitsingen können. Irgendwann ist irgendwie ein anderes Wort für Nie."


Nicht in der Liste muss aber erwähnt werden:

Du trägst keine Liebe in Dir - Echt

Denkwürdige Küchenparty nach einer Geburtstagsfeier. bis morgens um 4.
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"Man kann einen magischen Moment nicht auf einem Chip festhalten..." (Olli Schulz)
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